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Dashboard: Methodik und Quellen

Vertiefung16 Min. Lesezeit · aktualisiert am 5. November 2026 · 17 Quellen

Das Dashboard zeigt alle Märkte auf einen Blick zum Tagesschluss: Aktien, Anleihen, Währungen und Rohstoffe, dazu Zinskurven, die eingepreisten Zinsschritte von Fed und EZB, die Volatilitätsfläche des S&P 500, Konjunktur und Termine. Diese Methodik beschreibt, wie der Code jede Kachel rechnet, welche Annahmen dahinterstehen und woher die Zahlen kommen. Für einige Quellen verlangen die Nutzungsbedingungen eine Quellenangabe; sie stehen unten vollständig.

Aufbau und Aktualität

Das Dashboard ordnet die Kacheln nach Themen: eine Übersicht, Aktien und Risiko, Zinsen und Anleihen sowie Währungen, Rohstoffe und Makro. Eigene Ansichten lassen sich anlegen, Kacheln verschieben und in der Größe ändern; größere Kacheln zeigen mehr Zeilen, Spalten oder Vergleichslinien, nicht nur dasselbe größer. Alle Werte sind Tagesschlusswerte, keine Echtzeitkurse.

Ein Tagesstand wird im nächtlichen Lauf gerechnet und beim ersten Abruf des Tages, falls der Lauf ausfiel, und bleibt bis zum nächsten Lauf im Zwischenspeicher. Fehlt einer Kurs-Kachel der Schlusskurs des letzten Werktags, etwa weil die Kursquelle nachts nichts lieferte, versucht der Code es nach zwei Stunden erneut. Fällt eine Quelle aus, bleibt nur ihr Teil leer; der Rest erscheint trotzdem, mit einem Hinweis unter dem Raster. Die Zeiträume der Kurs-Kacheln bündeln die Kerzen unterschiedlich:

ZeitraumKalendertageKerze
1 Monat31Tag
3 Monate92Tag
6 Monate (Voreinstellung)183Woche (bis Freitag)
1 Jahr366Woche (bis Freitag)
5 Jahre1.827Monat

Wo der Kursanbieter keine Kerzen liefert (bei Devisen und Renditen immer), entstehen sie aus Schlusskursen: Eröffnung ist der Schluss des Vortags, Hoch und Tief sind das Größere und das Kleinere der beiden. Jede Linie und jede Kerze lässt sich antippen oder mit der Maus zeigen; dann erscheinen Datum und Wert.

Kurse über ETFs in Landeswährung

Indexstände sind lizenzpflichtig; das Dashboard misst jeden Markt daher über einen breiten börsengehandelten Fonds (ETF, bei Rohstoffen ETC, bei Bitcoin ein physisch hinterlegtes ETP) aus allgemeinen Kursdaten. Topix und Hang Seng kommen über ihre großen Index-ETFs an der Heimatbörse in Yen bzw. Hongkong-Dollar. Die Auswahl ist eine Messgröße je Markt, keine Empfehlung. Damit ein in Euro gehandelter ETF auf US-Aktien die Rendite des US-Markts zeigt und nicht die des Dollars, rechnet der Code jeden Kurs mit den Referenzkursen der EZB in die Währung des Markts um (EZB, Referenzkurse 2026), Tag für Tag, an Tagen ohne Referenzkurs mit dem letzten bekannten Kurs.

Einheiten der Währung je Euro; für den Euro selbst 1
Handelstag

Die Tabelle der Märkte zeigt je ETF die Rendite über 1 Tag, 1 Woche (5 Handelstage), seit Jahresanfang (gegen den letzten Kurs des Vorjahres) und 1 Jahr sowie die Lage in der Spanne der letzten 52 Wochen von 0 (Tief) bis 100 (Hoch). Jede Kurs-Kachel zeigt groß die Veränderung im gewählten Zeitraum und klein die von heute, unten die Spanne der Daten und die Währung, bei Renditen den Stand und bei Devisen den Kurs; Renditen ändern sich in Basispunkten. Flache Kacheln im Überblick zeigen dieselben Zahlen knapper. Wie Wechselkurse eine Anlage verändern, erklärt der Artikel Währungsrisiko.

