MSCI World vs. ACWI vs. FTSE All-World: Aufbau, Konzentration und Kombinationen
MSCI World vs. ACWI vs. FTSE All-World: Hinter fast jedem Welt-ETF steckt einer dieser drei Indizes. Sie unterscheiden sich darin, welche Länder und wie viele Unternehmen sie enthalten, kaum aber darin, wie stark sie auf die USA und wenige große Technologiekonzerne setzen. Hier vergleichen wir Aufbau und Konzentration laut den aktuellen Factsheets, messen die Konzentration mit dem Herfindahl-Index, schauen auf Japan um 1989 und rechnen Kombinationen mit ihren Rebalancing-Folgen durch. Wie viel Aktien überhaupt ins Depot gehören und welcher Anteil Schwellenländer passt, steht im Artikel Weltportfolio.
Aufbau: Länder, Größensegmente, Zahl der Titel
Alle drei Indizes gewichten nach dem frei handelbaren Börsenwert (Streubesitz): Ein Unternehmen, das doppelt so viel wert ist, bekommt das doppelte Gewicht. Unterschiede entstehen bei der Frage, welche Länder als Industrie- oder Schwellenland gelten und wie tief ein Index in jedem Land nach unten greift. Die Standardindizes von MSCI decken je Land etwa 85 % des Streubesitzes ab, der erweiterte IMI rund 99 % (MSCI GIMI-Methodik 2024).
| Index | Länder | Größen | Titel | Stand |
|---|---|---|---|---|
| MSCI World | 23 Industrieländer | groß und mittel | 1.249 | 30.9.2026 |
| MSCI ACWI | 23 Industrie- und 24 Schwellenländer | groß und mittel | 2.414 | 30.9.2026 |
| MSCI ACWI IMI | wie ACWI | groß, mittel und klein | 8.036 | 30.9.2026 |
| FTSE All-World | Industrie- und Schwellenländer nach FTSE | groß und mittel | 4.254 | 27.2.2026 |
Quellen: Factsheets von MSCI (MSCI World Factsheet 2026; MSCI ACWI Factsheet 2026; MSCI ACWI IMI Factsheet 2026) und FTSE Russell (FTSE All-World Factsheet 2026). Ein neueres Factsheet des FTSE All-World war beim Abruf am 26.10.2026 nicht verfügbar.
Der MSCI World enthält nur Industrieländer. Der MSCI ACWI ergänzt die Schwellenländer, der MSCI ACWI IMI zusätzlich kleine Unternehmen. Der FTSE All-World entspricht in der Idee dem ACWI, hat aber fast doppelt so viele Titel: 1.983 aus Industrie- und 2.271 aus Schwellenländern, allein 1.248 aus China, die zusammen nur 3,17 % wiegen (FTSE All-World Factsheet 2026). Auch die Länderlisten unterscheiden sich: Südkorea und Polen zählen bei FTSE zu den Industrieländern, Griechenland seit dem 21. September 2026 (FTSE Russell Länderklassifizierung 2026). MSCI führt Südkorea weiter als Schwellenland und stuft Griechenland erst mit der Überprüfung im Mai 2027 hoch (MSCI Marktklassifizierung 2026). Überprüft werden die MSCI-Indizes vierteljährlich, der FTSE All-World halbjährlich im März und September mit kleineren Anpassungen im Juni und Dezember (FTSE Russell GEIS-Termine 2023).
Griechenland zählt bei FTSE seit dem 21. September 2026 zu den Industrieländern, bei MSCI erst ab der Überprüfung im Mai 2027 (FTSE Russell Länderklassifizierung 2026; MSCI Marktklassifizierung 2026).
Was drinsteckt: USA, Technologie und die zehn größten Titel
| Kennzahl | MSCI World | MSCI ACWI | MSCI ACWI IMI | FTSE All-World (27.2.2026) |
|---|---|---|---|---|
| USA | 72,94 % | 64,21 % | 62,99 % | 59,77 % |
| Japan | 5,91 % | 5,20 % | 5,83 % | 6,30 % |
| Informationstechnologie (bei FTSE: Technologie nach ICB) | 31,78 % | 33,21 % | 31,32 % | 29,47 % |
| Zehn größte Titel zusammen | 27,85 % | 25,40 % | 22,73 % | 22,12 % |
| Größter Titel (Nvidia) | 5,81 % | 5,11 % | 4,58 % | 4,21 % |
Drei Dinge fallen auf. Erstens senken die Schwellenländer den US-Anteil um knapp neun Prozentpunkte, an der Dominanz eines Landes ändert das wenig. Zweitens steigt der Anteil der Informationstechnologie mit den Schwellenländern sogar: Im ACWI kommt mit dem taiwanischen Chiphersteller TSMC ein weiterer Technologiekonzern unter die zehn größten Titel. Drittens verdünnen die kleinen Unternehmen im IMI die Spitze nur leicht: 5.622 zusätzliche Titel senken das Gewicht der zehn größten um knapp drei Prozentpunkte. Sektoren vergleichst du am besten innerhalb einer Indexfamilie: MSCI ordnet nach GICS, FTSE nach ICB, und die beiden Systeme grenzen Technologie, Kommunikation und Konsum unterschiedlich ab.
