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Volatilitäts-Dashboard: Methodik

Fortgeschritten13 Min. Lesezeit · aktualisiert am 24. Oktober 2026 · 5 Quellen

Das Volatilitäts-Dashboard beantwortet eine Frage: Wie nervös ist der Markt gerade, und wie ungewöhnlich ist das? Es zeigt den VIX für Laufzeiten von 9 Tagen bis 1 Jahr, die Kurve der VIX-Futures, Contango und Roll-Rendite, die Volatilität des VIX, den SKEW, die Volatilitätsprämie und die Korrelation zum Aktienmarkt. Dazu kommen Signale aus der Futures-Kurve wie VX30 und Traders-VRP und ein eigenes Volatilitäts-Barometer von 0 bis 100. Diese Methodik erklärt jede Kennzahl so, wie der Code sie berechnet, und wie der Perzentil-Rang sie einordnet.

Indizes und Laufzeitstruktur der Volatilität

Der VIX misst die Schwankung, die Optionen auf den S&P 500 für die nächsten 30 Tage einpreisen, annualisiert in Prozentpunkten. Ein VIX von 20 heißt: Der Markt erwartet eine Schwankung von etwa 20 % aufs Jahr gerechnet. Whaley (2000) nannte ihn das „Angstbarometer“, weil er steigt, wenn Aktien fallen. Die Grundlagen stehen im Artikel VIX.

Neben dem VIX lädt das Dashboard die Tagesschlusskurse derselben Rechnung für andere Laufzeiten sowie zwei Zusatzindizes:

IndexLaufzeitBedeutung
VIX 9 Tage9 Tagereagiert schneller auf Ereignisse
VIX30 TageReferenzwert
VIX 3 Monate93 Tagemittelfristige Erwartung
VIX 6 Monate186 Tagemittelfristige Erwartung
VIX 1 Jahr365 Tagelangfristige Erwartung
VVIX–Volatilität des VIX selbst
SKEW–Preis der Absicherung gegen starke Kursstürze; über 140 gilt als hoch

Trägt man die fünf Laufzeiten gegen die Tage auf, entsteht die Laufzeitstruktur der Volatilität (Term Structure). Die Seite zeigt sie für heute, vor einer Woche und vor einem Monat (jeweils der letzte Wert bis 7 bzw. 30 Kalendertage vorher). Als Kennzahl dient das Verhältnis von VIX zu VIX 3 Monate: Unter 1 steigt die Kurve (Contango, der ruhige Normalfall). Über 1 ist die kurzfristige Angst höher als die mittelfristige (Backwardation, typisch für Stress).

VIX-Futures-Kurve

Den VIX selbst kann man nicht kaufen, wohl aber Futures darauf. Das Dashboard lädt die Abrechnungspreise aller laufenden Monatskontrakte des letzten Handelstags (es sucht bis zu sieben Tage zurück) und zeigt sie nach Tagen bis zum Verfall, zusammen mit den Kurven von vor einer Woche und vor einem Monat. Ein Kontrakt verfällt am Mittwoch 30 Tage vor dem dritten Freitag des Folgemonats; fällt der Tag auf einen Feiertag, versucht der Code die Vortage.

Für die Historie von Contango und Roll-Rendite lädt der Code die Kursreihen der Kontrakte der letzten drei Jahre und bildet daraus je Handelstag den ersten (M1) und zweiten (M2) Kontrakt. In der letzten Woche vor dem Verfall (bei höchstens sechs Tagen Restlaufzeit) gilt schon der nächste Kontrakt als M1, weil Anleger und Produkte dann bereits rollen.

Contango = M2 / M1 − 1
M1, M2
Abrechnungspreis des ersten und zweiten Monatskontrakts mit mehr als sechs Tagen Restlaufzeit

Roll-Rendite

Steht der Future über dem VIX, verliert eine Long-Position Wert, wenn der VIX gleich bleibt: Bis zum Verfall muss der Future auf den VIX zulaufen. Die Roll-Rendite schätzt diesen Effekt pro Monat unter der Annahme, dass sich der erste Future linear dem heutigen VIX nähert:

Roll-Rendite pro Monat = (VIX − M1) / M1 · 30 / Tage bis Verfall von M1
Tage bis Verfall
Kalendertage bis zum Verfall des ersten Kontrakts, mindestens 1

Das erklärt, warum börsengehandelte Produkte auf VIX-Futures langfristig so viel Wert verloren haben: Whaley (2013) zeigt, dass diese Produkte vor allem durch Contango und Rollverluste über die Jahre hohe Verluste brachten. Die Kennzahl ist eine Momentaufnahme; ändert sich der VIX, ändert sich auch das Ergebnis.