Die deutsche Ausgabe notiert Devisen gegen den Euro (EUR/USD, EUR/JPY …). Die englische Ausgabe notiert sie gegen den Dollar, wie an den Märkten üblich: EUR/USD, GBP/USD und AUD/USD in Dollar je Einheit, die übrigen als USD/JPY, USD/CHF, USD/CNY und USD/CAD in Einheiten je Dollar. Das sind Kreuzkurse aus denselben Referenzkursen der EZB, etwa bei 165,00 Yen und 1,0800 Dollar je Euro USD/JPY = 165,00 / 1,0800 = 152,78. Die Matrix der Währungen beginnt dort mit dem Dollar, und die Korrelationen rechnen in Dollar. Aktien, Sektoren und Rohstoffe bleiben in beiden Ausgaben in ihrer Landeswährung.

Schwankung, Trend, Faktoren und Korrelationen

  • Historische Volatilität: Standardabweichung der täglichen Log-Renditen der letzten 20 Handelstage, mit √252 aufs Jahr gerechnet, dazu ihr Perzentil-Rang unter allen Werten der letzten 5 Jahre und deren Median.
  • Trend: Abstand des letzten Kurses zum gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Handelstage in Prozent; darüber gilt als Aufwärtstrend.
  • Sektoren und Rohstoffe: Rendite im gewählten Zeitraum (wie bei den Kurs-Kacheln) und über 1 Tag, Sektoren der Welt in US-Dollar. Die Farben der Sektoren skalieren mit der Wurzel aus der Länge des Zeitraums.
  • Faktoren: Überrendite von Momentum, Value, Quality, Small Caps, Low Volatility und Dividende gegen den Welt-ETF, beide in Euro, im gewählten Zeitraum und seit Jahresanfang.
  • Korrelationen: Korrelation der täglichen Renditen von Aktien (Welt), Euro-Staatsanleihen, Gold, Öl und Dollar über die letzten 60 gemeinsamen Handelstage, alles in Euro gerechnet; in der englischen Ausgabe mit US-Staatsanleihen und EUR/USD statt Euro-Staatsanleihen und Dollar, alles in Dollar. Mit weniger als 10 gemeinsamen Tagen bleibt die Matrix leer.
Faktor-ETF und Welt-ETF bzw. die beiden ETFs der Kachel Kreditrisiko

Weitere Kacheln zu Aktien und Risiko

Diese Kacheln stehen auf der Seite Aktien und Risiko und lassen sich in eigene Ansichten übernehmen. Sie rechnen wie die übrigen mit Kursen von ETFs in Landeswährung (Total Return), nicht mit Indexständen, und gelten bis zum nächsten Nachtlauf.

  • Abstand vom Hoch: Abstand des letzten Kurses zum Hoch der letzten 52 Wochen und zum höchsten Stand seit Beginn der Reihe (Allzeit) in Prozent, dazu die Kalendertage seit dem 52-Wochen-Hoch; für die Märkte der Kurs-Kacheln und die Sektoren der Welt. Weil die Reihen Ausschüttungen enthalten, liegt das Allzeithoch eines ETF oft später als das des Kursindex.
  • Renditen-Kalender: Rendite je Kalendermonat der letzten zwölf Monate, der laufende Monat bis zum letzten Kurs (gestrichelt).
  • Sektor-Rotation: relative Stärke und Momentum je Sektor gegen seinen Markt aus Wochenschlusskursen: Sektoren der Welt gegen den Welt-ETF, Stoxx-Europe-600-Sektoren gegen den Stoxx-Europe-600-ETF, US-Sektoren gegen den S&P-500-ETF. Gezeigt wird der Pfad der letzten 8 Wochen.
  • Marktbreite: Anteil der ETFs auf Länder, Regionen, Sektoren und Faktoren, deren Kurs über dem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Handelstage liegt, als Wochenverlauf über ein Jahr.
  • Aktien-Anleihen-Korrelation: Korrelation der Tagesrenditen über 60 Handelstage, rollierend über fünf Jahre: Welt-Aktien gegen Euro-Staatsanleihen in Euro und S&P 500 gegen US-Staatsanleihen in Dollar, dazu der Median der fünf Jahre und der Wert vor einem Jahr.
  • Saisonalität: durchschnittliche Rendite und Anteil positiver Jahre je Kalendermonat, nur über volle Kalenderjahre, für S&P 500, DAX und Gold über ihre ältesten großen ETFs. Der aktuelle Monat ist hervorgehoben.
Kursverhältnis Sektor-ETF zu Markt-ETF am Wochenschluss
relative Stärke, über 100 stärker als der Markt
Momentum, über 100 nimmt die Stärke zu

