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Hebel im Portfolio: Rendite, Risiko, Kosten und Margin Calls

Vertiefung12 Min. Lesezeit · 13 Quellen

Hebel im Portfolio (englisch Leverage) heißt, mehr Geld anzulegen, als du selbst hast: mit einem Wertpapierkredit, mit gehebelten ETFs oder mit Derivaten. Hebel vervielfacht Gewinne und Verluste, kostet Zinsen und bremst das langfristige Wachstum, sobald die Schwankungen zu groß werden. Hier erfährst du, wie du Hebel berechnest, ab welchem Kursrückgang ein Margin Call droht und warum ein Kreditdepot anders reagiert als ein täglich angepasster Hebel-ETF.

Was Hebel bewirkt

Ein Depot mit Hebel hat zwei Seiten: Wertpapiere im Wert H, das Bruttoexposure, und ein Konto C, das bei Hebel negativ ist (der Kredit). Dein Eigenkapital ist E = H + C, der Hebelfaktor L = H / E. Mit L = 2 und 10.000 € Eigenkapital hältst du 20.000 € Wertpapiere, finanziert mit 10.000 € Kredit; mit L unter 1 liegt ein Teil als Cash daneben.

r_E = L × r − (L − 1) × r_K
r_E
Rendite auf dein Eigenkapital
r
Rendite der Wertpapiere
r_K
Kreditzins der Periode; bei L unter 1 der Zins auf das Cash
L
Hebelfaktor H / E zu Beginn der Periode

Rendite und Volatilität wachsen mit L, der Kreditzins wirkt wie eine Hürde: Der geliehene Teil lohnt erst, wenn die Wertpapiere mehr bringen, als der Kredit kostet. Die Sharpe Ratio bleibt gleich, solange du zum sicheren Zins leihst; jeder Aufschlag senkt sie. Verluste treffen dagegen voll: Im Kreditdepot mit L = 2 bedeutet ein Kursrückgang um 50 % den Totalverlust (siehe Maximum Drawdown).

Wachstum: Warum doppelter Hebel nicht doppelte Rendite bringt

Über viele Jahre zählt nicht die durchschnittliche Jahresrendite, sondern das Wachstum des Vermögens, die geometrische Rendite (siehe CAGR). Sie liegt ungefähr um die halbe Varianz unter dem arithmetischen Mittel. Das ist der Volatility Drag. Mit Hebel wächst die Varianz mit dem Quadrat von L. Wird der Hebel laufend auf L gehalten, gilt näherungsweise:

g(L) ≈ L × μ − (L − 1) × r_K − L² × σ² / 2
g
Wachstum pro Jahr (geometrische Rendite)
μ
arithmetische Rendite der Wertpapiere pro Jahr
σ
Volatilität der Wertpapiere pro Jahr
r_K
Kreditzins; bei L unter 1 Zins auf das Cash
Hebel LVolatilitätØ RenditeAbschlag L²σ²/2Wachstum g
0,58 %4,50 %0,32 %4,18 %
116 %7,00 %1,28 %5,72 %
1,524 %9,00 %2,88 %6,12 %
232 %11,00 %5,12 %5,88 %
348 %15,00 %11,52 %3,48 %

Annahmen: μ = 7 %, σ = 16 %, Kredit zu 3 %, Cash zu 2 %. Am größten ist das Wachstum bei L* = (μ − r_K) / σ² = 0,04 / 0,0256 ≈ 1,56 mit rund 6,1 %. Das sind gut 0,4 Prozentpunkte mehr als ohne Hebel, bei gut anderthalbfacher Schwankung. Beim doppelten L*, gut 3,1, fällt es auf den Kreditzins zurück. L* ist der Anteil nach dem Kelly-Kriterium; volles Kelly erkauft das höchste Wachstum mit sehr großen Zwischenverlusten (MacLean u. a. 2010).

Wachstum und Durchschnittsrendite je nach Hebel

Annahmen wie in der Tabelle. Die Durchschnittsrendite steigt mit dem Hebel immer weiter, das Wachstum nur bis L*; beim doppelten L* fällt es auf den Kreditzins.

Die Formel setzt einen konstant gehaltenen Hebel und Kurse ohne Sprünge voraus. Echte Märkte haben Fat Tails und Sprünge. Mit Hebel wiegen seltene große Verluste schwerer, als die Formel zeigt.

Kreditdepot oder gehebelter ETF: Wer setzt den Hebel zurück?

