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Die neue Aktienrente in Deutschland: Frühstart-Rente, Generationenkapital, Altersvorsorgedepot

Grundlagen12 Min. Lesezeit · aktualisiert am 25. Oktober 2026 · 21 Quellen

Mit Aktienrente sind in Deutschland Pläne gemeint, einen Teil der Altersvorsorge über Aktien am Kapitalmarkt aufzubauen. Stand Oktober 2026 gibt es drei Bausteine: das 2024 geplante, aber nie beschlossene Generationenkapital, das geförderte Altersvorsorgedepot ab 2027 und die Frühstart-Rente mit 10 € im Monat für Kinder, die der Bundestag im Oktober 2026 beschlossen hat. Hier liest du, was genau gilt, wie Schweden, Norwegen und Kanada es machen, was die Forschung zu Kosten und Default-Fonds sagt und was aus 10 € im Monat werden kann. Keine Anlage- oder Rentenberatung.

Umlageverfahren und Kapitaldeckung

Die gesetzliche Rente arbeitet im Umlageverfahren: Die Beiträge der heutigen Beschäftigten bezahlen die heutigen Renten, angespart wird nichts. Beim Kapitaldeckungsverfahren wird jeder Beitrag angelegt, die spätere Rente kommt aus dem angesparten Kapital und seinen Erträgen. Welches Verfahren mehr bringt, hängt an einem Vergleich zweier Wachstumsraten:

Umlage: implizite Rendite ≈ n + g Kapitaldeckung: Rendite ≈ r
n
Wachstum der Zahl der Beitragszahler
g
Wachstum der Reallöhne
r
reale Rendite am Kapitalmarkt nach Kosten

Samuelson (1958) zeigte in einem Modell überlappender Generationen, dass ein Generationenvertrag eine Verzinsung in Höhe des Bevölkerungswachstums bringt. Aaron (1966) ergänzte die Reallöhne: Solange n + g über dem Zins liegt, kann die Umlage jede Generation besserstellen. Schrumpft die Zahl der Beitragszahler, wird n negativ, und die Rechnung kann kippen. Sinn (2000) argumentiert deshalb, dass Kapitaldeckung die Lücke füllen kann, die fehlende Beitragszahler reißen, aber kein Gratisgeschenk ist: Die Ansprüche aus dem Umlagesystem bleiben bestehen, und eine Generation muss beim Umstieg doppelt zahlen.

Stand Oktober 2026: Was beschlossen ist

BausteinStandFundstelle
GenerationenkapitalGesetzentwurf vom 21.6.2024, nicht verabschiedetDrucksache 20/11898
AltersvorsorgedepotBundestag 27.3.2026, Bundesrat 8.5.2026, neue Produkte ab 1.1.2027Altersvorsorgereformgesetz, BGBl. 2026 I Nr. 156
Frühstart-RenteBundestag 16.10.2026; Inkrafttreten geplant zum 1.1.2027Drucksachen 21/7864 und 21/8606
Aktivrente (keine Kapitaldeckung)seit 1.1.2026: bis 2.000 € im Monat steuerfrei hinzuverdienen nach der RegelaltersgrenzeBundesregierung, Neuregelungen Januar 2026

Quellen: Bundesregierung, Generationenkapital (2024), Bundestag, Altersvorsorgedepot (2026), Bundesregierung, Altersvorsorgereform (2026), KPMG (2026), Bundestag, Frühstartrente (2026), Finanzausschuss (2026) und Bundesregierung, Neuregelungen Januar 2026 (2025). Bei der Frühstart-Rente stand nach unserem Stand vom 25. Oktober 2026 die abschließende Befassung des Bundesrats noch aus; Einzelheiten können sich bis zur Verkündung ändern.

Generationenkapital: der Plan von 2024

Das Rentenpaket II der damaligen Bundesregierung sah eine Stiftung Generationenkapital vor (Bundesregierung, Generationenkapital 2024). Der Bund sollte ihr 2024 ein Darlehen von 12 Mrd. € geben, danach jedes Jahr 3 % mehr. Bis 2036 sollten so rund 200 Mrd. € zusammenkommen, ab 2036 sollte die Stiftung durchschnittlich 10 Mrd. € im Jahr an die Rentenversicherung ausschütten, um den Beitragssatz zu stabilisieren. Das Stiftungsvermögen hätte vorübergehend dem Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung (KENFO) übertragen werden können.

