Das ganze Vermögen: Gesamtvermögen aus Depot, Haus, Humankapital und Auto
Dein Depot ist nur ein Baustein deines Gesamtvermögens. Für viele Menschen ist der größte Wert ihre künftige Arbeitskraft, das Humankapital; dazu kommen die eigene Wohnung und die Rentenansprüche. Wer nur auf das Depot schaut, schätzt sein Risiko oft falsch ein: Im Beispiel unten wird aus 80 % Aktien im Depot im ganzen Vermögen eine Aktienquote zwischen 3 % und 33 %, je nach Beruf. Hier stellst du eine Vermögensbilanz auf, rechnest den Barwert deines Einkommens aus und siehst, was daraus für Aktienquote und Anlageauswahl folgt.
Die Idee: eine Bilanz für Menschen
Unternehmen stellen Vermögen und Schulden in einer Bilanz gegenüber. Für Haushalte lohnt dasselbe, nur mit einem erweiterten Blick: Auf der Aktivseite stehen nicht nur Konto, Depot, Wohnung und Auto, sondern auch Werte, die nirgends gehandelt werden, nämlich der Barwert künftiger Arbeitseinkommen und der erworbenen Rentenansprüche. Auf der Passivseite stehen Kredite. Diese Vermögensbilanz zeigt, welche Risiken du schon trägst, bevor du die erste Aktie kaufst.
Wie das Vermögen deutscher Haushalte aussieht, misst die Bundesbank in ihrer Studie Private Haushalte und ihre Finanzen. Laut Deutsche Bundesbank (2025) hatten Haushalte 2023 im Median ein Nettovermögen von 103.200 €, im Mittel von 324.800 €. 42 % wohnten in den eigenen vier Wänden, 18 % besaßen Aktien und 24 % Fondsanteile. Das Humankapital taucht in solchen Statistiken gar nicht auf, obwohl es bei Erwerbstätigen leicht der größte Posten ist, wie das Beispiel unten zeigt.
Humankapital: der Barwert deines Einkommens
Das Humankapital ist der heutige Wert aller Arbeitseinkommen, die du bis zur Rente noch erwartest. Man rechnet es wie den Barwert einer Anleihe mit steigenden Kupons: jedes künftige Nettoeinkommen abgezinst auf heute.
H = Σₜ E₁ × (1 + g)^(t − 1) / (1 + r)^t = E₁ × [1 − ((1 + g) / (1 + r))ⁿ] / (r − g)- E₁
- Nettoeinkommen im ersten Jahr
- g
- erwartetes Einkommenswachstum pro Jahr
- r
- Diskontsatz (umso höher, je unsicherer das Einkommen)
- n
- verbleibende Arbeitsjahre
Der Diskontsatz ist die eigentliche Aussage. Ein sicheres Einkommen, etwa im öffentlichen Dienst, zinst man nahe dem Zins sicherer Anleihen ab; das Humankapital ist dann groß und anleiheähnlich. Ein schwankendes Einkommen mit Boni, Provisionen oder Gewinnbeteiligung bekommt einen höheren Diskontsatz; es ist kleiner und aktienähnlich. Bei Unternehmern, Investmentbankern oder Beschäftigten zyklischer Branchen hängt es oft am selben Konjunkturzyklus wie der Aktienmarkt. Am engsten ist die Verbindung zum eigenen Arbeitgeber: Geht er in die Krise, fallen Aktie und Einkommen gleichzeitig.
Humankapital lässt sich nicht verkaufen und kaum beleihen, aber absichern: Eine Risikolebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung schützt den Barwert, wenn das Einkommen durch Tod oder Krankheit ausfällt. Chen u. a. (2006) und Ibbotson u. a. (2007) behandeln Asset-Allokation und Versicherungsbedarf deshalb als eine gemeinsame Entscheidung, die vom Humankapital ausgeht.
Die eigene Wohnung: Eigenkapital, Hebel und echte Kosten
Eine selbstgenutzte Immobilie steht mit ihrem Marktwert in der Bilanz, der Kredit auf der Passivseite; die Differenz ist dein Eigenkapital. Die Wohnung ist zugleich Anlage und Konsum: Ihr Ertrag ist vor allem die ersparte Miete. Drei Eigenschaften machen sie im Gesamtvermögen besonders:
- Klumpenrisiko: Ein einziges Objekt an einem Ort ist das Gegenteil von Diversifikation. Regionale Arbeitsmärkte, Zinsen und Baurecht treffen Wohnung und oft auch Arbeitsplatz zugleich.
- Hebel: Mit Kredit bewegt jeder Prozentpunkt Preisänderung das Eigenkapital um ein Vielfaches, wie bei Hebel im Portfolio.