Beim Wertpapierkredit, auch Lombardkredit genannt, beleiht die Bank dein Depot: Du kaufst mit geliehenem Geld zusätzliche Wertpapiere, der Kredit bleibt in Euro gleich, nur die Zinsen kommen dazu. Steigen die Kurse, wächst das Eigenkapital schneller als der Bestand, und der Hebel sinkt. Fallen sie, steigt er. Ein gehebelter ETF setzt seinen Hebel dagegen jeden Handelstag auf den Zielwert zurück: Nach einem Gewinntag kauft er zu, nach einem Verlusttag verkauft er.

Die Tabelle zeigt beide Formen mit Hebel 2 über zwei Tage, ohne Zinsen und Kosten:

Verlauf des IndexIndexKreditdepot (Hebel driftet)Täglich zurückgesetzt
+10 %, dann −10 %−1,00 %−2,00 %−4,00 %
+10 %, dann +10 %+21,00 %+42,00 %+44,00 %
−10 %, dann −10 %−19,00 %−38,00 %−36,00 %

Das Kreditdepot liefert über den ganzen Zeitraum genau das Doppelte der Indexrendite, dafür wandert sein Hebel: nach dem ersten Tag auf 1,83 oder 2,25. Die tägliche Hebelanpassung hält den Hebel bei 2, macht das Ergebnis aber pfadabhängig: Sie gewinnt in Trends und verliert im Zickzack, genau wie eine CPPI mit Floor 0 und Multiplikator 2.

Laut Cheng und Madhavan (2009) steckt in der Rendite gehebelter und inverser ETFs eine pfadabhängige Option, die unter bestimmten Bedingungen Anlegern schadet, die kaufen und halten; das tägliche Nachhebeln kann zudem die Schwankung vor Börsenschluss verstärken. Avellaneda und Zhang (2010) leiten eine exakte Formel her und bestätigen sie an 56 gehebelten Fonds. Ohne Zinsen und Kosten lautet sie:

ETF_T / ETF_0 = (S_T / S_0)^L × exp(−L × (L − 1) / 2 × V_T)
S_T / S_0
Kursentwicklung des Index
L
Hebel des Fonds, etwa 2, 3 oder −1 bei inversen Fonds
V_T
realisierte Varianz bis T, ungefähr σ² × T

Im Jahr 2008 blieben laut Avellaneda und Zhang die meisten gehebelten ETFs hinter den entsprechenden statischen Strategien zurück. Wer mit einem Hebel-ETF über längere Zeit ein festes Vielfaches des Index erreichen will, muss selbst nachsteuern; in ihren Daten genügte etwa eine Anpassung pro Woche. Ähnlich täglich angepasst werden Faktor-Zertifikate.

Margin Call: Wann verkauft werden muss

Beim Wertpapierkredit setzt der Kreditgeber für jedes Wertpapier einen Beleihungswert fest, und im Depot muss eine Mindestmarge bleiben: Das Eigenkapital muss mindestens einen Anteil m des Wertpapierbestands ausmachen. FINRA-Regel 4210 (2026) schreibt US-Brokern für gekaufte Aktien auf Kredit mindestens 25 % des Marktwerts vor. Fällt das Eigenkapital darunter, folgt ein Margin Call, eine Nachschussforderung: Geld nachschießen oder Wertpapiere verkaufen, sonst verkauft der Kreditgeber selbst.

Kreditdepot mit Hebel 2: Der Kredit bleibt, das Eigenkapital schrumpft

10.000 € Eigenkapital und 10.000 € Kredit, Mindestmarge 25 %, ohne Zinsen und Umschichtung. Die Schwellen stehen in der Tabelle unten.

Ohne Umschichtung und Zinsen kommt der Margin Call, wenn die Kurse seit dem Kauf um mehr als d fallen:

d = 1 − (L − 1) / (L × (1 − m)); Totalverlust ab einem Rückgang um 1 / L
L
Hebel beim Kauf
m
Mindestmarge: Eigenkapital / Wertpapierbestand
Hebel LMargin Call ab (m = 25 %)Totalverlust ab
1,5−55,56 %−66,67 %
2−33,33 %−50,00 %
3−11,11 %−33,33 %

Mit m = 25 % liegt die Grenze bei L = 4: Dann löst jeder Kursrückgang sofort einen Margin Call aus. Wie teuer ein Zwangsverkauf ist, zeigt das Beispiel.

