Portfolio LabWissenAnmeldenKonto anlegen

Backtest-Methodik: Daten, Ablauf, Rebalancing und Kosten

Vertiefung12 Min. Lesezeit · aktualisiert am 24. Oktober 2026 · 6 Quellen

Diese Backtest-Methodik beschreibt Schritt für Schritt, was beim Klick auf „Backtest starten“ passiert: welche Kurse verwendet werden, in welcher Reihenfolge Rendite, Kosten, Zu- und Abflüsse und Rebalancing in jeder Periode verbucht werden und wie daraus die Kennzahlen entstehen. Sie folgt dem Code, der tatsächlich läuft.

Kursdaten und Zeitraum

Grundlage sind Kurse mit wiederangelegten Ausschüttungen (Total Return): Dividenden und Zinsen eines Fonds stecken im Kurs, als würden sie sofort wieder angelegt. Die Fondskosten (TER) sind in diesen Kursen bereits abgezogen. Kurse in anderen Währungen werden mit Tageswechselkursen in die eingestellte Basiswährung umgerechnet; Kurse in Untereinheiten wie Pence rechnet die App beim Abruf in die Hauptwährung um (geteilt durch 100).

  • Gemeinsamer Zeitraum: Ein Backtest beginnt erst, wenn alle Bestandteile Kurse haben. Die App nennt das Wertpapier mit der kürzesten Historie, das den Start begrenzt.
  • Proxy: Ist für ein Wertpapier ein Proxy hinterlegt, wird seine Reihe rückwärts mit den Renditen des Proxys verlängert; das Niveau schließt am ersten echten Kurs an.
  • Lücken: Fehlt an einem Handelstag ein Kurs (etwa wegen eines Feiertags an einer Börse), wird der letzte Kurs höchstens sieben Tage fortgeschrieben.
  • Frequenz: Gerechnet wird mit Monatsendkursen (letzter Kurs des Monats) oder mit Tageskursen, je nach Einstellung. Sind Anlageklassen mit Monatswerten im Raster, rechnet die App immer monatlich.
  • Datenprüfung: Auffällige Kursreihen (Sprünge, eingefrorene Kurse, Einheitenwechsel) werden gemeldet, aber nicht verändert. Einzige Ausnahme: einzelne Ausreißer-Tage, die sich am Folgetag umkehren, löscht die App beim Laden (siehe Datenprüfung).

Ablauf je Periode

Der Backtest startet mit dem Startkapital (Voreinstellung 10.000) zu den Zielgewichten am ersten Kurstag. Danach durchläuft er jede Periode (Tag oder Monat) in fester Reihenfolge:

  1. Jede Position wächst mit ihrer Kursrendite der Periode.
  2. Laufende Zusatzkosten werden zusätzlich zur TER abgezogen, etwa für eine Vermögensverwaltung.
  3. Ist ein Termin für Sparrate oder Entnahme, wird gekauft oder verkauft.
  4. Ist ein Rebalancing fällig, wird auf die Zielgewichte zurückgesetzt.
  5. Der Wert am Periodenende wird festgehalten.

Die ausgewiesenen Renditen sind zeitgewichtet: Zu- und Abflüsse werden herausgerechnet, alle Kosten bleiben drin. So hängt die Rendite nicht davon ab, wann wie viel Geld floss. Das ist dieselbe Logik, mit der Fonds ihre Wertentwicklung messen. Wie stark sich zeit- und geldgewichtete Renditen unterscheiden können, zeigt Dichev (2007) (siehe zeitgewichtete Rendite).

r_t = (V_t − CF_t) / V_(t−1) − 1
V_t
Depotwert am Ende der Periode t
CF_t
Zufluss (+) bzw. Entnahme (−) in der Periode
V_(t−1)
Wert am Ende der Vorperiode

Laufende Zusatzkosten p. a. werden je Periode so umgerechnet, dass nach einem Jahr genau der Jahressatz abgezogen ist: Faktor (1 − Kosten)^(1/n) mit n = 12 bei Monatsdaten und n = 252 bei Tagesdaten. Bei 0,2 % p. a. sind das 0,0167 % je Monat.

Rebalancing

Ohne Rebalancing driften die Gewichte mit den Kursen. Die App setzt sie zum Schlusskurs des letzten Kurstags einer Periode auf die Zielgewichte zurück. Voreinstellung ist quartalsweise.