Springt der Kurs eines ETF an einem Tag mindestens um den Faktor 3, ist das bei breiten Fonds kein echter Markttag. Kehrt er binnen 5 Handelstagen zurück, fallen die Tage dazwischen als Datenfehler weg; sonst gilt der Sprung als nicht bereinigte Aktienteilung und der Verlauf davor wird umgerechnet. Das betrifft nur diese Kacheln.

Insider-Käufe USA und Meine Werte

Die Kachel Insider-Käufe USA je Sektor zählt die Pflichtmeldungen über Geschäfte von Vorständen, Direktoren und Großaktionären in Aktien des eigenen Unternehmens bei der SEC (Form 4, mehr unter Insiderhandel). Gezählt werden nur Käufe und Verkäufe am offenen Markt (Code P und S) in der Tabelle der Aktien, nicht Zuteilungen, Optionsausübungen, Schenkungen oder Steuereinbehalte. Eine Meldung zählt als ein Kauf, wenn sie mindestens einen Kauf enthält, und als ein Verkauf, wenn sie mindestens einen Verkauf enthält; ein Verkauf in vielen Teilausführungen zählt so nur einmal. Maßgeblich ist der Tag der Einreichung, die letzten 30 Kalendertage bis zur jüngsten Tagesliste der SEC.

Meldungen mit mindestens einem Kauf am Markt in 30 Tagen, je Sektor
Meldungen mit mindestens einem Verkauf am Markt im selben Zeitraum

Den Sektor bestimmt der SIC-Code des Unternehmens bei der SEC, zugeordnet im eigenen Schema mit elf Sektoren wie im Multiples-Rechner; Fonds und Mantelgesellschaften zählen nicht. Einen Anteil zeigt die Kachel erst ab 10 Meldungen. Der Strich ist der Median der Monatswerte der letzten 12 vollen Monate aus den vierteljährlichen Datensätzen der SEC (Insider Transactions Data Sets); liegt der Anteil darüber, ist der Balken grün. Verkäufe überwiegen fast immer, weil Vorstände einen großen Teil ihrer Vergütung in Aktien erhalten und regelmäßig verkaufen. Käufe gelten in der Forschung als aussagekräftiger als Verkäufe (Lakonishok und Lee 2001), und routinemäßige Geschäfte tragen kaum Information (Cohen u. a. 2012). Lesen lässt sich deshalb vor allem die Abweichung vom eigenen Median, nicht die Höhe.

Meine Werte ist eine eigene Liste von bis zu 20 Aktien, ETFs, Fonds oder Indizes, die über die Suche hinzukommen und im Konto gespeichert sind. Die Kachel zeigt je Wert den letzten Schlusskurs in Landeswährung und die Veränderung zum Vortag, über einen Monat oder über ein Jahr, dazu den Verlauf (ein Monat täglich, ein Jahr mit Wochenschlusskursen). Anlageklassen haben nur Monatswerte und fehlen in der Liste.

Zinskurven, Risikoprämien und Inflationserwartung

Die Zinskurve der USA besteht aus den Renditen von US-Staatsanleihen mit konstanter Laufzeit von 1, 2, 5, 10 und 30 Jahren aus der täglichen Zinskurve des US-Finanzministeriums (US-Finanzministerium, Zinskurven 2026). Das Ministerium veröffentlicht sie am Abend des Handelstags, die Fed übernimmt sie einen Werktag später in H.15 (Federal Reserve, H.15 2026); fällt das Ministerium aus, nimmt der Code die Werte von dort. Die deutsche Kurve stammt aus der täglich geschätzten Zinsstruktur der Bundesbank für dieselben Laufzeiten. Die Bundesbank schätzt ihre Kurve wie die EZB mit dem Verfahren von Svensson (1994), einer Erweiterung von Nelson und Siegel (1987). Die Kachel zeigt die Kurven von heute und vor einem Jahr sowie die Steilheit, die Differenz der Renditen für 10 und 2 Jahre in Basispunkten. Hintergrund im Artikel Zinskurve.