- Illiquidität: Verkaufen dauert Monate und kostet Makler, Notar und Grunderwerbsteuer. In der Not lässt sich kein Zimmer verkaufen.
Ob Kaufen günstiger ist als Mieten, entscheiden die laufenden Kosten, nicht die Monatsrate. Die Tilgung ist kein Aufwand, sondern Sparen; Kosten sind Zinsen, Instandhaltung, Grundsteuer, nicht umlegbare Nebenkosten und die Opportunitätskosten des Eigenkapitals, das sonst im Depot arbeiten würde. Gewinne aus dem Verkauf einer Wohnung sind in Deutschland steuerfrei, wenn du sie zwischen Kauf und Verkauf ausschließlich oder im Verkaufsjahr und den beiden Jahren davor selbst bewohnt hast; sonst gilt eine Frist von zehn Jahren (EStG § 23 2009). Diesen Vorteil hat ein Depot nicht.
Auto, Rentenansprüche, Versicherungen und Schulden
- Auto: Ein Auto ist Konsum, keine Anlage. Es verliert fast immer an Wert und kostet laufend Versicherung, Steuer und Wartung. Beispiel: Neupreis 30.000 €, nach fünf Jahren 15.000 € wert, 3.000 € laufende Kosten pro Jahr, das sind 30.000 € in fünf Jahren oder 500 € im Monat. In die Bilanz gehört der Zeitwert, nicht der Kaufpreis.
- Rentenansprüche: Gesetzliche Rente, Pension, Betriebsrente und private Rentenversicherungen sind lebenslange, meist regelmäßig angepasste Zahlungen und im Gesamtvermögen ein großer, anleiheähnlicher Baustein. Die bisher erworbene Rentenanwartschaft zeigt die jährliche Renteninformation; ihren Barwert rechnest du wie beim Humankapital.
- Versicherungen: Risikoleben, Berufsunfähigkeit und Haftpflicht sind keine Anlagen, aber sie schützen die großen Posten der Bilanz vor dem Totalausfall.
- Schulden: Ein Kredit ist eine Anleihe, die du schuldest. Wer 15.000 € Tagesgeld zu 2 % hält und zugleich einen Autokredit über 8.000 € zu 7 % bedient, zahlt netto 400 € pro Jahr für die Bequemlichkeit. Tilgen ist dann eine sichere Rendite in Höhe des Kreditzinses.
Zahlenbeispiel: die Vermögensbilanz einer Angestellten
Eine 35-jährige Angestellte verdient 45.000 € netto im Jahr, erwartet 2 % Einkommenswachstum und arbeitet noch 30 Jahre. Ihr Depot von 60.000 € liegt zu 80 % in einem Aktien-ETF (48.000 €), der Rest in Anleihen. Dazu kommen 15.000 € Tagesgeld, eine Wohnung für 400.000 € mit 280.000 € Kredit und ein Auto mit 20.000 € Zeitwert, für das noch 8.000 € Kredit offen sind. Aus der Renteninformation rechnet sie mit 7.200 € Rente pro Jahr in heutiger Kaufkraft aus den bisherigen Beiträgen, 20 Jahre lang ab in 33 Jahren. Alle Zahlen sind Beispielannahmen.
Zahlen aus dem Beispiel oben, Kredite negativ. Gut drei Viertel des Gesamtvermögens von 1.140.810 € stecken im Humankapital, nur 48.000 € in Aktien.
Wie viel Aktienrisiko im Humankapital steckt, hängt vom Beruf ab. Die folgende Tabelle variiert nur den Diskontsatz und den aktienähnlichen Anteil des Humankapitals; beides sind Annahmen zur Veranschaulichung, keine Messwerte. Die echte Aktienquote zählt diesen Anteil zu den 48.000 € im Depot:
| Beruf (Annahme) | Diskontsatz | Humankapital | davon aktienähnlich | Gesamtvermögen | Echte Aktienquote |
|---|---|---|---|---|---|
| Beamtin, sicheres Einkommen | 3 % | 1.141.844 € | 0 % | 1.411.316 € | 3,4 % |
| Angestellte | 5 % | 871.338 € | 10 % | 1.140.810 € | 11,8 % |
| Bankerin mit hohem Bonusanteil | 8 % | 614.994 € | 40 % | 884.466 € | 33,2 % |
Bei gleichem Depot hat die Bankerin eine fast zehnmal so hohe echte Aktienquote wie die Beamtin. In ihrem Humankapital stecken nach dieser Annahme 245.998 € Aktienrisiko, mehr als bei der Angestellten in Depot und Humankapital zusammen (135.134 €).