Die Darlehen von 2024 bis 2035 hätten nach unserer Rechnung zusammen 12 Mrd. € × (1,03^12 − 1) / 0,03 = 170,3 Mrd. € betragen; den Rest bis 200 Mrd. € hätten die Erträge bringen müssen. Weil das Geld geliehen ist, wäre nur die Rendite über den Zinskosten des Bundes ein Gewinn gewesen. Der Entwurf wurde in der 20. Wahlperiode nicht mehr verabschiedet und ist damit erledigt. Der Rentenentwurf der neuen Bundesregierung vom Oktober 2025 nennt als weitere Teile des Reformpakets Aktivrente und Frühstart-Rente, ein Generationenkapital kommt darin nicht vor (Bundesregierung, Rentenpaket 2025 2025).

Altersvorsorgedepot: der Riester-Nachfolger ab 2027

Das Altersvorsorgereformgesetz öffnet die staatliche Förderung für ein Altersvorsorgedepot ohne Garantiepflicht, etwa mit breit gestreuten Aktien-ETFs (Bundesregierung, Altersvorsorgereform 2026; Bundestag, Altersvorsorgedepot 2026). Die wichtigsten Regeln:

  • Standarddepot: Jeder Anbieter muss ein kostengünstiges Standardprodukt anbieten; die Kosten sind auf 1,0 % begrenzt. Im Regierungsentwurf standen noch 1,5 %.
  • Grundzulage: 50 Cent je Euro Eigenbeitrag bis 360 € im Jahr, 25 Cent je Euro bis 1.800 €, also höchstens 540 €. Einzahlen kannst du bis 6.840 € im Jahr, die Zulage steigt darüber nicht.
  • Kinderzulage 300 € je Kind und Jahr, voll schon bei 25 € Sparbeitrag im Monat; Berufseinsteigerbonus einmalig 200 € bei Abschluss vor dem 25. Geburtstag.
  • Förderberechtigt sind künftig auch Selbstständige; Garantieprodukte bleiben möglich.
  • Auszahlung: neben lebenslangen Renten auch Zeitrenten; Sonderausgabenabzug in der Ansparphase und nachgelagerte Besteuerung der Leistungen bleiben.
  • Riester: Ab 2027 gibt es keine neuen Riester-Verträge mehr; bestehende laufen weiter, ein freiwilliger Wechsel ist möglich.

Frühstart-Rente: 10 € im Monat für Kinder

Die Frühstart-Rente baut auf dem Altersvorsorgedepot auf (Bundestag, Frühstartrente 2026; Finanzausschuss 2026):

  • Betrag und Alter: 10 € im Monat vom 6. bis zum 18. Geburtstag für Kinder mit Wohnsitz in Deutschland und Steuer-Identifikationsnummer. Der Staat zahlt vierteljährlich rückwirkend an den Anbieter.
  • Start: Das Gesetz soll am 1. Januar 2027 in Kraft treten, die ersten Zahlungen fließen 2027 (Deutsche Rentenversicherung 2026). Gefördert werden zuerst die Geburtsjahrgänge 2020 (erstmals für das Jahr 2026) und 2021; danach kommt jedes Jahr der Jahrgang der Sechsjährigen dazu.
  • Anlage: in einem zertifizierten Altersvorsorgevertrag des Kindes; auf den Teil aus der Frühstart-Rente dürfen bis zur Auszahlung keine Abschluss- und Vertriebskosten erhoben werden.
  • Ohne Vertrag: Ab dem 1. Januar 2028 legt ein Sondervermögen bei der Deutschen Bundesbank das Geld kollektiv an, ausschließlich in breit gestreute globale Aktien oder Aktienfonds. Mittel, die nicht übertragen werden, fallen nach dem Jahr des 35. Geburtstags an den Bund zurück.
  • Zugriff und Steuern: Auszahlung grundsätzlich nicht vor dem 65. Geburtstag; die Erträge bleiben bis dahin steuerfrei, die Leistungen werden nachgelagert besteuert. Ab der Volljährigkeit kann das Kapital in einen geförderten Altersvorsorgevertrag übergehen.
  • Eigene Einzahlungen sind bis 6.840 € im Jahr möglich.