Spreads von Indexanbietern sind lizenzpflichtig. Die Kachel Kreditrisiko zeigt deshalb keinen Spread in Basispunkten, sondern ein Long-Short zweier Anleihe-ETFs in ihrer Fondswährung: Hochzinsanleihen gegen Staatsanleihen ähnlicher Laufzeit in den USA und im Euroraum sowie Euro-Unternehmensanleihen gegen Euro-Staatsanleihen. Zu Beginn des Zeitraums steht das Kursverhältnis auf 100. Steigt es, haben die riskanteren Anleihen besser abgeschnitten; das passt meist zu engeren Spreads.

Die Inflationserwartung der USA ist die Breakeven-Inflation für 5 und 10 Jahre, die Differenz der Renditen nominaler und inflationsgeschützter Staatsanleihen, dazu der Realzins für 10 Jahre, beides aus den Kurven des Ministeriums (US-Finanzministerium, Zinskurven 2026). Gürkaynak u. a. (2010) zeigen, dass diese Differenz keine reine Erwartung ist: Inflationsrisikoprämie und Liquiditätsprämie verzerren sie.

Rezessionssignal und Hypothekenzinsen

Das Rezessionssignal zeigt den Abstand der Renditen für 10 Jahre und 3 Monate als Monatsmittel seit 1980. In den USA ist das die 10-jährige Treasury-Rendite minus die Rendite des 3-Monats-T-Bills, dazu die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in 12 Monaten aus dem Probit-Modell der Seite Markterwartungen (Methodik) und die Rezessionen nach dem NBER als graue Flächen. Für Deutschland ist es die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen minus der 3-Monats-Geldmarktzins aus den Reihen der OECD, ohne Modell. Liegt der Abstand unter null, ist die Kurve invertiert; die Kachel nennt, seit wie vielen Monaten der Abstand über bzw. unter null liegt.

Die Hypothekenzinsen sind für Deutschland der effektive Zins für Wohnungsbaukredite an private Haushalte mit einer anfänglichen Zinsbindung über 10 Jahren im Neugeschäft (MFI-Zinsstatistik, monatlich) und für die USA der Zins für Hypotheken mit 30 Jahren Festzins aus der wöchentlichen Umfrage von Freddie Mac, als Monatsmittel. Die Kachel zeigt zehn Jahre und die Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozentpunkten.

Terminmarkt, Liquidität, Kaufkraftparität und Frühindikator

  • Positionierung am Terminmarkt: COT-Index nach Williams für die Netto-Position der Spekulanten (Hedgefonds bzw. Managed Money) in Gold, Rohöl WTI, Euro und S&P 500 aus den wöchentlichen Berichten der CFTC: 0 ist die kürzeste, 100 die längste Position der letzten 3 Jahre, dazu die Veränderung zur Vorwoche. Die Werte sind dieselben wie auf der Seite Stimmung.
  • Liquidität: Bilanzsumme der Fed (wöchentlich, H.4.1) und des Eurosystems (Wochenausweis) in Billionen, Veränderung zum Vormonat und Verlauf über zehn Jahre, dazu das Wachstum der Geldmengen M2 der USA und M3 des Euroraums gegenüber dem Vorjahr.
  • Kaufkraftparität: Die OECD veröffentlicht je Land, wie viele Einheiten der eigenen Währung dieselben Güter des BIP kosten wie ein US-Dollar in den USA. Daraus ergibt sich ein Wechselkurs nach Kaufkraft, der mit dem Referenzkurs der EZB von heute verglichen wird. Über null ist die Währung teurer, als die Kaufkraft hergibt. Die deutsche Ausgabe misst gegen den Euro, die englische gegen den Dollar.
  • OECD-Frühindikator: Composite Leading Indicator der OECD, amplitudenbereinigt, der langfristige Trend steht auf 100. Die Phase folgt der OECD: über 100 und steigend Aufschwung, über 100 und fallend Abkühlung, unter 100 und fallend Abschwung, unter 100 und steigend Erholung (jeweils zum Vormonat). „Europa“ fasst Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien zusammen (bei der OECD die vier großen Länder Europas).
Kaufkraftparität der Währung W und der Basis B in Einheiten je US-Dollar (OECD)
Einheiten von W je Einheit der Basis am Markt (EZB)