EinstellungTermin
Monatlichletzter Kurstag jedes Monats
QuartalsweiseEnde März, Juni, September, Dezember
HalbjährlichEnde Juni und Dezember
JährlichEnde Dezember
Toleranzbandsobald ein Gewicht mehr als das Band (Voreinstellung ± 5 Prozentpunkte) vom Ziel abweicht
Kein Rebalancingnie (Kaufen und Halten)

Das Toleranzband wird bei Monatsdaten jedes Monatsende geprüft, bei Tageskursen jeden Tag. Rechnet die App wegen eines Ausführungstags intern mit Tageskursen, prüft sie das Band trotzdem nur zum Monatsende. Bei zeitabhängigen Gewichten (Tabelle, Gleitpfad, Wertschwelle, Datei) löst jeder Wechsel der Zielgewichte ein Rebalancing aus. Den Effekt des Umschichtens beschreiben Perold und Sharpe (1988); Bänder mit Kosten untersuchen Masters (2003). Mehr im Artikel Rebalancing.

Sparpläne und Entnahmen

  • Rhythmus: monatlich, quartalsweise oder jährlich, jeweils zum Periodenende (quartalsweise im März, Juni, September und Dezember, jährlich im Dezember).
  • Ausführungstag: Mit Handelskosten lässt sich ein Tag 1–28 wählen. Dann rechnet die App intern mit Tageskursen (erster Handelstag ab diesem Tag) und verdichtet das Ergebnis auf Monatsenden.
  • Fester Betrag: wächst optional mit einer Dynamik p. a. und/oder mit der Inflation (Preisindex relativ zum Start).
  • Entnahme in Prozent: Je Termin wird der Jahressatz anteilig vom aktuellen Wert entnommen, bei 4 % p. a. und monatlich also 4 % × 1/12 des Werts.
  • Verteilung: Sparraten nach Zielgewichten oder zuerst in untergewichtete Positionen (Rebalancing ohne Verkauf); Entnahmen anteilig oder zuerst aus übergewichteten Positionen.

Zeitabhängige Gewichte

Statt fester Zielgewichte kann jedes Portfolio einen Zeitplan haben. Jeder Wechsel der Zielgewichte löst ein Rebalancing aus:

  • Tabelle: Gewichte ab einem Datum, gültig bis zur nächsten Zeile. Umgeschichtet wird zum Schlusskurs des letzten Kurstags vor dem Datum (bei Monatsdaten zum Ende des Vormonats), sodass schon die Rendite ab dem Datum zählt.
  • Gleitpfad: linear von den eigenen Gewichten zu denen eines anderen Portfolios zwischen zwei Daten, in Monats-, Quartals- oder Jahresschritten, wie bei einem Zielfonds.
  • Wertschwelle: die eigenen Gewichte, bis der Depotwert eine Schwelle erreicht (oder auf sie fällt), dann einmal die Gewichte eines anderen Portfolios. Geprüft wird in jeder Periode nach Zu- und Abflüssen, umgeschichtet zum Schlusskurs derselben Periode; einen Rückweg gibt es nicht. Auf Wunsch wächst die Schwelle mit der Inflation (Kaufkraft zu Beginn).
  • Datei: Gewichte je Datum aus CSV oder Excel, etwa Signale eines eigenen Modells. Umgeschichtet wird zum Schlusskurs am Datum bzw. am nächsten Kurstag, ohne Vorwegnahme; bis zum ersten Datum gelten die Gewichte aus dem Raster.

Bei der Wertschwelle lässt sich wählen, wohin Sparraten nach dem Wechsel fließen: in die Gewichte des Zielportfolios (dann ist alles ein Topf) oder weiter in die eigenen. Im zweiten Fall führt die App zwei Töpfe in einem Depot: den umgeschichteten Bestand und die Sparraten seit dem Wechsel. Jeder Topf wird auf seine Gewichte rebalanciert, das Depot also auf die nach Wert gemischten Gewichte. Entnahmen, laufende Kosten und Handelskosten tragen beide Töpfe anteilig; Käufe und Verkäufe derselben Position werden verrechnet wie in einem echten Depot.

w_t = (A_t · w_Ziel + B_t · w_eigen) / (A_t + B_t)
A_t
Wert des umgeschichteten Topfs
B_t
Wert der Sparraten seit dem Wechsel
w_Ziel, w_eigen
Gewichte des Zielportfolios bzw. des Portfolios selbst

Weil der Zeitpunkt vom Verlauf abhängt, ermittelt ihn jeder Lauf selbst: Steuern und Handelskosten mindern den Depotwert und können den Wechsel nach hinten schieben. Die Hinweise im Ergebnis nennen Datum und Wert des Wechsels im angezeigten Lauf.