Ab welchem Kursrückgang Margin Call und Totalverlust drohen

Formel oben, ohne Umschichtung und Zinsen; die Werte für L = 1,5, 2 und 3 stehen in der Tabelle. Je höher der Hebel, desto kleiner der Rückgang bis zum Margin Call. Bei L = 4 löst ihn schon der kleinste aus.

Solche Verkäufe bewegen auch den Markt. Laut Brunnermeier und Pedersen (2009) stellen Händler Liquidität bereit, solange sie Finanzierung bekommen; ihre Margins hängen aber selbst von der Marktliquidität ab. Steigen die Margins, wird verkauft, und die Kurse fallen weiter. So entsteht eine Liquiditätsspirale:

„margins are destabilizing and market liquidity and funding liquidity are mutually reinforcing“
Auf Deutsch: Margins wirken destabilisierend, und Marktliquidität und Finanzierungsliquidität verstärken sich gegenseitig.Brunnermeier und Pedersen (2009)

Geanakoplos (2010) nennt das Muster den Hebelzyklus: Ohne Eingriffe wird der Hebel im Boom zu hoch und in der Krise zu niedrig, die Preise ebenso. Schlechte Nachrichten erhöhen die Unsicherheit, Kreditgeber verlangen mehr Sicherheiten, und die am stärksten Gehebelten müssen verkaufen (Deleveraging). Die Mindestmarge kann also genau dann steigen, wenn dein Depot ohnehin fällt.

Was die Forschung zeigt: Hebelaversion und Betting against Beta

Im CAPM kann jeder zum sicheren Zins leihen; wer mehr Rendite will, hebelt das Marktportfolio. Geht das nicht, wird die Wertpapiermarktlinie flacher (Black 1972). Frazzini und Pedersen (2014) bauen darauf ein Modell mit Hebel- und Margin-Grenzen: Weil eingeschränkte Anleger Anlagen mit hohem Beta kaufen, statt sichere zu hebeln, haben diese ein niedriges Alpha. Ihr Faktor Betting against Beta, der Anlagen mit niedrigem Beta gehebelt kauft und solche mit hohem Beta verkauft, brachte deutlich positive risikoadjustierte Renditen, aber wenig, wenn sich die Finanzierung verschärfte.

Asness u. a. (2012) übertragen die Hebelaversion auf Anlageklassen: Wenn viele nicht hebeln, müssen sichere Anlagen mehr Rendite je Risiko bieten, und wer hebeln kann, kann das nutzen. Risk Parity tut genau das: Es übergewichtet schwankungsarme Anlagen wie Anleihen und hebelt das Ganze auf ein höheres Risiko. Ob das aufgeht, hängt an der Finanzierung. Wird Kredit teurer oder knapper, schrumpft der Vorteil. Dieselbe Idee bei Aktien beschreibt der Artikel Low-Volatility-Anomalie.

Hebel im Lebenszyklus

Einen ungewöhnlichen Vorschlag machen Ayres und Nalebuff (2008): Junge Sparer haben wenig Kapital, aber Jahrzehnte Einkommen vor sich. Selbst mit 100 % Aktien tragen sie anfangs in Euro wenig Aktienrisiko und kurz vor der Rente sehr viel. Mit Hebel in jungen Jahren und vorsichtigeren Anlagen später verteilen sie es gleichmäßiger. Das nennt man Diversifikation über die Zeit. In ihrer Rechnung mit US-Aktiendaten ab 1871 lag das erwartete Vermögen bei Rentenbeginn um 90 % über dem von Lebenszyklusfonds und um 19 % über einer reinen Aktienanlage; als Buch erschien der Ansatz bei Ayres und Nalebuff (2010).

Theoretisch passt das zu Merton (1969): Die optimale Aktienquote hängt von Überrendite, Risiko und Risikoneigung ab und ist nicht auf 100 % begrenzt. Praktisch bleiben Einwände: Privatanleger leihen teurer als zum Geldmarktzins, ein früher Crash kann über Margin Calls zum Verkauf am Tiefpunkt zwingen, und die Daten stammen aus einem für Aktien sehr guten Markt. Ohne Hebel behandelt das Thema der Artikel Aktienquote nach Alter.