Zinserwartung der Notenbanken

Welche Zinsschritte der Markt für die nächsten Sitzungen einpreist, liest man üblicherweise an Futures und Zinsswaps ab, deren Kurse lizenziert sind. Das Dashboard rechnet stattdessen mit öffentlichen Renditen: für die Fed mit dem effektiven Leitzins und den Renditen von Treasury Bills über 1, 3, 6 und 12 Monate (Federal Reserve, H.15 2026), für die EZB mit dem €STR (EZB, €STR 2026) und den Kassasätzen für 1 bis 12 Monate aus der Zinsstrukturkurve der EZB für Staatsanleihen mit AAA-Rating (EZB, Zinsstrukturkurven 2026).

Die Idee: Eine Rendite mit Laufzeit T ist ungefähr der Durchschnitt des Leitzinses bis T plus ein Abstand (Laufzeitprämie, Knappheit der Papiere). Zwischen zwei Sitzungen ist der Leitzins konstant. Gesucht ist ein Satz je Sitzung bis zur längsten Laufzeit. Weil es mehr Sitzungen als Laufzeiten gibt, löst der Code ein kleinstes Quadrat mit einer leichten Glättung, die große Sprünge von Sitzung zu Sitzung bestraft.

heutiger Leitzins (effektiver Leitzins bzw. €STR)
Satz nach der k-ten Sitzung
kürzeste Rendite minus Leitzins, wenn vor der ersten Sitzung mindestens deren Laufzeit liegt; sonst der zuletzt gemessene Abstand, anfangs 0,10 Punkte für die Fed und 0 für die EZB
ein Zinsschritt in Prozentpunkten
Eingepreiste Zinsschritte der Fed bis zur jeweiligen Sitzung (Beispiel)

Gerechnet mit dem Code des Dashboards: Leitzins 3,88 %, Renditen 4,03 % (1 Monat), 4,21 % (3 Monate), 4,26 % (6 Monate) und 4,40 % (12 Monate), Stand 5.11.2026; Abstand 0,15 Punkte.

Die Werte sind eine Näherung und können einige Basispunkte von Futures abweichen. Piazzesi und Swanson (2004) zeigen, dass auch Fed-Funds-Futures eine schwankende Risikoprämie enthalten, die man vom Pfad trennen muss; Fama (1984) findet, dass sich erwartete Renditen von Treasury Bills mit der Laufzeit ändern. Ein fester Abstand bildet beides nur grob ab. Die Termine der Sitzungen stammen aus den Kalendern der Notenbanken und werden einmal im Jahr ergänzt.

Volatilitätsfläche und VIX-Kurve

Die Volatilitätsfläche zeigt die implizite Volatilität von Optionen auf den S&P-500-ETF SPY nach Strike und Laufzeit. Grundlage sind die Smiles, die das Werkzeug Optionen jede Nacht je Verfall mit der SVI-Form anpasst (Gatheral und Jacquier 2014). Das Dashboard liest jede Kurve bei 80 bis 120 % des Forwards in Schritten von 5 % ab. Verfälle mit weniger als 14 Tagen Restlaufzeit bleiben außen vor, weil ihre steilen Flügel die Fläche verzerren, ebenso Verfälle, die weniger als 10 Tage nach dem vorigen liegen; nötig sind mindestens zwei.

Daneben stehen die Volatilität am Geld nach Laufzeit und der Smile des nächsten Verfalls. Die Fläche lässt sich mit Maus oder Finger drehen, mit den Pfeiltasten ebenfalls; ein Doppelklick oder Pos1 stellt die Ansicht zurück. Die VIX-Kurve zeigt die Volatilitätsindizes für 9 Tage, 1, 3 und 6 Monate und 1 Jahr, heute und vor einem Monat; steht der Wert für 3 Monate über dem für einen Monat, heißt die Kachel Contango. Die Rechnung steht in der Methodik der Volatilität.

