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Investorenlegenden: Anlagestile der bekanntesten Investoren von Graham bis Simons

Grundlagen12 Min. Lesezeit · aktualisiert am 27. Oktober 2026 · 42 Quellen

Investorenlegenden wie Warren Buffett, George Soros oder Jim Simons haben über Jahrzehnte Ergebnisse erzielt, an denen die meisten Fondsmanager scheitern, und das mit ganz unterschiedlichen Anlagestilen. Hier findest du die bekanntesten Investoren mit Stil und wichtigsten Entscheidungen, erfährst, wie du ihre Portfolios über 13F-Meldungen nachverfolgst, was die Forschung über Nachahmer weiß und warum Kopieren schwieriger ist, als es aussieht.

Was du von großen Investoren lernen kannst

Die Biografien großer Investoren sind Lehrbücher: Sie zeigen, wie ein klarer Stil entsteht, wie man Fehler übersteht und wie viel Geduld Erfolg kostet. Drei Fallen erschweren das Lernen aber:

  • Survivorship Bias: Du kennst die Namen, weil es gut ging. Wer mit demselben Stil scheiterte, schreibt keine Bestseller. Diese Verzerrung durch die Überlebenden lässt Erfolge häufiger und beständiger erscheinen, als sie sind (Brown u. a. 1992).
  • Glück oder Können: Unter Tausenden Managern liefern einige allein durch Zufall jahrelang Spitzenwerte. Laut Fama und French (2010) zeigen nur wenige Fonds echtes Können. Je länger und öffentlicher eine Erfolgsbilanz, desto eher spricht sie für Können.
  • Verzögerung: Was große Investoren kaufen, erfährst du erst Wochen oder Monate später, oft dann, wenn ein Teil des Kursgewinns schon vorbei ist.

Lernen lässt sich deshalb vor allem die Denkweise: wie jemand Chancen sucht, Risiken begrenzt und Positionen gewichtet. Einzelne Käufe nachzumachen ist etwas anderes.

Die bekanntesten Investoren und ihre Anlagestile

Die Tabelle ordnet 27 Investoren nach Stil. Sie nennt nur, was die angegebenen Quellen belegen: eigene Bücher, Aktionärsbriefe, Biografien und Behördendokumente.