Realisierte Volatilität und Volatilitätsprämie

Die realisierte Volatilität ist die tatsächliche Schwankung des S&P 500: die Standardabweichung der täglichen Log-Renditen über 21 Handelstage, mit √252 annualisiert und in Prozentpunkten angegeben, also auf derselben Skala wie der VIX.

RV = Standardabweichung(ln(P_t / P_t−1), letzte 21 Handelstage) · √252 · 100; VRP = VIX − RV
P_t
Schlusskurs des S&P 500
VRP
Volatilitätsprämie in Volatilitätspunkten

Implizite Volatilität liegt im Mittel über der später eingetretenen: Wer Optionen verkauft, wird für das Risiko plötzlicher Ausschläge bezahlt. Carr und Wu (2009) messen diese Varianzrisikoprämie, Bollerslev u. a. (2009) zeigen, dass sie künftige Aktienrenditen mit vorhersagt. Das Dashboard vergleicht den VIX allerdings mit der Schwankung der vergangenen 21 Tage, nicht der künftigen. Es zeigt also, ob Optionen mehr einpreisen, als zuletzt eintrat. In akuten Krisen ist der Wert oft negativ, weil die realisierte Schwankung der Erwartung davonläuft.

Futures-Signale: VX30, Roll-Rendite, Steigung und Traders-VRP

Aus der Futures-Historie der letzten drei Jahre leitet das Dashboard weitere Kennzahlen ab. Die Historie enthält je Handelstag die Monatskontrakte M1 bis M7 mit ihren Tagen bis zum Verfall. Für den letzten Tag setzt der Code die heutige Kurve ein, weil sie oft einen Tag weiter ist als die Kursreihen der einzelnen Kontrakte.

VX30: VIX-Future mit konstanter Restlaufzeit

M1 und M2 haben je nach Tag zwischen einer Woche und rund zwei Monaten Restlaufzeit, und ihre Preise springen beim Wechsel des Kontrakts. VX30 gewichtet die beiden linear nach den Tagen bis zum Verfall so, dass ein Future mit konstant 30 Tagen Restlaufzeit entsteht, also auf derselben Laufzeit wie der VIX.

VX30 = w × M1 + (1 − w) × M2; w = (T2 − 30) / (T2 − T1), begrenzt auf 0 bis 1
T1, T2
Kalendertage bis zum Verfall von M1 und M2
w
Gewicht von M1; hat M1 noch mehr als 30 Tage, ist w = 1 und VX30 = M1

Die Roll-Rendite VX30 : VIX vergleicht diesen Future direkt mit dem VIX. Positiv heißt Contango: Wer VIX-Futures kauft und rollt, zahlt den Aufschlag laufend, Verkäufer verdienen ihn, solange der VIX nicht springt. Simon und Campasano (2014) finden in ihrer Stichprobe, dass der Abstand der Futures zum VIX die spätere Veränderung des VIX kaum vorhersagt, wohl aber die späteren Renditen der Futures. Die Steigung M4–M7 vergleicht den siebten mit dem vierten Kontrakt und beschreibt den mittelfristigen Teil der Kurve, auf den sich mittelfristige VIX-Produkte beziehen.