Rechenbeispiel: Was aus 10 € im Monat werden kann

Angenommen: 30 € je Quartal vom 6. bis zum 18. Geburtstag, danach keine Einzahlung mehr bis zum 65. Geburtstag. Die Rendite wird jedes Jahr um die Kosten gekürzt: Wachstum = (1 + Rendite) × (1 − Kosten). Die Renditen von 5 % und 7 % pro Jahr sind runde Annahmen für ein breites Aktienportfolio, keine Prognose.

mit 65 (0,2 % Kosten)nominalin heutiger Kaufkraft (2 % Inflation)als Auszahlplan über 20 Jahre (3 %)
5 % Rendite17.317 €5.383 €96 € im Monat
7 % Rendite47.558 €14.785 €263 € im Monat
Frühstart-Rente: Depotwert vom 6. bis zum 65. Geburtstag

Modell aus dem Beispiel oben: 30 € je Quartal vom 6. bis zum 18. Geburtstag, danach wächst das Depot ohne Einzahlungen bis 65. Der Abstand zwischen 0,2 % und 1,0 % Kosten wächst mit jedem Jahr auf rund 35 % des Endbetrags.

Bei 7 % Rendite und 0,5 % Kosten ergibt das Modell mit 18 Jahren 2.129,99 €. Das sind fast genau die 2.131 €, auf die der Sachverständigenrat mit ähnlichen Annahmen kommt (Malmendier u. a. 2025). Die Kaufkraft rechnen wir mit 2 % Inflation über 59 Jahre zurück, die Auszahlung als gleichbleibende Monatsrate bei 3 % Zins. Wer bis 67 wartet, hat zwei Jahre Wachstum mehr. Eigene Einzahlungen der Eltern oder später des Kindes verändern das Bild stärker als jede Renditeannahme.

Vorbilder: Schweden, Norwegen, Kanada

  • Schweden: Vom rentenfähigen Einkommen fließen jedes Jahr 16 % in die Einkommensrente und 2,5 % in die kapitalgedeckte Prämienrente (Pensionsmyndigheten 2025). Wer keine Fonds wählt, landet im staatlichen Default AP7 Såfa: bis 55 vollständig im Aktienfonds, von 56 bis 75 schrittweise bis zu zwei Dritteln im Rentenfonds; AP7 hat knapp sechs Millionen Sparer (AP7 2026).
  • Norwegen: Der Government Pension Fund Global wird trotz seines Namens nicht aus Rentenbeiträgen gespeist, sondern aus Öl- und Gaseinnahmen; erste Einzahlung 1996. Nach der Haushaltsregel darf der Staat etwa die erwartete reale Rendite von rund 3 % pro Jahr ausgeben (NBIM 2024). Ein Vorbild ist er für die Anlage, nicht für die Finanzierung einer Rente.
  • Kanada: CPP Investments legt die Mittel des Canada Pension Plan an. Der Basisplan ist teilweise kapitalgedeckt, der Zusatzplan voll; als Maßstab dient für den Basisplan ein Referenzportfolio aus 85 % globalen Aktien und 15 % kanadischen Staatsanleihen (CPP Investments 2023).

Das deutsche Modell ähnelt am ehesten Schweden, mit dem Unterschied, dass die Frühstart-Rente vom Staat und nicht aus dem eigenen Einkommen bezahlt wird und das Altersvorsorgedepot freiwillig bleibt.

Für Fortgeschrittene: Default-Fonds, Lebenszyklus und Sequenzrisiko

Weil die meisten Menschen nichts aktiv wählen, entscheidet die Voreinstellung über den Großteil des Vermögens. Ein guter Default ist breit gestreut, billig und passt das Risiko dem Alter an, wie AP7 Såfa mit seinem Gleitpfad von Aktien zu Anleihen. Dahlquist u. a. (2018) berechnen für Schweden den optimalen Default-Fonds: Gegenüber einer üblichen altersabhängigen Aufteilung bringt er einen Wohlfahrtsgewinn von 1,5 % im Ruhestand, das meiste davon schon mit einer einfachen Faustregel.