Handelskosten und laufende Kosten

Optional rechnet die App mit Kosten wie bei einem Broker. Gekauft wird zum Briefkurs, verkauft zum Geldkurs, jeweils eine halbe Geld-Brief-Spanne über bzw. unter dem Schlusskurs. Ordergebühren bestehen aus festem Betrag plus Prozentsatz, mindestens einer Mindestgebühr; Sparplanausführungen haben eine eigene Gebühr je Position. Umschichtungen bis zu einer Geldeinheit je Position werden nicht gehandelt. Zum Vergleich rechnet die App jeden Lauf ein zweites Mal ohne Handelskosten und zeigt den Endwert daneben.

Die Kostenvorlagen (Neobroker, Direktbank, Filialbank) sind Beispielwerte, keine Preise eines bestimmten Anbieters.

Benchmark und Auswertungen

Die Benchmark läuft mit denselben Zu- und Abflüssen, aber ohne Zusatzkosten. Aus den zeitgewichteten Renditen entstehen alle Kennzahlen. Wie sie definiert sind, steht in der Methodik der Kennzahlen. Dazu kommen:

  • Inflation: Ein Preisindex der gewählten Region (Voreinstellung Deutschland) wird zwischen Monatswerten log-linear interpoliert; reale Werte = nominale Werte geteilt durch das Preisniveau relativ zum Start.
  • Kalenderjahre, Monatstabelle, Trailing Returns (3 Monate bis 10 Jahre, ab einem Jahr annualisiert) und rollierende Renditen über 1, 3, 5, 7 und 10 Jahre.
  • Rendite-Dreieck: annualisierte Rendite für jedes Paar aus Start- und Endjahr, nur aus vollen Kalenderjahren.
  • Krisen: Rendite und Drawdown in neun festen Zeiträumen von der Ölkrise 1973/74 bis zur Zinswende 2022, sofern der Backtest sie abdeckt.
  • Steigende und fallende Märkte: Monate mit positiver bzw. nicht positiver Benchmark-Rendite, je mit Durchschnittsrendite und Trefferquote.
  • Beiträge: Gewinnbeitrag je Position aus den tatsächlichen Wertänderungen, Risikobeitrag aus Zielgewichten und Kovarianz (siehe Risikobeitrag).
  • Umschlag: Summe der Umschichtungen durch Rebalancing je Jahr Laufzeit, halbiert (Kauf und Verkauf zählen zusammen einmal).

Hebel je Wertpapier

Optional bekommt jedes Wertpapier mit Gewicht einen eigenen Hebel L, etwa um einen 2×- oder 3×-ETF auf einen Index nachzubilden. Vor dem eigentlichen Backtest rechnet die App aus den Kursen des Wertpapiers einen gehebelten Kurs mit demselben Startwert: In jeder Kursperiode gilt das L-Fache der Rendite, der Hebel wird also in jeder Periode neu hergestellt wie bei einem gehebelten ETF. Hebel 1 heißt ohne Hebel. Hintergründe zu Wertpapierkredit, Margin Calls und Hebel-ETFs stehen im Artikel Hebel im Portfolio.

EinstellungVoreinstellungerlaubt
Hebel je Wertpapier1 (ohne Hebel)0,1 bis 5
Aufschlag p. a. auf den Geldmarktzins1 %0 bis 10 %
Geldmarktzinsaus den Einstellungenfester Satz oder historische Geldmarktzinsen

Für jedes gehebelte Wertpapier und jede Periode vom vorigen bis zum aktuellen Kurstag gilt:

R_L = L × r + (1 − L) × g − max(L − 1, 0) × s
R_L
Rendite des gehebelten Kurses in der Periode
r
Rendite des Wertpapiers in der Basiswährung, mit wiederangelegten Ausschüttungen
g
Geldmarktertrag der Periode: fester Satz als (1 + Satz)^(Tage/365,25) − 1, historische Geldmarktzinsen als Ertrag über dieselben Kalendertage (vor Beginn der Zinsdaten der feste Satz)
s
Aufschlag der Periode: (1 + Aufschlag)^(Tage/365,25) − 1
Tage
Kalendertage seit dem vorigen Kurs, von Freitag bis Montag also drei

Über 1 wird der Teil L − 1 zum Geldmarktzins plus Aufschlag finanziert, ähnlich wie ein Hebel-ETF sein zusätzliches Engagement über Swaps bezahlt. Eine Untergrenze für den Zins gibt es nicht: Ein negativer Geldmarktzins senkt die Kosten. Unter 1 liegt der Rest 1 − L als Cash zum Geldmarktzins, ohne Aufschlag. Die Finanzierung steckt damit im Kurs und mindert seinen Wertzuwachs; eine eigene Zinszahlung oder Kreditzeile gibt es nicht.