Roll-Rendite VX30 : VIX = VX30 / VIX − 1; Steigung M4–M7 = M7 / M4 − 1
M4, M7
Abrechnungspreis des vierten und siebten Monatskontrakts

Traders-VRP und VRP kurz

Die Volatilitätsprämie oben vergleicht den VIX mit 21 Handelstagen. Schneller reagiert die Traders-VRP: VX30 minus die realisierte Volatilität der letzten 5 Handelstage (HV5, Standardabweichung der täglichen Log-Renditen des S&P 500 × √252), geglättet mit einem gewichteten 5-Tage-Durchschnitt, in dem der jüngste Tag fünffach und der älteste einfach zählt. Positiv heißt: Die Futures preisen mehr Schwankung ein, als gerade eintritt. Das ist die ruhige Normallage. Negativ heißt: Der Markt schwankt stärker als eingepreist. Weil die Futures-Historie nur drei Jahre umfasst, rechnet das Dashboard dasselbe als VRP kurz mit dem VIX statt VX30, dafür mit langer Historie.

Traders-VRP_t = (5 × x_t + 4 × x_t−1 + 3 × x_t−2 + 2 × x_t−3 + 1 × x_t−4) / 15; x = VX30 − HV5
HV5
realisierte Volatilität des S&P 500 über 5 Handelstage, annualisiert, in Punkten
VRP kurz
dieselbe Rechnung mit x = VIX − HV5

Zwei weitere Kacheln gehören zum Barometer unten: die Kurzfrist-Struktur VIX 9 Tage / VIX (über 1 erwartet der Markt die Unruhe in den nächsten Tagen) und der Abstand des S&P 500 zu seinem 52-Wochen-Hoch, gemessen am höchsten Schlusskurs der letzten 252 Handelstage.

Korrelation VIX und Aktienmarkt

Die Korrelation misst über 63 Handelstage, wie eng die tägliche Veränderung des VIX (in Punkten) mit der täglichen Log-Rendite des S&P 500 zusammenhängt. Gezählt werden nur Tage, an denen beide Werte vorliegen; Feiertage beider Kalender weichen ab. Meist ist der Wert deutlich negativ: Fällt der Markt, steigt der VIX. Wird die Korrelation schwächer oder sogar positiv, steigen Aktien und VIX öfter gemeinsam, etwa wenn Anleger trotz steigender Kurse Optionen nachfragen.

Perzentil-Rang und Einordnung

Jede Kennzahl erscheint als Kachel mit dem aktuellen Wert, der Veränderung zum Vortag und zur Vorwoche (fünf Handelstage) und dem Perzentil-Rang: dem Anteil der Tage im gewählten Zeitraum, an denen der Wert höchstens so hoch war wie heute. Der heutige Tag zählt mit. Zeiträume sind 1 Jahr (252 Handelstage), 3 Jahre (756), 5 Jahre (1.260, Voreinstellung) und die gesamte Historie.

Perzentil-Rang = Anzahl Tage mit Wert ≤ Wert_heute / Anzahl Tage im Zeitraum
Zeitraum
die letzten 252, 756 oder 1.260 Handelstage mit Wert, oder alle

Unter 20 % gilt ein Wert als niedrig, über 80 % als hoch, dazwischen als normal; genau 20 % und 80 % zählen noch als normal. Der Rang hängt stark vom Zeitraum ab: Nach einem ruhigen Jahr wirkt ein VIX von 20 hoch, im Vergleich mit der gesamten Historie samt Finanzkrise eher normal. Diagramme mit mehr als 1.600 Punkten zeigt die Seite wöchentlich (Freitagswerte), sonst täglich.

Volatilitäts-Barometer

Das Volatilitäts-Barometer fasst die Lage in einer Zahl von 0 bis 100 zusammen: 0 heißt so ruhig wie selten, 100 so unruhig wie selten. Es ist eine eigene, offen dokumentierte Methode nach dem Vorbild käuflicher Volatilitäts-Barometer, nicht deren Formel. Es besteht aus sieben Bausteinen, jeder so ausgerichtet, dass ein höherer Wert mehr Unruhe bedeutet:

BausteinRohwertUnruhiger, wenn …
VIX-NiveauVIXder VIX höher ist
Term-StrukturVIX / VIX 3 Monatedas Verhältnis steigt, über 1 Backwardation
Kurzfrist-StrukturVIX 9 Tage / VIXder 9-Tage-VIX über den 30-Tage-VIX steigt
VRP kurz, umgekehrtVIX − HV5, gewichteter 5-Tage-Durchschnittder Wert kleiner ist, vor allem unter null
Realisierte VolatilitätSchwankung des S&P 500 über 21 Handelstagesie höher ist
VVIXVolatilität des VIXer höher ist
Rückgang vom 52-Wochen-HochS&P 500 / höchster Schlusskurs der letzten 252 Handelstage − 1der Rückgang tiefer ist