Über 59 Jahre ist das Risiko eines reinen Aktiendepots anders verteilt, als viele denken: Die Schwankung des Endwerts wächst mit der Zeit, die Wahrscheinlichkeit eines Verlusts gegenüber den Einzahlungen sinkt. In Simulationen mit historischen Daten lag ein Depot mit 100 % Aktien nach zwölf Jahren nur mit 7 % Wahrscheinlichkeit unter der Summe der Einzahlungen (Malmendier u. a. 2025). Kritisch wird es am Ende: Fällt der Markt kurz vor oder nach Rentenbeginn, trifft das das größte Vermögen (Sequenzrisiko). Deshalb schichten Lebenszyklusmodelle vorher um, und eine Auszahlung über viele Jahre ist robuster als ein Verkauf auf einen Schlag. Wie viel du später sicher entnehmen kannst, behandelt Entnahmerate.

Was die Forschung zeigt

Die wichtigsten Lehren kommen aus Schweden. Cronqvist und Thaler (2004) werteten die Einführung der Prämienrente im Jahr 2000 aus, bei der die Sparer zur aktiven Fondswahl ermutigt wurden, und leiten Gestaltungsregeln ab, vor allem dazu, wie wichtig ein gut gemachter Default-Fonds ist. Wie lange solche Voreinstellungen wirken, zeigen Cronqvist u. a. (2018) mit allen Wahl- und Umschichtungsentscheidungen von 7,3 Millionen Sparern von 2000 bis 2016: Die Wirkung hielt fast zwei Jahrzehnte an. Ähnlich in den USA: Nach Madrian und Shea (2001) erhöht die automatische Anmeldung die Teilnahme an Betriebsrentenplänen deutlich, und viele behalten Standard-Sparrate und Standardfonds bei.

Für Deutschland hat der Sachverständigenrat die Frühstart-Rente vor dem Gesetz untersucht (Malmendier u. a. 2025): Er empfiehlt, alle Kinder automatisch zu erfassen, einen staatlichen Standardfonds mit Opt-out, eine Fondsauswahl vor allem nach Kosten und Qualität und eine Kostenobergrenze. Eine Grenze von 1 % wäre laut den Autorinnen für die meisten passiven Fonds und ETFs nicht bindend, weil deren Kosten in der EU im Durchschnitt unter 0,5 % liegen. Dass Kosten über Jahrzehnte den größten Unterschied machen, zeigt auch das Rechenbeispiel oben.

Chancen und Kritik

  • Chance Kapitalmarktkultur: Jedes Kind bekommt früh ein eigenes Depot; Studien zu Voreinstellungen sprechen dafür, dass viele es behalten.
  • Kleine Beträge: 1.440 € Staatsgeld sind wenig; ohne eigene Einzahlungen bleibt die Frühstart-Rente ein Zuschuss, keine Altersvorsorge.
  • Kostendeckel hoch: 1,0 % liegt deutlich über den Kosten breiter ETFs; im Beispiel kostet der Unterschied zu 0,2 % rund ein Drittel des Endbetrags.
  • Anbieterauswahl: Wer nicht wählt, landet erst ab 2028 im Sondervermögen; wie gut die Standardangebote der Anbieter sind, entscheidet viel.
  • Verteilung: Alle Kinder bekommen denselben Betrag; die Zuzahlung bis 6.840 € im Jahr nutzen nach unserer Einschätzung vor allem Familien, die Geld übrig haben.
  • Sequenzrisiko und Zugriff: Das Geld ist bis 65 gebunden und am Ende den Schwankungen des Aktienmarkts ausgesetzt.
  • Generationenkapital: Ein kreditfinanzierter Staatsfonds lohnt nur, wenn die Rendite dauerhaft über den Zinskosten liegt. Das war der Kern der Kritik an den Plänen von 2024.