Folgerungen für Aktienquote und Anlageauswahl
- Jung und sicher beschäftigt: Ein großes, anleiheähnliches Humankapital spricht für eine hohe Aktienquote im Depot. Mit den Jahren schrumpft es, und das Finanzvermögen muss mehr Sicherheit übernehmen. Das ist die Begründung hinter Gleitpfaden (siehe Aktienquote nach Alter).
- Aktienähnliches Einkommen: Selbstständige, Unternehmer und Beschäftigte mit hohem variablem Anteil tragen schon viel Marktrisiko. Für sie spricht die Theorie für weniger Aktien im Depot und mehr Liquidität.
- Nicht in den eigenen Arbeitgeber: Wer bei einer Bank arbeitet, sollte Arbeitgeberaktien und Bankaktien nicht übergewichten; wer in der Autoindustrie arbeitet, keine Autowerte. Eher das Gegenteil: Branchen, die mit dem eigenen Einkommen wenig zu tun haben.
- Nicht nur im eigenen Land: Einkommen und heimische Aktien hängen an derselben Volkswirtschaft. Das ist ein zusätzliches Argument gegen den Home Bias.
- Immobilie mitdenken: Wer schon eine gehebelte Wohnung besitzt, braucht im Depot kaum zusätzliche Wohnimmobilien und sollte eine Reserve halten, die Reparaturen und Zinsänderungen abfängt.
- Ruhestand: Mit Rentenbeginn ist das Humankapital aufgebraucht; die Rentenansprüche übernehmen seine Rolle. Wie viel das Depot dann tragen muss, bestimmen Entnahmerate und Sequenzrisiko.
Für Fortgeschrittene: Lebenszyklusmodelle
In einem einfachen Lebenszyklusmodell hält ein Anleger einen festen Anteil k seines Gesamtvermögens in Aktien, etwa die Merton-Quote. Das Depot muss dann nur ergänzen, was im Humankapital nicht schon steckt, und darf nicht unter null oder über das Finanzvermögen F hinaus gehen, wenn Kredit ausgeschlossen ist:
Aktien im Depot = min(F; max(0; k × (F + H + übriges Vermögen) − β_H × H))- k
- gewünschter Aktienanteil am Gesamtvermögen
- F
- Finanzvermögen (Depot und Konten)
- H
- Humankapital
- β_H
- aktienähnlicher Anteil des Humankapitals
Mit k = 20 % und den Zahlen der Angestellten wären das 0,2 × 1.140.810 − 87.134 = 141.028 €, also mehr als ihr ganzes Finanzvermögen von 75.000 €. Die Grenze greift, und die Formel empfiehlt 100 % Aktien im Depot. Das passt zu Modellen wie dem von Cocco u. a. (2005), in denen Arbeitseinkommen sichere Anlagen ersetzt und der Aktienanteil über das Leben ungefähr sinkt. Bodie u. a. (1992) ergänzen die Flexibilität: Wer bei schlechten Börsenjahren mehr oder länger arbeiten kann, darf vorher mehr Risiko tragen.
Die Feinheiten stecken in der Korrelation. Viceira (2001) zeigt, dass Erwerbstätige mit unabhängigem Einkommensrisiko mehr Aktien halten sollten als Ruheständler, dass aber eine positive Korrelation zwischen Einkommen und Aktienrenditen den Anteil sogar unter den eines Ruheständlers drücken kann. Benzoni u. a. (2007) lassen Löhne und Dividenden langfristig gemeinsam wandern: Dann ist das Humankapital junger Menschen eher aktienähnlich, das älterer eher anleiheähnlich, und die optimale Aktienquote steigt erst und fällt dann. Über das Leben ergibt sich ein Buckel.
Was die Forschung zeigt
Für das Eigenheim zeigen Flavin und Yamashita (2002) mit Daten von 1989, wie stark die Wohnung das übrige Portfolio prägt: Bei 18- bis 30-Jährigen war der Hauswert im Mittel 3,5-mal so hoch wie das Nettovermögen, bei über 70-Jährigen nur 0,65-mal. Bei einer relativen Risikoaversion von 4 ergab ihr Modell für junge Haushalte mit hohem Hausanteil ein Finanzportfolio aus 40 % Aktien und 60 % Anleihen, bei einem Hausanteil wie im Alter 56 % Aktien. Die gebundene Wohnung verdrängt also bei jungen Eigentümern Aktien.