Weil der Hebel in jeder Periode neu gilt, hängt das Ergebnis vom ganzen Kursverlauf ab, nicht nur von Start- und Endkurs. Über längere Zeit liefert ein gehebeltes Wertpapier deshalb nicht das L-Fache der Rendite: Schwankungen ohne Trend kosten Wert (der Volatility Drag), Trends bringen mehr als das L-Fache.

Avellaneda und Zhang (2010) leiten diese Pfadabhängigkeit exakt her: Neben der Indexrendite bestimmt die realisierte Varianz das Ergebnis. Wer mit einem solchen Fonds über längere Zeit ein festes Vielfaches des Index erreichen will, muss selbst nachsteuern; die Autoren folgern:

„leveraged ETFs as currently designed may be unsuitable for buy-and-hold investors“
Auf Deutsch: Gehebelte ETFs in ihrer heutigen Bauart könnten für Anleger, die kaufen und halten, ungeeignet sein.Avellaneda und Zhang (2010)

Totalverlust: Erreicht R_L in einer Periode −100 % oder weniger, ist das Wertpapier wertlos. Ohne Zinsen geschieht das ab einer Periodenrendite von −1/L: −50 % bei Hebel 2, −33,33 % bei Hebel 3, −20 % bei Hebel 5. Der Kurs fällt dann auf ein Billionstel des vorigen Kurses und bleibt dort stehen. Was ein Rebalancing oder eine Sparrate danach in das Wertpapier legt, behält seinen Wert, bringt aber keine Rendite mehr; die Ergebnisse nennen das Datum des Totalverlusts.

  • Alle Portfolios: Der gehebelte Kurs ersetzt den Kurs des Wertpapiers in jedem Portfolio, das es hält. Einzelwerte, Beiträge, Kennzahlen und Steuern rechnen mit diesem Kurs.
  • Benchmark: Sie läuft ohne Hebel, außer sie ist selbst ein gehebeltes Wertpapier eines Portfolios; dann läuft sie mit demselben gehebelten Kurs, und die App weist darauf hin.
  • Tageskurse: Gehebelt wird mit Tageskursen, bevor die App auf die Rechenfrequenz verdichtet, auch wenn sie mit Monatsendkursen rechnet. Nur mit Anlageklassen (Monatswerte) gilt der Hebel monatlich; dann fällt der Volatility Drag kleiner aus, und Totalverluste innerhalb eines Monats bleiben unsichtbar.
  • Basiswährung: Gehebelt wird die Rendite in der Basiswährung, der Wechselkurs also mit. Produkte, die in der Indexwährung hebeln, verhalten sich anders: Steigt ein Dollar-Index um 2 % und fällt der Dollar gegenüber dem Euro um 1 %, bringt ein in Dollar gehebelter Fonds mit Hebel 2 in Euro 1,04 × 0,99 − 1 = 2,96 %, die App 2 × 0,98 % = 1,96 %.
  • Steuern: Hebel und Steuern lassen sich kombinieren. Die Steuerrechnung behandelt den gehebelten Kurs nach der Steuerart des Wertpapiers, die du wie bei jedem Wertpapier wählst oder vorschlagen lässt. Ein Hebel-ETF ist steuerlich ein Fonds, ein Faktor-Zertifikat eine Schuldverschreibung; ob ein Hebel-ETF als Aktienfonds mit Teilfreistellung gilt, hängt davon ab, wie viel er laut Anlagebedingungen in Aktien anlegt.

Die Registerkarte Hebel zeigt je gehebeltem Wertpapier Kennzahlen ohne und mit Hebel auf demselben Zeitraum, berechnet in der Rechenfrequenz des Backtests. Im Bericht steht der Hebel je Wertpapier mit dem Aufschlag bei den Einstellungen.

SpalteBedeutung
Hebeleingestellter Faktor
CAGR, Vola, Max. Drawdownjeweils ohne → mit Hebel
Finanzierung Ø p.a.Finanzierung je Periode in Prozent des gehebelten Werts, summiert bis zum Ende oder zum Totalverlust und geteilt durch die Jahre des Zeitraums; negativ bei Hebel unter 1 (Zinsen auf Cash)
TotalverlustDatum oder „nein“

Grenzen des Hebels: Der Backtest sieht nur Schlusskurse. Bewegungen innerhalb des Tages und Regeln, mit denen echte Produkte große Tagesverluste abfangen, bildet er nicht ab. Laufende Kosten eines echten Hebel-ETFs und seine Abweichungen vom Index fehlen; wer sie berücksichtigen will, erhöht den Aufschlag (er wirkt nur auf L − 1) oder die Zusatzkosten des Portfolios. Der Aufschlag bleibt über den ganzen Zeitraum gleich, obwohl Finanzierung in Krisen knapper und teurer werden kann (Brunnermeier und Pedersen 2009). Einen Wertpapierkredit mit driftendem Hebel, Mindestmarge und Margin Call bildet der Backtest nicht ab.