So rechnet Portfolio Lab

Eine Förderlogik mit Zulagen, Kostendeckel oder nachgelagerter Besteuerung bildet Portfolio Lab nicht ab; das Steuermodul rechnet mit der Abgeltungsteuer eines normalen Depots. Den Sparplan selbst kannst du aber durchspielen:

  • Backtest: Sparrate von 10 € monatlich, quartalsweise oder jährlich über einen historischen Zeitraum, dazu laufende Zusatzkosten pro Jahr zusätzlich zur TER (etwa 0,8 %, um ein Depot am Kostendeckel nachzubilden).
  • Monte Carlo: 2.000 mögliche Zukunftspfade bis zu 60 Jahre mit einer festen monatlichen Sparrate; zeigt die Spanne der Endwerte statt nur einer Zahl.
  • Finanzziele: Sparrate mit Zeitraum „Von“ und „Bis“ (etwa bis zum 18. Geburtstag) und ein Ziel im Jahr des 65. Geburtstags; als Rendite die Historie eines Portfolios oder eigene Annahmen für Rendite und Volatilität. Ein Gleitpfad zwischen zwei Portfolios bildet einen Lebenszyklus wie bei AP7 Såfa nach.

Mehr zur Rechnung in der Methodik Finanzziele; wie Einzahlungen über die Zeit wirken, erklären Zinseszins und Sparplan oder Einmalanlage, ein mögliches Depot für Jahrzehnte das Weltportfolio.

Häufige Fragen

Was ist die Frühstart-Rente?

Ein staatlicher Beitrag von 10 € im Monat für jedes Kind vom 6. bis zum 18. Geburtstag in ein kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot. Das sind insgesamt 1.440 €; ausgezahlt wird grundsätzlich nicht vor 65, die Erträge sind bis dahin steuerfrei.

Ab wann gibt es die Frühstart-Rente?

Der Bundestag hat sie am 16. Oktober 2026 beschlossen; das Gesetz soll am 1. Januar 2027 in Kraft treten. Die ersten Zahlungen fließen 2027, zuerst für die Geburtsjahrgänge 2020 (erstmals für das Jahr 2026) und 2021. Für Kinder ohne eigenen Vertrag legt ab 2028 ein Sondervermögen bei der Bundesbank das Geld an.

Wie viel wird aus 10 € im Monat?

Das hängt vor allem an Rendite und Kosten. Mit 5 % Rendite und 0,2 % Kosten werden aus 1.440 € bis 65 rund 17.317 €, mit 7 % rund 47.558 €, beides nominal. In heutiger Kaufkraft sind das bei 2 % Inflation etwa 5.383 € bzw. 14.785 €. Mit 1,0 % Kosten ist es jeweils rund ein Drittel weniger.

Was ist das Altersvorsorgedepot?

Der Nachfolger der Riester-Rente ab 2027: ein gefördertes Depot ohne Garantiepflicht, etwa mit Aktien-ETFs. Die Grundzulage beträgt 50 Cent je Euro bis 360 € und 25 Cent je Euro bis 1.800 € Eigenbeitrag, höchstens 540 € im Jahr; das Standarddepot darf höchstens 1,0 % kosten.

Was wurde aus dem Generationenkapital?

Der Gesetzentwurf von 2024 sah einen kreditfinanzierten Staatsfonds vor, der ab 2036 die Rentenbeiträge stabilisieren sollte. Er wurde vor dem Ende der Wahlperiode nicht verabschiedet; die heutige Reform setzt stattdessen auf Altersvorsorgedepot und Frühstart-Rente.

Ist die Aktivrente eine Aktienrente?

Nein. Mit der Aktivrente können Beschäftigte nach Erreichen der Regelaltersgrenze seit 2026 bis zu 2.000 € im Monat steuerfrei hinzuverdienen. Mit Kapitaldeckung hat sie nichts zu tun.