InvestorStilBekannt für
Benjamin GrahamValue, breit gestreutBegründete mit David Dodd die Wertpapieranalyse (Graham und Dodd 2008); lehrte in „The Intelligent Investor“ Sicherheitsmarge und das Bild vom launischen Mr. Market (Graham 2003).
Warren BuffettValue und Qualität, konzentriertKontrolliert Berkshire Hathaway seit 1965 (Buffett 2024); seit 2026 ist Greg Abel Vorstandschef, Buffett bleibt Chairman (Berkshire Hathaway 2026).
Charlie MungerQualität zum fairen PreisVizechef von Berkshire, laut Buffett der „Architekt“ des heutigen Konzerns; starb im November 2023 (Buffett 2024).
Walter SchlossValue, sehr breit gestreutFrüher bei Graham-Newman; kaufte laut Buffett anhand von Geschäftsberichten weit über 100 billige Aktien (Vortrag von 1984 im Anhang von Graham (2003)).
Seth KlarmanValue, risikoscheuBaupost Group; „Margin of Safety“: Kapitalerhalt zuerst, Geduld und Bargeld, wenn es keine Schnäppchen gibt (Klarman 1991).
Howard MarksCredit, ContrarianMitgründer von Oaktree Capital; Memos und Buch über Risiko und Marktzyklen (Marks 2011).
Joel GreenblattValue, regelbasiertGotham Capital; „Magic Formula“ aus Gewinnrendite und Kapitalrendite (Greenblatt 2005).
Philip FisherGrowth, Qualität15 Merkmale herausragender Wachstumsunternehmen, Recherche bei Kunden und Wettbewerbern („Scuttlebutt“), langes Halten (Fisher 2003).
Peter LynchGARP (Growth at a Reasonable Price)Leitete 1977 bis 1990 den Fidelity Magellan Fund; riet, in Unternehmen zu investieren, die man versteht (Lynch und Rothchild 2000).
Thomas Rowe Price Jr.GrowthGründete 1937 T. Rowe Price; Wachstumsaktien früh kaufen und lange halten (Bond 2019).
John TempletonGlobal, ContrarianTempleton Growth Fund; suchte weltweit Schnäppchen und kaufte bei größtem Pessimismus (Templeton und Phillips 2008).
André KostolanySpekulation, BörsenpsychologieBörsenspekulant und Autor; Kurse folgen kurzfristig Geld und Stimmung, „hartgesottene“ statt „zittrige“ Hände (Kostolany 1991).
George SorosGlobal MacroQuantum Fund; Theorie der Reflexivität (Soros 2003); 1992 Wette gegen das britische Pfund (Mallaby 2010).
Stanley DruckenmillerGlobal MacroDuquesne Capital; verwaltete den Quantum Fund für Soros und trieb die Pfund-Wette mit voran (Mallaby 2010).
Paul Tudor JonesGlobal Macro, FuturesTudor Investment; verdiente am Börsenkrach von 1987 (Mallaby 2010).
Ray DalioMakro, RisikostreuungGründete 1975 Bridgewater (Dalio 2017); All-Weather-Strategie seit 1996 (Bridgewater 2012).
Edward ThorpQuant, ArbitrageKartenzählen beim Blackjack, dann abgesicherte Optionsscheine und Wandelanleihen mit Princeton Newport Partners (Thorp 2017).
Jim SimonsQuant, statistische MusterMathematiker; Renaissance Technologies und Medallion Fund handeln nach Computermodellen (Zuckerman 2019).
Cliff AsnessQuant, FaktorenAQR Capital Management; Value und Momentum über alle Anlageklassen (Asness u. a. 2013), Qualität (Asness u. a. 2019).
Carl IcahnActivist InvestorÜbernahmekämpfe seit den 1980er-Jahren, etwa um die Fluggesellschaft TWA (Stevens 1993).
Bill AckmanActivist Investor, konzentriertPershing Square; wettete jahrelang gegen den Anleiheversicherer MBIA (Richard 2010).
Michael MilkenHigh YieldBaute bei Drexel Burnham Lambert den Markt für Hochzinsanleihen (High Yield) mit auf (Bruck 1988); wegen Wertpapierbetrugs und weiterer Delikte verurteilt, 2020 begnadigt (US-Justizministerium 2020).
John BogleIndexingGründer von Vanguard; kostengünstige Indexfonds für Privatanleger (Bogle 2007).
David SwensenAllokationVerwaltete ab 1985 das Stiftungsvermögen der Yale-Universität, breit gestreut bis Private Equity (Swensen 2000).
Jim ChanosShort SellerGründete 1985 Kynikos Associates; verkaufte ab November 2000 Enron leer (Chanos 2002).
Michael BurryValue, ShortScion Capital; kaufte ab 2005 Credit Default Swaps auf US-Subprime-Hypothekenanleihen (Lewis 2010).
Bill GrossAnleihen, Total ReturnMitgründer von PIMCO; aktive Anleihesteuerung mit Blick auf die Gesamtrendite (Gross 1998).