Grenzen

Der Backtest handelt zum Schlusskurs desselben Tages, an dem das Rebalancing fällig ist. In der Praxis geht das erst danach. Er kennt keine Mindeststückzahlen und keine Ausführungsrisiken. Steuern rechnet er nur, wenn sie eingeschaltet sind (siehe Steuern). Ergebnisse gelten für die gewählten Wertpapiere: Wer heute bekannte Gewinner in die Vergangenheit legt, unterliegt dem Survivorship Bias, den Brown u. a. (1992) beschreiben. Und Vergangenheitswerte sind keine Prognose.

Häufige Fragen

Warum beginnt mein Backtest später als erwartet?

Weil alle Wertpapiere Kurse haben müssen. Die App nennt das Wertpapier mit der kürzesten Historie; ein Proxy kann es verlängern.

Sind Dividenden enthalten?

Ja. Die Kurse enthalten wiederangelegte Ausschüttungen; die TER ist bereits abgezogen.

Wann genau wird rebalanciert?

Zum Schlusskurs des letzten Kurstags der Periode, bei quartalsweisem Rebalancing also Ende März, Juni, September und Dezember.

Warum ändert eine Sparrate die Rendite nicht?

Die Renditen sind zeitgewichtet: Zu- und Abflüsse werden herausgerechnet, damit die Rendite die Anlage misst, nicht den Zeitpunkt der Einzahlungen.

Läuft die Benchmark mit Kosten?

Mit denselben Zu- und Abflüssen und Handelskosten, aber ohne die laufenden Zusatzkosten des Portfolios.

Wie rechnet der Backtest mit Hebel?

Je Wertpapier wie bei einem Hebel-ETF: In jeder Periode, mit Tageskursen also täglich, gilt Rendite = Hebel × Kursrendite − (Hebel − 1) × (Geldmarktzins + Aufschlag). Unter 1 liegt der Rest als Cash zum Geldmarktzins. Der gehebelte Kurs gilt in allen Portfolios, die das Wertpapier halten; die Benchmark bleibt ohne Hebel.

Lässt sich Hebel mit Steuern kombinieren?

Ja. Der gehebelte Kurs wird nach der Steuerart besteuert, die für das Wertpapier gilt und wie bei jedem anderen wählbar ist. Die Finanzierung steckt im Kurs und mindert den Gewinn; eine eigene Zinszahlung gibt es nicht.

Warum bringt Hebel 2 nicht die doppelte Rendite?

Weil der Hebel in jeder Periode neu gilt: Schwankungen ohne Trend kosten Wert (Volatility Drag), und der geliehene Teil kostet Zinsen. Die Registerkarte Hebel zeigt CAGR, Volatilität und Max. Drawdown ohne und mit Hebel nebeneinander.

Literatur

  1. Avellaneda, Marco; Zhang, Stanley (2010): Path-Dependence of Leveraged ETF Returns. SIAM Journal on Financial Mathematics 1 (1), S. 586–603. doi:10.1137/090760805
  2. Brown, Stephen J.; Goetzmann, William; Ibbotson, Roger G.; Ross, Stephen A. (1992): Survivorship Bias in Performance Studies. Review of Financial Studies 5 (4), S. 553–580. doi:10.1093/rfs/5.4.553
  3. Brunnermeier, Markus K.; Pedersen, Lasse Heje (2009): Market Liquidity and Funding Liquidity. Review of Financial Studies 22 (6), S. 2201–2238. doi:10.1093/rfs/hhn098
  4. Dichev, Ilia D (2007): What Are Stock Investors' Actual Historical Returns? Evidence from Dollar-Weighted Returns. American Economic Review 97 (1), S. 386–401. doi:10.1257/aer.97.1.386
  5. Masters, Seth J. (2003): Rebalancing. The Journal of Portfolio Management 29 (3), S. 52–57. doi:10.3905/jpm.2003.319883
  6. Perold, Andre F.; Sharpe, William F. (1988): Dynamic Strategies for Asset Allocation. Financial Analysts Journal 44 (1), S. 16–27. doi:10.2469/faj.v44.n1.16

Gesamtes Literaturverzeichnis

Diese Seite beschreibt, wie Portfolio Lab rechnet; Ergebnisse aus der Vergangenheit sind keine Prognose. Alle Begriffe im Glossar.