Literatur

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  2. Bundesregierung (2024): Entwurf eines Gesetzes zur Stabilisierung des Rentenniveaus und zum Aufbau eines Generationenkapitals für die gesetzliche Rentenversicherung (Rentenniveaustabilisierungs- und Generationenkapitalgesetz), Drucksache 20/11898 vom 21.6.2024. Deutscher Bundestag, 20. Wahlperiode; abgerufen am 25.10.2026. Quelle
  3. Bundesregierung (2025): Gesetzliche Neuregelungen im Januar 2026 (Abschnitt Rente: Aktivrente). Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Stand 29.12.2025; abgerufen am 25.10.2026. Quelle
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  5. Bundesregierung (2026): Fragen und Antworten: Private Altersvorsorge reformiert. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Stand 1.6.2026; abgerufen am 25.10.2026. Quelle
  6. CPP Investments (2023): Investment strategy: Reference Portfolio and Total Portfolio Investment Framework (Webseite, Stand Geschäftsbericht 2023). Canada Pension Plan Investment Board; abgerufen am 25.10.2026. Quelle
  7. Cronqvist, Henrik; Thaler, Richard H. (2004): Design Choices in Privatized Social-Security Systems: Learning from the Swedish Experience. American Economic Review 94 (2), S. 424–428. doi:10.1257/0002828041301632
  8. Cronqvist, Henrik; Thaler, Richard H.; Yu, Frank (2018): When Nudges Are Forever: Inertia in the Swedish Premium Pension Plan. AEA Papers and Proceedings 108, S. 153–158. doi:10.1257/pandp.20181096
  9. Dahlquist, Magnus; Setty, Ofer; Vestman, Roine (2018): On the Asset Allocation of a Default Pension Fund. The Journal of Finance 73 (4), S. 1893–1936. doi:10.1111/jofi.12697
  10. Deutsche Rentenversicherung Bund (2026): Frühstart-Rente im Bundestag beschlossen (Meldung vom 19.10.2026). Deutsche Rentenversicherung; abgerufen am 26.10.2026. Quelle
  11. Deutscher Bundestag (2026): Bundestag beschließt das Altersvorsorgedepot (Textarchiv, Sitzung vom 27.3.2026; Drucksachen 21/4088, 21/4996). Deutscher Bundestag; abgerufen am 25.10.2026. Quelle
  12. Deutscher Bundestag (2026): Bundestag beschließt die Frühstartrente (Textarchiv, Sitzung vom 16.10.2026; Drucksachen 21/7864, 21/8296). Deutscher Bundestag; abgerufen am 25.10.2026. Quelle
  13. Finanzausschuss des Deutschen Bundestages (2026): Beschlussempfehlung und Bericht zum Entwurf eines Gesetzes zur Einführung einer Frühstartrente, Drucksache 21/8606 vom 14.10.2026 (Vorabfassung). Deutscher Bundestag, 21. Wahlperiode; abgerufen am 25.10.2026. Quelle
  14. KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (2026): Altersvorsorgereformgesetz im BGBl. veröffentlicht (Regulatory Update vom 9.6.2026). KPMG Klardenker Financial Services Hub; abgerufen am 25.10.2026. Quelle
  15. Madrian, Brigitte C.; Shea, Dennis F. (2001): The Power of Suggestion: Inertia in 401(k) Participation and Savings Behavior. The Quarterly Journal of Economics 116 (4), S. 1149–1187. doi:10.1162/003355301753265543
  16. Malmendier, Ulrike; Schaffranka, Claudia; Schwarz, Milena (2025): Generation Frühstart-Rente. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Arbeitspapier 02/2025, Oktober 2025. Quelle
  17. Norges Bank Investment Management (2024): About the fund (Government Pension Fund Global). Norges Bank Investment Management, Stand 10.9.2024; abgerufen am 25.10.2026. Quelle
  18. Pensionsmyndigheten (2025): The Swedish pension system. Schwedische Pensionsbehörde, aktualisiert am 24.10.2025; abgerufen am 25.10.2026. Quelle
  19. Samuelson, Paul A. (1958): An Exact Consumption-Loan Model of Interest with or without the Social Contrivance of Money. Journal of Political Economy 66 (6), S. 467–482. doi:10.1086/258100
  20. Sinn, Hans-Werner (2000): Why a Funded Pension System is Needed and Why It is Not Needed. International Tax and Public Finance 7 (4–5), S. 389–410. doi:10.1023/A:1008760717038
  21. Sjunde AP-fonden (2026): AP7 Såfa. Sjunde AP-fonden (AP7); abgerufen am 25.10.2026. Quelle

Gesamtes Literaturverzeichnis

Dieser Artikel erklärt eine Methode; er ist keine Anlage- oder Steuerberatung. Zahlenbeispiele sind vereinfacht und gerundet. Alle Begriffe im Glossar.