Die Anlagestile im Überblick

  • Value Investing: Aktien unter ihrem inneren Wert kaufen, mit Sicherheitsmarge (Margin of Safety). Graham suchte statistisch billige Titel, Buffett verschob den Fokus unter Mungers Einfluss auf Qualität. Laut Aktionärsbrief stieg der Marktwert je Berkshire-Aktie von 1965 bis 2025 um 19,7 % pro Jahr, der S&P 500 mit Dividenden um 10,5 % (Berkshire Hathaway 2026). Das Handwerk erklärt Fundamentalanalyse.
  • Growth: Unternehmen mit lange überdurchschnittlichem Gewinnwachstum, auch zu höheren Bewertungen. Lynch achtete darauf, dass der Preis zum Wachstum passt (GARP).
  • Global und Contrarian: Contrarian Investing heißt, gegen die vorherrschende Stimmung zu handeln. Templeton suchte weltweit dort, wo die Stimmung am schlechtesten war; Kostolany betonte die Psychologie der Anleger.
  • Global Macro: Diese Hedgefonds setzen mit Futures, Devisen und Anleihen auf Konjunktur, Zinsen und Politik, oft mit Hebel. Dalio übertrug Makrodenken auf eine feste Aufteilung, das All-Weather-Portfolio.
  • Quant: Regeln und Modelle statt Bauchgefühl. Thorp nutzte Wahrscheinlichkeitsrechnung und das Kelly-Kriterium (Thorp 2006), Asness die Faktoren Value und Momentum, Simons statistische Muster. Verwandte Regeln beschreibt Trendfolge.
  • Activist Investors und Short Seller: Ein Activist Investor kauft eine Beteiligung und drängt auf Veränderungen. Short Seller wetten mit Leerverkäufen gegen überbewertete oder fragwürdige Firmen; Chanos begründete seine Enron-Wette vor dem US-Kongress damit, dass die Kapitalrendite vor Steuern bei rund 7 % lag, die Kapitalkosten eher bei 9 % (Chanos 2002).
  • Indexing und Allokation: Bogle machte den günstigen Indexfonds populär. Er ist das Gegenmodell zur Suche nach Legenden (Aktiv oder passiv). Swensen prägte das Endowment-Modell.
„wonderful businesses purchased at fair prices and give up buying fair businesses at wonderful prices“
Auf Deutsch: hervorragende Unternehmen zu fairen Preisen kaufen und aufhören, ordentliche Unternehmen zu Schnäppchenpreisen zu kaufen (Mungers Rat an Buffett 1965)Buffett (2024)

Portfolios nachverfolgen: 13F-Meldungen

Für US-Investoren gibt es eine öffentliche Quelle: die 13F-Meldung bei der US-Börsenaufsicht SEC. Die Regeln laut SEC, Form 13F (2026):

  • Wer: Vermögensverwalter, die über mindestens 100 Mio. US-Dollar in meldepflichtigen Wertpapieren entscheiden, also Hedgefonds ebenso wie Banken, Versicherer oder Berkshire Hathaway.
  • Wann: vierteljährlich, spätestens 45 Tage nach Quartalsende.
  • Was: vor allem an US-Börsen gehandelte Aktien, dazu ETFs, geschlossene Fonds, bestimmte Wandelanleihen und gehaltene Optionen von der offiziellen Liste. Nicht gemeldet werden Leerverkäufe, geschriebene Optionen, offene Investmentfonds und Aktien, die nur außerhalb der USA gehandelt werden.
  • Ausnahmen: Positionen unter 10.000 Aktien und unter 200.000 US-Dollar dürfen fehlen. Auf Antrag behandelt die SEC Positionen zeitweise vertraulich; sie erscheinen dann später.
  • Wo: Öffentliche Meldungen laufen elektronisch über EDGAR, die Datenbank der SEC. Sie ist die Primärquelle.

Schneller ist Schedule 13D: Wer mehr als 5 % einer Aktiengattung erwirbt und Einfluss nehmen will, meldet das seit einer Reform von 2023 binnen fünf Geschäftstagen (SEC, Schedule 13D 2023). Käufe von Vorständen erklärt Insiderhandel.

Tracker-Websites bereiten die Meldungen kostenlos oder gegen Gebühr auf, etwa Dataroma mit den Quartalsportfolios bekannter Value-Investoren oder WhaleWisdom mit 13F-, 13D- und Insiderdaten (beide abgerufen am 25.10.2026). Das sind Beispiele, keine Empfehlung; maßgeblich bleibt die Meldung bei EDGAR. Ende Oktober 2026 zeigten die Tracker für die meisten Investoren noch die Bestände zum 30. Juni, denn die Meldungen zum 30. September sind erst Mitte November fällig.

Zahlenbeispiel: Was die Verzögerung bedeutet

Für Fortgeschrittene: Buffetts Alpha zerlegt

Frazzini u. a. (2018) zerlegten die Rendite von Berkshire Hathaway. Die Aktie erreichte eine Sharpe Ratio von 0,79 und ein deutliches Alpha gegenüber den klassischen Faktoren. Mit den Faktoren Betting against Beta (sichere Aktien mit niedrigem Beta) und Quality minus Junk (Qualitätsaktien) war das Alpha nicht mehr signifikant. Dazu kam ein Hebel von im Mittel etwa 1,7 zu 1. Das Fazit der Autoren: weder Glück noch Magie, sondern der Lohn dafür, günstige, sichere Qualitätsaktien mit Hebel zu halten. Die börsennotierten Beteiligungen schnitten besser ab als die ganz übernommenen Firmen. Das ist ein Hinweis auf gute Aktienauswahl.