Beim Einkommensrisiko fanden Heaton und Lucas (2000), dass Haushalte mit hohem und schwankendem Unternehmereinkommen weniger Aktien halten als gleich wohlhabende andere Haushalte, und dass Aktien des eigenen Arbeitgebers den Anteil anderer Aktien senken. Viele tun das Gegenteil von dem, was die Theorie rät: Laut Benartzi (2001) lag in großen US-Betriebsrentenplänen etwa ein Drittel des Vermögens in Aktien des eigenen Unternehmens. Beschäftigte der Firmen mit der schlechtesten Kursentwicklung der letzten zehn Jahre steckten 10,37 % ihrer freien Beiträge in die eigene Aktie, die der besten 39,70 %, ohne dass das die spätere Entwicklung vorhersagte.
Teuer ist das allemal: Nach Meulbroek (2005) opfert, wer ein Viertel seines Vermögens in Arbeitgeberaktien hält, wegen der fehlenden Streuung 42 % ihres Marktwerts gegenüber einem breit gestreuten Aktienportfolio mit gleichem Risiko. Auf Länderebene finden Baxter und Jermann (1997), dass die Renditen von Human- und Sachkapital in vier Industrieländern sehr eng zusammenhängen. Wer sein Humankapital absichern wollte, bräuchte deshalb sogar eine Short-Position in heimischen Anlagen, also das Gegenteil des beobachteten Home Bias.
Grenzen und typische Fehler
- Schätzungen, keine Kontostände: Humankapital und Rentenbarwert hängen an Diskontsatz, Wachstum und Lebensplanung. Ein Prozentpunkt mehr Diskontsatz (6 statt 5 %) senkt den Barwert im Beispiel um gut 100.000 €. Rechne mit Bandbreiten.
- Nicht handelbar: Humankapital kannst du nicht verkaufen und Rentenansprüche nicht beleihen. Ein großes Gesamtvermögen hilft nicht, wenn morgen die Waschmaschine kaputtgeht; die Liquiditätsreserve bleibt nötig.
- Die Wohnung ist auch Konsum: Sie lässt sich nicht wie ein ETF umschichten. Wer sie als reine Anlage betrachtet, unterschätzt Umzugskosten, Bindung und Lebensqualität.
- Doppelt zählen: Wer das Humankapital ansetzt, darf künftige Sparraten nicht noch einmal als Vermögen zählen, denn sie sind ein Teil davon.
- Steuern und Inflation: Barwerte sollten einheitlich rechnen, entweder nominal mit nominalen Zinsen oder real in heutiger Kaufkraft.
- Keine Beratung: Die Bilanz ordnet Risiken; welche Quote zu dir passt, hängt auch von Zielen, Familie und Nerven ab.
So rechnet Portfolio Lab
Die Finanzziele führen Depot und Lebensplanung in einem Zahlungsplan zusammen. Sparraten, laufende Einkommen wie Rente, Pension, Miete oder Teilzeit (netto) und Entnahmen sind Zeilen mit Betrag, Rhythmus, Zeitraum, Inflationsbindung und Priorität; einmalige Ziele wie Eigenkapital für eine Wohnung oder ein Auto ebenso. Ein laufendes Einkommen deckt Ausgaben im selben Monat direkt. Simuliert wird nur das Depot, und zwar mit den Renditen eines Portfolios aus deinem Raster, per Bootstrap oder parametrisch auf vielen Pfaden, auf Wunsch mit Abgeltungsteuer und Gleitpfad zwischen zwei Portfolios.
Für Barwerte eignet sich die Seite ALM: Trage künftige Einkommen oder Sparbeiträge als Beitrag mit Dynamik ein und Ausgaben als Verbindlichkeit (mindestens eine ist nötig). Die Seite zinst beides mit einem festen Rechnungszins ab (voreingestellt 3 %) und zeigt den Barwert der Beiträge neben dem der Verbindlichkeiten. Das ist eine schnelle Näherung für Humankapital oder Rentenbarwert. Wertänderungen von Wohnung, Auto oder Humankapital simuliert Portfolio Lab nicht; sie gehen nur als Zahlungen ein, die du selbst festlegst. Details in der Methodik Finanzziele und der Methodik ALM.
Häufige Fragen
Was gehört alles zum Gesamtvermögen?
Konten und Depot, Immobilien und Auto zum Marktwert, abzüglich aller Kredite. Im erweiterten Sinn gehören auch der Barwert künftiger Arbeitseinkommen (Humankapital) und der erworbenen Rentenansprüche dazu.
Wie berechnet man das Humankapital?
Als Barwert der erwarteten Nettoeinkommen bis zur Rente: jedes Jahreseinkommen mit einem Diskontsatz auf heute abgezinst. Je unsicherer das Einkommen, desto höher der Diskontsatz und desto kleiner der Wert.