Zahlen aus den Factsheets (MSCI World Factsheet 2026; MSCI ACWI Factsheet 2026; MSCI ACWI IMI Factsheet 2026; MSCI World Equal Weighted Factsheet 2026). Die drei nach Börsenwert gewichteten Indizes liegen nah beieinander; erst die Gleichgewichtung derselben 1.249 Titel verändert das Bild deutlich (siehe Equal Weight).
Wie groß ist der Schwellenländer-Anteil im ACWI? Die Factsheets nennen ihn nicht, aber das Verhältnis der Gewichte gleicher Titel verrät ihn: Nvidia wiegt im ACWI 5,11 %, im World 5,81 %, das Verhältnis ist 0,88. Die Industrieländer machen also rund 88 % des ACWI aus, die Schwellenländer rund 12 %. Dasselbe ergibt das Verhältnis der US-Anteile. Beim FTSE All-World steht der Börsenwert der Teilindizes FTSE Developed und FTSE Emerging im Factsheet: Ende Februar 2026 entfielen 87,95 von 98,31 Billionen US-Dollar und damit 89,5 % auf Industrie- und 10,5 % auf Schwellenländer. Das sind weniger Schwellenländer als bei MSCI, unter anderem weil Südkorea bei FTSE als Industrieland zählt.
Konzentration messen: Herfindahl-Index und effektive Zahl der Titel
Die Zahl der Titel sagt wenig über die Streuung. Ein besseres Maß ist der Herfindahl-Hirschman-Index (HHI), die Summe der quadrierten Gewichte. Sein Kehrwert ist die effektive Anzahl: Wie viele gleich große Titel hätten dieselbe Konzentration? Die Grundlagen stehen im Artikel Look-through; hier wenden wir die Formel auf die Factsheets an.
HHI = Σᵢ wᵢ², N_eff = 1 / HHI
Untergrenze für den Rest: Σ_Rest wᵢ² ≥ W_Rest² / n_Rest ⇒ N_eff ≤ 1 / (Σ_Top10 wᵢ² + W_Rest² / n_Rest)- wᵢ
- Gewicht von Titel i als Anteil (5,81 % = 0,0581)
- W_Rest, n_Rest
- Gewicht und Zahl der Titel außerhalb der zehn größten
- Untergrenze
- Die Quadratsumme ist am kleinsten, wenn sich der Rest gleichmäßig verteilt
Die echte Zahl liegt unter diesen Obergrenzen, weil der Rest nicht gleich verteilt ist. Eine Auswertung von Positionslisten ergab für einen MSCI-World-ETF rund 86 (Look-through). FTSE Russell berechnet für den FTSE All-World einen Diversification Factor nach derselben Idee: Er fiel von rund 500 zu Beginn des vergangenen Jahrzehnts auf gut 100 im Herbst 2025 (Yoshimoto 2025). Für ein Depot heißt das: Ein Welt-ETF ist weiterhin breit gestreut, sein Risiko hängt aber spürbar an einer Handvoll Unternehmen und an einem Land. Dieses Klumpenrisiko solltest du kennen.
Klumpenrisiko in der Geschichte: Japan um 1989
Dass ein Land einen Weltindex dominiert, ist nicht neu. Im September 1987 machten die USA im globalen Index von FTSE 37 % aus und waren damit etwa so groß wie Japan (Yoshimoto 2025). Auf dem Höhepunkt der japanischen Blase Ende der 1980er-Jahre stand Japan für 45 % des Börsenwerts der 22 Länder, die Dimson u. a. (2013) auswerten; Ende 2012 waren es noch 8 %, die USA kamen auf 51 %. Heute wiegt Japan im MSCI World 5,91 % (MSCI World Factsheet 2026), und der Nikkei 225 brauchte bis 2024, um seinen Höchststand von 1989 wieder zu erreichen (siehe Home Bias).