r_H = r_f + L × (r_U − r_f) − (L − 1) × s
r_U
Rendite des ungehebelten Portfolios
L
Hebel: Vermögen geteilt durch Eigenkapital
r_f
risikofreier Zins
s
Finanzierungsaufschlag über dem risikofreien Zins

Die Studie erklärt im Nachhinein, welche Eigenschaften Buffetts Aktien hatten. Sie im Voraus richtig auszuwählen bleibt die eigentliche Leistung, und ein Faktorportfolio mit Hebel ist kein Buffett-Ersatz.

Was die Forschung zeigt

  • Buffett nachkaufen: Martin und Puthenpurackal (2005) werteten Berkshires gemeldete Käufe von 1976 bis 2006 aus. Ein Portfolio, das die Aktien erst zu Beginn des Monats nach der Veröffentlichung kaufte, schlug den S&P 500 deutlich.
  • Copycat-Fonds: Frank u. a. (2004) bildeten aktive Investmentfonds nach, sobald deren Bestände veröffentlicht waren. Bei einer kleinen Stichprobe teurer Fonds der 1990er-Jahre lagen die Nachahmer nach Kosten statistisch gleichauf, womöglich vorn (Copycat-Strategie).
  • Versteckte Positionen: Laut Agarwal u. a. (2013) lassen vor allem Hedgefonds mit großen, ungewöhnlichen Portfolios manche Positionen vertraulich behandeln und melden sie später nach. Gerade diese entwickelten sich bis zu zwölf Monate überdurchschnittlich. Das Beste fehlt in der normalen 13F-Meldung also oft.
  • Activist Investors: Brav u. a. (2008) untersuchten Kampagnen aktivistischer Hedgefonds in den USA von 2001 bis 2006. In zwei Dritteln der Fälle hatten sie ganz oder teilweise Erfolg; die Überrendite um die Bekanntgabe lag bei etwa 7 % und kehrte sich im Folgejahr nicht um.
  • Best Ideas: Laut Antón u. a. (2021) schlagen die Aktien, auf die aktive Fonds- und Hedgefondsmanager am stärksten setzen, den Markt und die übrigen Titel ihrer Portfolios um etwa 2,8 bis 4,5 % pro Jahr; die übrigen Positionen zeigen meist keine signifikante Mehrrendite. Eine komplette Bestandsliste verwässert also die guten Ideen.
  • Können messen: Bestände erlauben eine genauere Leistungsmessung als Renditen allein. Daniel u. a. (1997) vergleichen jede gehaltene Aktie mit Vergleichsportfolios gleicher Größe, Bewertung und gleichen Momentums.

Grenzen und typische Fehler

  • Ausschnitt: 13F zeigt nur US-Long-Positionen. Leerverkäufe, Anleihen, Devisen und Futures fehlen, bei Makro- und Quant-Fonds also meist der Kern der Strategie.
  • Kein Timing: Du siehst den Bestand am Quartalsende, nicht Kaufkurs, Kaufzeitpunkt oder Verkäufe seitdem.
  • Anderer Zweck: Eine Position kann Teil einer Absicherung oder eines größeren Pakets sein. Was zu einem Milliardenfonds passt, passt nicht automatisch zu deinem Depot.
  • Größe ändert den Stil: Munger warnte Buffett laut dessen Brief, Grahams Schnäppchensuche funktioniere nur im kleinen Maßstab (Buffett 2024).
  • Durststrecken: Auch Legenden liegen oft hinter dem Markt; 2025 kam Berkshire auf 10,9 %, der S&P 500 auf 17,9 % (Berkshire Hathaway 2026).
  • Keine Empfehlung: Dieser Artikel stellt Anlagestile vor und ist keine Anlageberatung, auch nicht dazu, die Käufe bekannter Investoren nachzumachen.