Ist ein Eigenheim eine gute Geldanlage?
Es ist Anlage und Konsum zugleich. Sein Ertrag ist die ersparte Miete, dazu kommt die Wertänderung. Dagegen stehen Zinsen, Instandhaltung, Nebenkosten und die entgangene Rendite des Eigenkapitals, außerdem Klumpenrisiko, Hebel und schwere Verkäuflichkeit.
Ist ein Auto eine Investition?
Nein. Ein Auto verliert fast immer an Wert und verursacht laufende Kosten. In der Vermögensbilanz zählt sein Zeitwert, in der Planung seine Kosten pro Monat.
Warum sollte ich keine Aktien meines Arbeitgebers übergewichten?
Weil Einkommen und Aktie dann am selben Risiko hängen. Gerät das Unternehmen in Schwierigkeiten, sind Job und Vermögen gleichzeitig in Gefahr; Studien zeigen zudem, dass die fehlende Streuung viel Wert kostet.
Was ist die echte Aktienquote?
Der Anteil aktienähnlicher Risiken am ganzen Vermögen: Aktien im Depot plus der aktienähnliche Teil des Humankapitals, geteilt durch das Gesamtvermögen einschließlich Humankapital und Rentenansprüchen.
Literatur
- Baxter, Marianne; Jermann, Urban J. (1997): The International Diversification Puzzle Is Worse Than You Think. American Economic Review 87 (1), S. 170–180. Quelle
- Benartzi, Shlomo (2001): Excessive Extrapolation and the Allocation of 401(k) Accounts to Company Stock. The Journal of Finance 56 (5), S. 1747–1764. doi:10.1111/0022-1082.00388
- Benzoni, Luca; Collin-Dufresne, Pierre; Goldstein, Robert S. (2007): Portfolio Choice over the Life-Cycle when the Stock and Labor Markets Are Cointegrated. The Journal of Finance 62 (5), S. 2123–2167. doi:10.1111/j.1540-6261.2007.01271.x
- Bodie, Zvi; Merton, Robert C.; Samuelson, William F. (1992): Labor supply flexibility and portfolio choice in a life cycle model. Journal of Economic Dynamics and Control 16 (3-4), S. 427–449. doi:10.1016/0165-1889(92)90044-f
- Chen, Peng; Ibbotson, Roger G.; Milevsky, Moshe A.; Zhu, Kevin X. (2006): Human Capital, Asset Allocation, and Life Insurance. Financial Analysts Journal 62 (1), S. 97–109. doi:10.2469/faj.v62.n1.4061
- Cocco, João F.; Gomes, Francisco J.; Maenhout, Pascal J. (2005): Consumption and Portfolio Choice over the Life Cycle. Review of Financial Studies 18 (2), S. 491–533. doi:10.1093/rfs/hhi017
- Deutsche Bundesbank (2025): Household wealth and finances in Germany: Results of the 2023 household wealth survey (Monatsbericht April 2025). Deutsche Bundesbank, 10.4.2025; abgerufen am 25.10.2026. Quelle
- Deutscher Bundestag (2009): Einkommensteuergesetz (EStG), § 23 Private Veräußerungsgeschäfte. Bundesgesetzblatt; Fassung auf gesetze-im-internet.de, abgerufen am 25.10.2026. Quelle
- Flavin, Marjorie; Yamashita, Takashi (2002): Owner-Occupied Housing and the Composition of the Household Portfolio. American Economic Review 92 (1), S. 345–362. doi:10.1257/000282802760015775
- Heaton, John; Lucas, Deborah (2000): Portfolio Choice and Asset Prices: The Importance of Entrepreneurial Risk. The Journal of Finance 55 (3), S. 1163–1198. doi:10.1111/0022-1082.00244
- Ibbotson, Roger G.; Milevsky, Moshe A.; Chen, Peng; Zhu, Kevin X. (2007): Lifetime Financial Advice: Human Capital, Asset Allocation, and Insurance. Research Foundation of CFA Institute. doi:10.2470/rf.v2007.n1.4580
- Meulbroek, Lisa (2005): Company Stock in Pension Plans: How Costly Is It?. The Journal of Law and Economics 48 (2), S. 443–474. doi:10.1086/430807
- Viceira, Luis M. (2001): Optimal Portfolio Choice for Long-Horizon Investors with Nontradable Labor Income. The Journal of Finance 56 (2), S. 433–470. doi:10.1111/0022-1082.00333
Dieser Artikel erklärt eine Methode; er ist keine Anlage- oder Steuerberatung. Zahlenbeispiele sind vereinfacht und gerundet. Alle Begriffe im Glossar.