Daraus folgt zweierlei. Die Gewichtung nach Börsenwert hält ein Land immer dann am stärksten, wenn es am teuersten ist. Konzentration ist eine Folge vergangener Kursgewinne. Sie sagt aber für sich genommen nicht voraus, dass ein Absturz folgt: Starke Kursanstiege ganzer Branchen erhöhen laut Greenwood, Shleifer und You (2019) die Wahrscheinlichkeit eines Crashs, sagen im Mittel aber keine schlechten Folgerenditen voraus. Wer die Abhängigkeit begrenzen will, trifft damit eine aktive Entscheidung, die sich lohnen kann oder nicht. Wie Blasen entstehen und woran man sie erkennt, beschreibt der Artikel Spekulationsblasen.
Kombinationen: World plus Schwellenländer und Regionen gleich gewichtet
Statt eines einzigen ETFs lassen sich Bausteine kombinieren. Vergleiche immer die Werte deiner Fonds und vor allem die Tracking Difference über mehrere Jahre, denn sie zeigt, was tatsächlich ankommt (siehe ETF-Grundlagen). Drei typische Lösungen mit Beispielzahlen für die laufenden Kosten (TER):
- Ein ETF auf ACWI oder All-World: Marktgewicht, kein Rebalancing zwischen Regionen, eine TER (im Beispiel 0,20 %).
- World plus Emerging Markets im Verhältnis 88 zu 12: bildet den ACWI ungefähr nach. Mit 0,20 % und 0,18 % TER kostet die Mischung 0,1976 %, kaum ein Unterschied. Die Gewichte driften aber auseinander, und alle paar Jahre verschiebt sich das Marktverhältnis selbst.
- Regionen gleich gewichtet, etwa je ein Drittel USA, übrige Industrieländer und Schwellenländer: viel weniger USA, dafür eine große Abweichung vom Weltmarkt und regelmäßiges Umschichten.
Wie groß ist die Abweichung? Im ACWI entfallen 64,21 % auf die USA, rund 23,82 % auf die übrigen Industrieländer und rund 11,97 % auf die Schwellenländer. Ein Maß für die Abweichung ist der Active Share, die halbe Summe der Gewichtsdifferenzen: ½ × (|33,33 − 64,21| + |33,33 − 23,82| + |33,33 − 11,97|) = 30,88 %. Fast ein Drittel des Depots liegt also anders als der Weltmarkt.
Praktisch heißt das: Wer kombiniert, sollte Regeln festlegen, bevor die Gewichte driften, etwa ein Toleranzband von fünf Prozentpunkten und neue Sparraten bevorzugt in die untergewichtete Region. Das senkt Steuern und Kosten. Mehr zu Bändern und Terminen im Artikel Rebalancing. Kombinationen von Welt-ETF und Beimischungen mit eigenem Risikobudget behandelt der Artikel Core-Satellite.
Für Fortgeschrittene: was die Kennzahlen verbergen
- Wertpapier oder Unternehmen: Alphabet steht mit zwei Aktiengattungen in den Factsheets (2,23 % und 1,76 % im World). Zählt man sie zusammen, steigt die Quadratsumme der Spitze von 103,44 auf 111,29, und die Obergrenze für die effektive Zahl fällt von 92,90 auf 86,59, fast genau der Wert aus den Positionslisten. Für die Konzentration zählen Unternehmen, nicht Börsenkürzel.
- Nebenwerte im IMI: Teilt man die drei größten Gewichte im IMI durch die im ACWI, ergibt sich (4,58 + 4,26 + 3,15) / (5,11 + 4,76 + 3,52) = 89,5 %. Die 5.622 kleinen Unternehmen machen also nur rund 10,5 % des IMI aus: viele Titel, wenig Gewicht.
- Konzentration ist nicht gleich Risiko: Der HHI zählt nur Gewichte. Zehn Titel aus derselben Branche, die stark miteinander korrelieren, streuen weniger, als die effektive Zahl vermuten lässt. Risikobasierte Maße wie der Risikobeitrag berücksichtigen Volatilitäten und Korrelationen.
- Länderzuordnung: Indizes ordnen ein Unternehmen nach Sitz und Börsennotiz einem Land zu. Ein US-Konzern verdient einen Teil seiner Umsätze im Ausland, ein europäischer Konzern in den USA. Der US-Anteil im Index ist deshalb ein Maß für das Kurs- und Bewertungsrisiko des US-Marktes, nicht für die Abhängigkeit von der US-Wirtschaft.