Kosten und Steuern

  • Kreditzins: Wertpapierkredite kosten meist einen Referenzzins plus Kreditaufschlag. Jeder Prozentpunkt mehr senkt das Ergebnis bei L = 2 um einen Prozentpunkt pro Jahr, denn er fällt auf (L − 1) × Eigenkapital an.
  • Gehebelte ETFs: Die Finanzierung steckt im Fonds, dazu kommen die laufenden Kosten und der Handel für die tägliche Anpassung. Cheng und Madhavan (2009) nennen hohe Transaktionskosten als zusätzliche Bremse für langfristige Anleger.
  • Futures und Optionen: Hebel ohne Kredit; bei Futures und verkauften Optionen mit Sicherheitsleistung und Nachschusspflicht. Die Finanzierung steckt im Preis des Futures (Cost of Carry).
  • Steuern in Deutschland: Kreditzinsen für Wertpapiere sind Werbungskosten bei den Kapitaleinkünften, und neben dem Sparer-Pauschbetrag ist der Abzug der tatsächlichen Werbungskosten ausgeschlossen (so § 20 Abs. 9 des EStG (2009)). Die Gewinne versteuerst du, die Zinsen zahlst du aus dem Netto.

Die Rechnung ist vereinfacht und keine Steuerberatung; mehr zur Teilfreistellung unter Abgeltungsteuer und Teilfreistellung.

Grenzen und typische Fehler

  • Hebel auf das falsche Risiko: Entscheidend ist die Volatilität des Ganzen. Hebel 1,5 auf ein Portfolio aus Aktien und Anleihen kann weniger schwanken als eine einzelne Aktie ohne Hebel.
  • Drift unterschätzt: Ohne Umschichtung steigt der Hebel im Kreditdepot nach Verlusten. Wer mit 1,5 beginnt, liegt nach einem Rückgang um 20 % schon bei 1,71.
  • Sprünge und Lücken: Kurse können über Nacht oder ein Wochenende springen. Die Schwelle für den Margin Call wird dann nicht berührt, sondern übersprungen, ähnlich wie das Gap-Risiko einer CPPI.
  • Backtests schmeicheln: Monatswerte zeigen keine Einbrüche innerhalb eines Monats, und historische Daten enthalten nur Krisen, die schon passiert sind. Wie sehr die Reihenfolge der Renditen zählt, zeigt das Sequenzrisiko.

Grundsätzlich gilt: Hebel ist kein Renditeversprechen, sondern ein Verstärker für Rendite, Risiko und Fehler gleichermaßen. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.

So rechnet Portfolio Lab

Im Backtest bekommt auf Wunsch jedes Wertpapier eines Portfolios einen eigenen Hebel zwischen 0,1 und 5. Die App behandelt es dann wie einen täglich angepassten Hebel-ETF: In jeder Periode (mit Tageskursen täglich, mit Anlageklassen monatlich) gilt das L-Fache der Rendite; der Teil L − 1 kostet den Geldmarktzins aus den Einstellungen plus einen Aufschlag (Voreinstellung 1 % p. a.), ohne Untergrenze für den Zins, und unter 1 liegt der Rest als Cash zum Geldmarktzins. Erreicht die Rendite einer Periode −100 % oder weniger, ist das Wertpapier wertlos. Der gehebelte Kurs gilt in allen Portfolios, die das Wertpapier halten, auch mit Steuern; die Benchmark bleibt ohne Hebel. Die Registerkarte Hebel vergleicht CAGR, Volatilität und Max. Drawdown ohne und mit Hebel. Ein Kreditdepot mit driftendem Hebel, Mindestmarge und Margin Call bildet der Backtest nicht ab. Dafür gelten die Rechnungen weiter oben. Formeln und Beispiele stehen in der Methodik des Backtests.

Häufige Fragen

Was bedeutet Hebel 2 im Depot?

Auf jeden Euro Eigenkapital kommen zwei Euro Wertpapiere, der zweite ist geliehen. Steigen die Wertpapiere um 10 %, steigt dein Eigenkapital um 20 % minus Zinsen; fallen sie um 10 %, verlierst du 20 % plus Zinsen.

Ab wann droht ein Margin Call?

Wenn das Eigenkapital unter die Mindestmarge fällt. Bei Hebel 2 und 25 % Mindestmarge ist das nach einem Kursrückgang um 33,33 % seit dem Kauf der Fall (ohne Zinsen), bei Hebel 3 schon nach 11,11 %.

Warum verlieren gehebelte ETFs, wenn der Index seitwärts läuft?

Weil sie den Hebel täglich zurücksetzen: Nach Gewinnen kaufen sie zu, nach Verlusten verkaufen sie. Ein 2-fach-ETF verliert so bei 20 % Volatilität und unverändertem Index rund 3,9 % im Jahr, vor Kosten.

Sind Zinsen für einen Wertpapierkredit steuerlich absetzbar?