Konjunktur, Termine und Einordnung

Die Tabelle Konjunktur im Vergleich zeigt je Region das reale Wachstum gegenüber dem Vorjahr, die Inflation, die Arbeitslosenquote und den Leitzins, jeweils den letzten veröffentlichten Wert. Euroraum, Deutschland und die USA kommen aus den Zeitreihen der Seite Makro (Methodik Makro). Für das Vereinigte Königreich, Japan und China nutzt der Code das Wachstum und die Arbeitslosenquoten der OECD (OECD, BIP-Wachstum 2026; OECD, Arbeitslosenquoten 2026) sowie Verbraucherpreise und Leitzinsen der BIZ (BIZ, Verbraucherpreise 2026; BIZ, Leitzinsen 2026); für China gibt es dort keine Arbeitslosenquote.

Die Termine zeigen die Zinsentscheide von Fed, EZB, Bank of England und Bank of Japan sowie die Veröffentlichung von Verbraucherpreisen, Arbeitsmarktbericht und BIP der USA in den nächsten 75 Tagen, je mit dem letzten Wert aus den eigenen Zeitreihen. Prognosen und Konsensschätzungen zeigt das Dashboard nicht. Reicht die Liste einer Notenbank weniger als 60 Tage in die Zukunft, meldet der Code das.

Die Leiste Einordnung übernimmt je eine Zahl aus anderen Werkzeugen, mit Link dorthin:

ZahlWerkzeug und Methodik
Shiller-KGV des S&P 500 und sein Perzentil seit 1881Bewertung
Regime des S&P 500 (zwei Regime, Wochenwerte) und seine WahrscheinlichkeitRegime
Volatilitäts-Barometer von 0 bis 100Volatilität
Angst-Gier-Index und Finanzstress (0 ist der Durchschnitt, unter 0 niedrig, ab 1 erhöht)Stimmung
Konjunktur-Puls EuroraumKonjunktur-Puls
Blasen-Konfidenz des Nasdaq 100Blasen

Die Kachel Meine Portfolios rechnet die Portfolios aus dem Backtest mit festen Gewichten, täglich auf die Zielgewichte gebracht, in der Basiswährung: Rendite über 1 Tag, seit Jahresanfang und Abstand zum Hoch der letzten 52 Wochen. Anlageklassen mit nur Monatswerten und Werte ohne Kurse bleiben außen vor; die übrigen Gewichte werden auf 100 % hochgerechnet. Die Kachel Schiffe an Engpässen (nicht im Standard, über „Kacheln hinzufügen“) zählt Tanker und Frachtschiffe an fünf Meerengen und Kanälen (Methodik Schiffe).

Quellen und Nutzungsbedingungen

Kurse von ETFs und ETCs und die Optionsdaten stammen aus allgemeinen Kursdaten, die Volatilitätsindizes vom Indexanbieter. Für die folgenden öffentlichen Daten verlangen die Bedingungen eine Quellenangabe, die hier und in den Kacheln steht:

  • OECD: reales BIP-Wachstum (OECD, BIP-Wachstum 2026) und Arbeitslosenquoten (OECD, Arbeitslosenquoten 2026), Lizenz CC BY 4.0. Die Werte sind unverändert übernommen, nur gerundet.
  • BIZ (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich): Verbraucherpreise (BIZ, Verbraucherpreise 2026) und Leitzinsen (BIZ, Leitzinsen 2026). Die deutschen und englischen Bezeichnungen im Dashboard sind keine offizielle Übersetzung der BIZ.
  • Europäische Zentralbank: Referenzkurse (EZB, Referenzkurse 2026), €STR (EZB, €STR 2026) und Zinsstrukturkurven (EZB, Zinsstrukturkurven 2026).
  • US-Finanzministerium und Federal Reserve: tägliche Zinskurven nominaler und inflationsgeschützter Staatsanleihen vom Ministerium (US-Finanzministerium, Zinskurven 2026); effektiver Leitzins, Renditen von Treasury Bills und ersatzweise die Kurven aus H.15 der Fed (Federal Reserve, H.15 2026).
  • Deutsche Bundesbank: Zinsstruktur am Rentenmarkt für die deutsche Zinskurve.
  • CFTC: Commitments of Traders (wöchentlich, gemeinfrei). OECD: Kaufkraftparitäten für das BIP und Composite Leading Indicators (CC BY 4.0). Federal Reserve: Bilanzsumme (H.4.1) und Geldmenge M2. EZB: Wochenausweis des Eurosystems und Geldmenge M3.
  • Freddie Mac: Primary Mortgage Market Survey für die Hypothekenzinsen der USA; die Daten dürfen mit Quellenangabe verwendet werden, die in der Kachel steht.
  • SEC: Meldungen Form 4 aus EDGAR und die Insider Transactions Data Sets (gemeinfrei, abgerufen nach den Regeln der SEC für automatischen Zugriff).
  • EZB, MFI-Zinsstatistik: Zinsen für Wohnungsbaukredite in Deutschland; OECD: langfristige Zinsen und 3-Monats-Geldmarktzins Deutschland (CC BY 4.0); NBER: Datierung der Rezessionen in den USA.