- Freefloat und Gewichtsgrenzen: Weil nur der Streubesitz zählt, wiegen Unternehmen mit großen Ankeraktionären weniger. Gewichtsgrenzen für einzelne Titel haben die Standardindizes nicht; gekappte Varianten (Capped) folgen eigenen Regeln.
Was die Forschung zeigt
Dass Indizes stark konzentriert sind, folgt aus der Verteilung der Aktienrenditen: Bessembinder (2018) zeigt, dass über die gesamte Lebensdauer gerechnet wenige Aktien den Großteil der Wertschöpfung am US-Markt erklären. Ein nach Börsenwert gewichteter Index hält diese wenigen Gewinner automatisch und immer stärker. Seine theoretische Begründung liefert Sharpe (1991): Vor Kosten erzielen alle Anleger zusammen die Marktrendite, also auch der Durchschnitt aller, die vom Marktgewicht abweichen; nach Kosten liegt dieser Durchschnitt darunter. Das Marktgewicht ist damit das einzige Portfolio, das alle gleichzeitig halten können, und das günstigste.
Kritiker bezweifeln, dass es auch das effizienteste ist. Arnott u. a. (2005) fanden, dass Indizes, die nach Umsatz, Buchwert oder Dividenden gewichten, im Test effizienter waren als Indizes nach Börsenwert, mit dem Argument, dass überbewertete Aktien im Marktgewicht automatisch zu schwer sind. Die Gegenseite verweist darauf, dass solche Gewichtungen auf Value und kleinere Unternehmen setzen und damit Faktorprämien einsammeln (siehe Fama-French-Faktoren). Langfristige Länderdaten wie bei Dimson u. a. (2013) zeigen vor allem, wie stark sich die Gewichte über Jahrzehnte verschieben: Kein Land blieb dauerhaft an der Spitze, und kein heutiger Anteil ist ein Naturgesetz.
Grenzen und typische Fehler
- Nur auf die Zahl der Titel schauen: 4.254 Titel im FTSE All-World klingen breiter als 2.414 im ACWI. Die Unterschiede liegen aber fast nur bei kleinen Gewichten; USA- und Top-10-Anteil sind ähnlich.
- Daten verschiedener Stichtage mischen: Factsheets erscheinen monatlich, Gewichte ändern sich laufend. Vergleiche gelten nur für denselben Stichtag. Hier liegt der FTSE-Wert sieben Monate vor den MSCI-Werten.
- Doppelt kaufen: Ein ACWI-ETF plus ein Schwellenländer-ETF zählt die Schwellenländer doppelt, ein World-ETF plus S&P 500 erhöht den US-Anteil weiter. Das Look-through zeigt solche Überschneidungen.
- Konzentration mit Prognose verwechseln: Ein hoher Anteil eines Landes oder Sektors ist ein Risiko, keine Vorhersage eines Absturzes.
- Eigene Gewichte ohne Regeln: Wer Regionen gleich gewichtet, braucht eine Rebalancing-Regel und muss Phasen aushalten, in denen das Marktgewicht deutlich besser läuft. Keine Anlageberatung.
So rechnet Portfolio Lab
Portfolio Lab enthält Vorlagen mit je einem ETF auf den FTSE All-World und den MSCI ACWI sowie Weltportfolios aus World und Schwellenländern. Im Look-through siehst du für bis zu drei Portfolios die Aufteilung nach Ländern, Regionen und Sektoren und die größten Einzeltitel über alle Fonds; dazu die Kennzahlen „Top 10“ und „effektive Anzahl“ (1 / Summe der quadrierten Anteile der durchleuchteten Titel). Gleiche Titel aus verschiedenen Fonds führt die App über ISIN und Namen zusammen. Unter Wertpapiere filterst du ETFs nach TER, Fondsvolumen, Replikation, Domizil und Ertragsverwendung. Im Backtest vergleichst du Ein-ETF-Lösung und Kombinationen mit Rebalancing nach Kalender oder Toleranzband, mit Handelskosten und deutschen Steuern; der Umschlag pro Jahr steht in den Ergebnissen. Wie die Länderzuordnung entsteht, beschreibt die Methodik des Look-through.
Häufige Fragen
MSCI World oder ACWI: Was ist besser?
Der MSCI World enthält nur 23 Industrieländer, der ACWI zusätzlich 24 Schwellenländer mit rund 12 % Gewicht. Der US-Anteil sinkt dadurch von 72,94 % auf 64,21 % (Stand 30.9.2026), der IT-Anteil nicht. Wer Schwellenländer nach Marktgewicht will, nimmt den ACWI; keiner der beiden ist grundsätzlich besser.