Bei privaten Kapitalerträgen in Deutschland in aller Regel nicht: Neben dem Sparer-Pauschbetrag ist der Abzug tatsächlicher Werbungskosten ausgeschlossen (§ 20 Abs. 9 EStG). Ausnahmen betreffen Sonderfälle; im Zweifel hilft eine Steuerberatung.

Welcher Hebel ist optimal?

Rechnerisch der, der das Wachstum maximiert: L* = (μ − r_K) / σ², das Kelly-Kriterium. Ab dem doppelten L* wächst das Vermögen nicht schneller als der Kreditzins. Weil μ unsicher ist und Kurse springen, wählen viele nur einen Bruchteil davon.

Ist ein Kreditdepot besser als ein Hebel-ETF?

Keins ist generell besser. Das Kreditdepot liefert ohne Umschichtung genau ein Vielfaches der Indexrendite minus Zinsen, sein Hebel schwankt aber und kann einen Margin Call auslösen. Der ETF hält den Hebel konstant, ist aber pfadabhängig.

Kann ich einen Hebel-ETF im Backtest nachbilden?

Ja. Im Backtest bekommt jedes Wertpapier auf Wunsch einen Hebel zwischen 0,1 und 5; die App hebelt dann jede Tagesrendite und zieht für den geliehenen Teil Geldmarktzins plus Aufschlag ab. Volatility Drag und Totalverlust wirken wie bei einem echten Hebel-ETF, dessen laufende Kosten und Abweichungen vom Index fehlen aber.

Literatur

  1. Asness, Clifford S.; Frazzini, Andrea; Pedersen, Lasse H. (2012): Leverage Aversion and Risk Parity. Financial Analysts Journal 68 (1), S. 47–59. doi:10.2469/faj.v68.n1.1
  2. Avellaneda, Marco; Zhang, Stanley (2010): Path-Dependence of Leveraged ETF Returns. SIAM Journal on Financial Mathematics 1 (1), S. 586–603. doi:10.1137/090760805
  3. Ayres, Ian; Nalebuff, Barry (2008): Life-cycle Investing and Leverage: Buying Stock on Margin Can Reduce Retirement Risk. National Bureau of Economic Research, Working Paper 14094. doi:10.3386/w14094
  4. Ayres, Ian; Nalebuff, Barry (2010): Lifecycle Investing: A New, Safe, and Audacious Way to Improve the Performance of Your Retirement Portfolio. Basic Books.
  5. Black, Fischer (1972): Capital Market Equilibrium with Restricted Borrowing. The Journal of Business 45 (3). doi:10.1086/295472
  6. Brunnermeier, Markus K.; Pedersen, Lasse Heje (2009): Market Liquidity and Funding Liquidity. Review of Financial Studies 22 (6), S. 2201–2238. doi:10.1093/rfs/hhn098
  7. Cheng, Minder; Madhavan, Ananth (2009): The Dynamics of Leveraged and Inverse Exchange-Traded Funds. Journal of Investment Management 7 (4). Quelle
  8. Deutscher Bundestag (2009): Einkommensteuergesetz (EStG), § 20 (Kapitalvermögen) und § 32d (Abgeltungsteuer). Bundesgesetzblatt; Fassung auf gesetze-im-internet.de. Quelle
  9. Financial Industry Regulatory Authority (2026): FINRA Rule 4210: Margin Requirements. FINRA Rulebook, Fassung mit Änderungen bis Juni 2026. Quelle
  10. Frazzini, Andrea; Pedersen, Lasse Heje (2014): Betting against beta. Journal of Financial Economics 111 (1), S. 1–25. doi:10.1016/j.jfineco.2013.10.005
  11. Geanakoplos, John (2010): The Leverage Cycle. NBER Macroeconomics Annual 24 (1), S. 1–66. doi:10.1086/648285
  12. MacLean, Leonard C.; Thorp, Edward O.; Ziemba, William T. (2010): Long-term capital growth: the good and bad properties of the Kelly and fractional Kelly capital growth criteria. Quantitative Finance 10 (7), S. 681–687. doi:10.1080/14697688.2010.506108
  13. Merton, Robert C. (1969): Lifetime Portfolio Selection under Uncertainty: The Continuous-Time Case. The Review of Economics and Statistics 51 (3). doi:10.2307/1926560

Gesamtes Literaturverzeichnis

Dieser Artikel erklärt eine Methode; er ist keine Anlage- oder Steuerberatung. Zahlenbeispiele sind vereinfacht und gerundet. Alle Begriffe im Glossar.