Keine der Institutionen hat das Dashboard geprüft oder empfiehlt es. Die Termine der Notenbanken stammen aus deren veröffentlichten Kalendern; die Termine der US-Statistik fragt der Server automatisch ab.

Grenzen

  • Tagesschluss: Alle Werte beziehen sich auf den letzten Handelstag; Märkte in anderen Zeitzonen schließen zu anderen Zeiten, die Korrelationen über Tagesrenditen werden dadurch unschärfer.
  • ETFs statt Indizes: Kosten, Dividenden und Abweichungen vom Index stecken in den Renditen; einzelne Tage können vom Index abweichen.
  • Kreditrisiko als Kursverhältnis: Das Verhältnis enthält neben dem Spread auch Unterschiede in Laufzeit und Zinsrisiko der beiden Fonds und ist kein Spread in Basispunkten.
  • Zinserwartung als Näherung: Der Abstand zwischen Renditen und Leitzins schwankt; der Pfad hängt von der Glättung ab und weicht von Futures ab.
  • Konjunktur mit Verzögerung: Wachstum und Inflation erscheinen Wochen bis Monate nach dem Zeitraum, den sie beschreiben, und werden später oft überarbeitet.
  • Insider-Meldungen: Form 4 muss binnen zwei Geschäftstagen nach dem Geschäft eingereicht sein, die Kachel hinkt also etwas hinterher. Berichtigungen (4/A) zählen nicht, und große Sektoren mit vielen Unternehmen prägen den Wert für alle Sektoren.
  • Keine Anlageberatung: Das Dashboard beschreibt die Lage; ob und wie man darauf reagiert, beantwortet es nicht.

Häufige Fragen

Warum zeigt das Dashboard Renditen in Landeswährung?

Damit die Kachel den Markt misst und nicht den Wechselkurs. Ein in Euro gehandelter ETF auf US-Aktien steigt auch, wenn nur der Dollar zulegt. Der Code rechnet den Kurs deshalb mit den Referenzkursen der EZB in Dollar um.

Wie berechnet das Dashboard die eingepreisten Zinsschritte?

Aus öffentlichen Renditen kurzer Laufzeit: Eine Rendite ist ungefähr der Durchschnitt des Leitzinses bis zu ihrer Laufzeit plus ein Abstand. Der Code sucht je Sitzung einen Satz, der alle Laufzeiten möglichst gut trifft, und teilt die Änderung durch 0,25 Punkte.

Wie genau ist die Zinserwartung ohne Futures?

Sie ist eine Näherung und kann einige Basispunkte von Futures und Zinsswaps abweichen, vor allem wenn der Abstand zwischen Renditen und Leitzins schwankt. Richtung und Größenordnung stimmen meist.

Wie aktuell sind die Daten?

Es sind Tagesschlusswerte. Der Stand wird nachts neu gerechnet; Konjunkturdaten zeigen den letzten veröffentlichten Monat oder das letzte Quartal.

Woher stammen die Konjunkturdaten für Großbritannien, Japan und China?

Wachstum und Arbeitslosenquoten von der OECD, Verbraucherpreise und Leitzinsen von der BIZ. Für China veröffentlicht die OECD dort keine Arbeitslosenquote.

Was zeigt die Volatilitätsfläche?

Die implizite Volatilität von Optionen auf den S&P 500 nach Strike und Laufzeit. Meist liegt sie bei niedrigen Strikes höher, weil Absicherung gegen Kursstürze gefragt ist.

Literatur

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