Jeder Baustein wird an jedem Tag in Punkte übersetzt: seinen Perzentil-Rang unter den Werten der letzten drei Jahre bis einschließlich dieses Tages, ohne spätere Werte. So hätte man das Barometer auch damals schon rechnen können. Einen Rang gibt es erst ab einem Jahr Historie, und ein Baustein zählt nur, wenn er mehr als 260 Werte hat. Das Barometer ist das Mittel der Punkte aller Bausteine, die an diesem Tag einen Wert haben, sobald es mindestens vier sind. Futures-Kennzahlen gehören wegen ihrer kurzen Historie nicht dazu.

Barometer_t = Mittel der Punkte; Punkte_i,t = 100 × Anteil der Tage in (t − 3 Jahre, t] mit Wert_i ≤ Wert_i,t
Wert_i
Rohwert des Bausteins i, bei VRP kurz und beim Rückgang mit umgekehrtem Vorzeichen
t
Handelstag

Die Zonen: unter 20 sehr ruhig, unter 40 ruhig, unter 60 normal, unter 80 erhöht, ab 80 Stress. Neben dem heutigen Wert zeigt die Seite die Werte vor einer Woche, einem Monat und einem Jahr (jeweils der letzte Wert bis 7, 30 bzw. 365 Kalendertage vorher), seit wann und seit wie vielen Handelstagen das Barometer in der heutigen Zone liegt, den Verlauf im gewählten Zeitraum (wahlweise mit allen Bausteinen) und wie oft es in der gesamten Historie in jedem Zehntel stand, von 0–10 bis 90–100 (der Wert 100 zählt zum obersten Zehntel).

Dazu kommt die Kreuzung von VIX / VIX 3 Monate: ob das Verhältnis heute bei oder über 1 liegt (Backwardation) oder darunter (Contango), und seit wie vielen Handelstagen, also seit der letzten Kreuzung von 1.

Was danach kam

Die Tabelle teilt alle Tage nach dem Barometer in Fünftel (0–20, 20–40, 40–60, 60–80, 80–100) und zeigt je Fünftel Mittel, Median und Anteil positiver Renditen des S&P 500 über 21, 63 und 252 Handelstage, gerechnet ab dem Schlusskurs desselben Tages und ohne Dividenden; dazu dieselben Werte über alle Tage. Weil sich die Zeiträume überlappen, nennt sie die Zahl der etwa unabhängigen Zeiträume mit. Die Statistik beschreibt die Vergangenheit, sie ist keine Prognose.

Daten und Aktualität

Die Indexhistorien kommen als Tagesschlusskurse vom Indexanbieter, ersatzweise aus allgemeinen Kursdaten (dort fehlt die Historie des VIX 1 Jahr); der S&P 500 kommt aus dem Kurs-Cache der App. Indizes werden drei Stunden zwischengespeichert, die heutige Futures-Kurve eine Stunde, Kurven vergangener Tage und abgelaufene Kontrakte dauerhaft, laufende Kontrakte sechs Stunden. Scheitert ein Abruf, zeigt die Seite den letzten gespeicherten Stand mit Hinweis. Nur wenn der VIX ganz fehlt, bricht sie mit einer Meldung ab.

Grenzen

  • Nur US-Markt: Alle Kennzahlen beziehen sich auf Optionen und Futures auf den S&P 500; für europäische Aktien sind sie ein Näherungswert.
  • Implizit gegen vergangen: Die Volatilitätsprämie vergleicht Erwartung mit der jüngsten Vergangenheit, nicht mit der späteren Schwankung.
  • Roll-Rendite als Annahme: Der lineare Weg des Futures zum VIX ist eine Vereinfachung; tatsächlich bewegt sich auch der VIX.
  • Perzentile sind relativ: Ein „hoher“ Wert sagt nur, dass er im gewählten Zeitraum selten war, nicht dass er fallen muss.
  • Keine Handelssignale: Das Dashboard beschreibt die Lage; ob und wie man darauf reagiert, beantwortet es nicht.
  • Eigenes Barometer: Die sieben Bausteine, das Rangfenster von drei Jahren und das einfache Mittel sind Setzungen; andere Setzungen ergäben andere Werte. Die Bausteine hängen eng zusammen und schlagen an Stresstagen meist gemeinsam aus.
  • Kurze Futures-Historie: VX30, Roll-Rendite VX30 : VIX, Steigung M4–M7 und Traders-VRP reichen nur drei Jahre zurück; ihre Perzentil-Ränge beziehen sich auf diese Zeit.