So rechnet Portfolio Lab

  • Vorlagen: Im Portfolio-Raster, etwa im Backtest, lädst du unter „Vorlagen“ Aufteilungen, die auf bekannte Investoren zurückgehen: Buffetts 90/10 aus seinem Brief zu 2013 (90 % S&P-500-Indexfonds, 10 % kurze Staatsanleihen; Buffett (2014)) als US- und Europa-Variante, die All-Seasons-Aufteilung nach Ray Dalio, das Swensen-Portfolio und das Bogleheads-Drei-Fonds-Portfolio. Es sind Ausgangspunkte für eigene Tests, keine Empfehlungen und keine Abbilder der echten Fonds.
  • Stil nachmessen: Die Seite Faktoren regressiert die Monatsrenditen einer Aktie, eines Fonds oder Portfolios auf Markt, Größe, Value, Profitabilität, Investment und wahlweise Momentum; das Alpha mit t-Wert zeigt, was die Faktoren nicht erklären. Die rollierende Regression (24 bis 120 Monate, Standard 36) zeigt, ob ein Stil stabil bleibt. Betting against Beta und Quality minus Junk bietet die App nicht an; Profitabilität erfasst nur einen Teil von Qualität.
  • Stilanalyse: Die Stilanalyse erklärt Renditen mit Stil-Indizes nach Sharpe und trennt die Selektionsrendite ab (Methodik). „Faktoren nachbilden“ baut aus Bausteinen ein Portfolio mit ähnlichem Faktorprofil wie ein Vorbild.
  • Gemeldete Bestände testen: Positionen aus einer 13F-Meldung kannst du als Einzelaktien im Backtest erfassen; die App liest selbst keine 13F-Meldungen ein. Wer heute bekannte Gewinner in die Vergangenheit legt, unterliegt dem Survivorship Bias.

Häufige Fragen

Wer ist der erfolgreichste Investor der Welt?

Das lässt sich nicht sauber messen, weil viele Fonds ihre Renditen nicht veröffentlichen und Erfolgsbilanzen unterschiedlich lang sind. Die längste öffentliche Bilanz hat Warren Buffett: Laut Aktionärsbrief stieg der Marktwert je Berkshire-Aktie von 1965 bis 2025 um 19,7 % pro Jahr, der S&P 500 mit Dividenden um 10,5 %.

Was ist eine 13F-Meldung?

Eine Pflichtmeldung bei der US-Börsenaufsicht SEC: Vermögensverwalter mit mindestens 100 Mio. US-Dollar in meldepflichtigen Wertpapieren legen vierteljährlich, spätestens 45 Tage nach Quartalsende, ihre Long-Positionen in US-Aktien offen. Leerverkäufe gehören nicht dazu. Die Meldungen sind kostenlos über EDGAR abrufbar.

Lohnt es sich, Warren Buffett nachzukaufen?

Eine Studie fand für 1976 bis 2006, dass ein Portfolio aus Berkshires gemeldeten Käufen den S&P 500 auch nach der Veröffentlichung deutlich schlug. Das ist Vergangenheit: Die Meldungen kommen bis zu 45 Tage nach Quartalsende, zeigen nur einen Ausschnitt und keine Verkäufe dazwischen. Eine Empfehlung folgt daraus nicht.

Welche Anlagestile gibt es?

Die wichtigsten sind Value Investing, Growth, Contrarian Investing, Global Macro, quantitative Strategien (Quant), Activist Investing, Short Selling und passives Indexing. Viele Legenden kombinieren mehrere Stile.

Wo finde ich die Portfolios von Hedgefonds?

Primärquelle ist die Datenbank EDGAR der SEC mit allen öffentlichen 13F-Meldungen; Tracker-Websites bereiten sie übersichtlich auf. Du siehst nur US-Aktien und bestimmte Optionen zum Quartalsende, ohne Leerverkäufe, Anleihen und Futures.

Wer war André Kostolany?

Ein Börsenspekulant und Autor, der deutschsprachigen Anlegern die Psychologie der Börse nahebrachte. Er beschrieb, wie Geld und Stimmung kurzfristig die Kurse treiben und warum geduldige Anleger mit „hartgesottenen Händen“ im Vorteil sind.

Literatur

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Gesamtes Literaturverzeichnis

Dieser Artikel erklärt eine Methode; er ist keine Anlage- oder Steuerberatung. Zahlenbeispiele sind vereinfacht und gerundet. Alle Begriffe im Glossar.