FTSE All-World vs. MSCI ACWI: Wo liegt der Unterschied?
Beide decken große und mittlere Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern ab. Der FTSE All-World hat mehr Titel (4.254 Ende Februar 2026) und zählt Südkorea zu den Industrieländern. USA-Anteil und Gewicht der zehn größten Titel sind ähnlich.
Wie hoch ist der USA-Anteil im MSCI World?
Ende September 2026 lag er bei 72,94 %, im MSCI ACWI bei 64,21 % und im MSCI ACWI IMI bei 62,99 %.
Wie konzentriert ist der MSCI World?
Die zehn größten Titel machen 27,85 % aus, Nvidia allein 5,81 %. Nach dem Herfindahl-Index streut der Index höchstens wie 93 gleich große Aktien, obwohl er 1.249 enthält.
Was ist der MSCI ACWI IMI?
Die um kleine Unternehmen erweiterte Version des ACWI mit 8.036 Titeln. Die zusätzlichen rund 5.600 Nebenwerte machen nur gut ein Zehntel des Gewichts aus.
Wie groß war Japan im Weltindex um 1989?
Auf dem Höhepunkt der Blase Ende der 1980er-Jahre stand Japan für rund 45 % des Börsenwerts der 22 Länder in der Datenbank von Dimson, Marsh und Staunton. Heute sind es im MSCI World 5,91 %.
Literatur
- Arnott, Robert D.; Hsu, Jason; Moore, Philip (2005): Fundamental Indexation. Financial Analysts Journal 61 (2), S. 83–99. doi:10.2469/faj.v61.n2.2718
- Bessembinder, Hendrik (2018): Do stocks outperform Treasury bills?. Journal of Financial Economics 129 (3), S. 440–457. doi:10.1016/j.jfineco.2018.06.004
- Dimson, Elroy; Marsh, Paul; Staunton, Mike (2013): Credit Suisse Global Investment Returns Yearbook 2013. Credit Suisse Research Institute, Zürich 2013 (Katalogeintrag der KIT-Bibliothek). Quelle
- FTSE Russell (2023): FTSE Global Equity Index Series: Index review reference data and dates 2023. LSEG/FTSE Russell, Januar 2023; abgerufen am 25.10.2026. Quelle
- FTSE Russell (2026): FTSE All-World Index, Factsheet, Stand 27. Februar 2026. LSEG/FTSE Russell; abgerufen am 26.10.2026. Quelle
- FTSE Russell (2026): FTSE Equity Country Classification – Annual Announcement (September 2026 Review). LSEG/FTSE Russell, 6.10.2026; abgerufen am 25.10.2026. Quelle
- Greenwood, Robin; Shleifer, Andrei; You, Yang (2019): Bubbles for Fama. Journal of Financial Economics 131 (1), S. 20–43. doi:10.1016/j.jfineco.2018.09.002
- MSCI Inc. (2024): MSCI Global Investable Market Indexes Methodology. MSCI, November 2024; abgerufen am 25.10.2026. Quelle
- MSCI Inc. (2026): MSCI World Index (GBP), Factsheet, Stand 30. September 2026. MSCI. Quelle
- MSCI Inc. (2026): MSCI ACWI Index (GBP), Factsheet, Stand 30. September 2026. MSCI. Quelle
- MSCI Inc. (2026): MSCI ACWI IMI Index (USD), Factsheet, Stand 30. September 2026. MSCI; abgerufen am 26.10.2026. Quelle
- MSCI Inc. (2026): MSCI Announces the Results of the MSCI 2026 Market Classification Review. MSCI, Mitteilung vom 23.6.2026; abgerufen am 25.10.2026. Quelle
- MSCI Inc. (2026): MSCI World Equal Weighted Index (USD), Factsheet, Stand 30. September 2026. MSCI; abgerufen am 26.10.2026. Quelle
- Sharpe, William F. (1991): The Arithmetic of Active Management. Financial Analysts Journal 47 (1), S. 7–9. doi:10.2469/faj.v47.n1.7
- Yoshimoto, Catherine (2025): Three ways to address global equity index concentration. LSEG/FTSE Russell Insights, 19.11.2025; abgerufen am 26.10.2026. Quelle
Dieser Artikel erklärt eine Methode; er ist keine Anlage- oder Steuerberatung. Zahlenbeispiele sind vereinfacht und gerundet. Alle Begriffe im Glossar.