Häufige Fragen

Was bedeutet Contango beim VIX?

Die Futures für spätere Monate sind teurer als der VIX und die nahen Futures, die Kurve steigt. Das ist der Normalfall in ruhigen Märkten. Für Käufer von VIX-Futures bedeutet es laufende Rollverluste, weil der Future bis zum Verfall auf den niedrigeren VIX zuläuft.

Warum ist die Volatilitätsprämie manchmal negativ?

Weil das Dashboard den VIX mit der Schwankung der letzten 21 Tage vergleicht. In einem plötzlichen Kurssturz steigt die realisierte Schwankung oft schneller als der VIX. Dann ist die Differenz negativ, obwohl Optionen teuer sind.

Welcher Zeitraum ist für den Perzentil-Rang sinnvoll?

Voreingestellt sind 5 Jahre (1.260 Handelstage). Ein Jahr zeigt, was zuletzt normal war, die gesamte Historie ordnet in alle Krisen ein. Am aussagekräftigsten ist der Vergleich mehrerer Zeiträume.

Was zeigt das Verhältnis VIX zu VIX 3 Monate?

Ob die kurzfristige Angst über der mittelfristigen liegt. Werte unter 1 sind normal (Contango), Werte über 1 traten vor allem in Stressphasen auf (Backwardation).

Wann wechselt der erste Future?

Sobald er höchstens sechs Tage bis zum Verfall hat. Ab dann rechnet das Dashboard mit dem nächsten Kontrakt als M1, weil die meisten Anleger und Produkte vorher rollen.

Wie wird das Volatilitäts-Barometer berechnet?

Aus sieben Bausteinen wie VIX, Term-Struktur, realisierter Volatilität und Rückgang vom Hoch. Jeder bekommt an jedem Tag Punkte als Perzentil-Rang der letzten drei Jahre; das Barometer ist ihr Mittel. Ab 80 Punkten zeigt es Stress, unter 20 sehr ruhige Märkte.

Was ist VX30?

Ein rechnerischer VIX-Future mit immer 30 Tagen Restlaufzeit, gewichtet aus dem ersten und zweiten Monatskontrakt. Er passt zur Laufzeit des VIX und springt nicht beim Kontraktwechsel.

Was bedeutet eine negative Traders-VRP?

Der Markt schwankt in den letzten fünf Tagen stärker, als der VIX-Future mit 30 Tagen einpreist. Das kommt vor allem in akuten Stressphasen vor; meist ist der Wert positiv.

Literatur

  1. Bollerslev, Tim; Tauchen, George; Zhou, Hao (2009): Expected Stock Returns and Variance Risk Premia. Review of Financial Studies 22 (11), S. 4463–4492. doi:10.1093/rfs/hhp008
  2. Carr, Peter; Wu, Liuren (2009): Variance Risk Premiums. Review of Financial Studies 22 (3), S. 1311–1341. doi:10.1093/rfs/hhn038
  3. Simon, David P.; Campasano, Jim (2014): The VIX Futures Basis: Evidence and Trading Strategies. The Journal of Derivatives 21 (3), S. 54–69. doi:10.3905/jod.2014.21.3.054
  4. Whaley, Robert E. (2000): The Investor Fear Gauge. The Journal of Portfolio Management 26 (3), S. 12–17. doi:10.3905/jpm.2000.319728
  5. Whaley, Robert E. (2013): Trading Volatility: At What Cost?. The Journal of Portfolio Management 40 (1), S. 95–108. doi:10.3905/jpm.2013.40.1.095

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