Glossar: Begriffe mit G
41 Begriffe von Gain/Loss Ratio bis Günstigerprüfung, kurz erklärt und wo möglich mit Quelle. Alle Begriffe von A bis Z
- Gain/Loss Ratio
Durchschnittlicher Gewinn in positiven Perioden geteilt durch den durchschnittlichen Verlust in negativen.
- Gamma
Wie stark sich das Delta einer Option ändert, wenn der Kurs um eine Einheit steigt, also die Krümmung des Optionspreises. Am größten bei Optionen am Geld kurz vor Verfall; Käufer sind long Gamma, Verkäufer short.
Beispiel: Call mit Kurs und Strike 100, einem Jahr, 5 % Zins und 20 % Volatilität: Gamma 0,0188. Steigt der Kurs um 1, wächst das Delta um knapp 0,02.
Mehr: Optionsbewertung: wie faire Optionspreise entstehen · Methodik: Optionsrechner: so bewertet Portfolio Lab Optionen
- Gap-Risiko (Gap Risk, Sprungrisiko)
Risiko, dass ein Kurs zwischen zwei Handelszeitpunkten so stark springt, dass eine Absicherungsregel nicht rechtzeitig reagieren kann. Bei CPPI fällt der Wert dann unter den Floor.
Quelle: Cont und Tankov (2009)
Mehr: CPPI: Wertsicherung mit Polster, Floor und Multiplikator · Methodik: CPPI-Backtest: Methodik
- GARCH-Modell (GARCH)
Verallgemeinerung von ARCH, bei der die heutige Varianz zusätzlich von der Varianz des Vortags abhängt. GARCH(1,1) ist das Standardmodell, um Volatilität für Risikomaße wie den Value at Risk vorherzusagen.
Quelle: Bollerslev (1986)
- Garman-Kohlhagen-Modell (Devisenoption, Währungsoption)
Black-Scholes für Devisenoptionen: Der ausländische Zins wirkt wie eine Dividendenrendite, die Cost of Carry ist Inlands- minus Auslandszins.
Quelle: Garman und Kohlhagen (1983)
Methodik: Optionsrechner: so bewertet Portfolio Lab Optionen
- GARP (Growth at a Reasonable Price, PEG-Ratio, PEG, Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis)
Growth at a Reasonable Price: Wachstum zu einem vernünftigen Preis. Der Stil sucht Unternehmen mit hohem Gewinnwachstum, die nicht zu teuer bewertet sind; Peter Lynch verglich dafür das KGV mit der Wachstumsrate des Gewinns. Verbreitete Kennzahl ist das PEG-Verhältnis, KGV geteilt durch das erwartete Gewinnwachstum in Prozent.
Beispiel: KGV 20 bei 25 % erwartetem Gewinnwachstum: PEG = 20 / 25 = 0,8, nach der Faustregel unter 1 also eher günstig.
Quelle: Lynch und Rothchild (2000)
Mehr: Investorenlegenden: Anlagestile der bekanntesten Investoren von Graham bis Simons
- Gedeckte Zinsparität (Covered Interest Parity, CIP)
Der Terminkurs einer Währung weicht vom heutigen Kurs genau um die Zinsdifferenz ab; sonst gäbe es risikolose Gewinne. Daher kostet oder bringt eine Absicherung ungefähr diese Differenz. Ganz exakt gilt sie nicht: Du u. a. (2018) finden bei großen Währungen anhaltende Abweichungen.
Quelle: Du u. a. (2018)
Mehr: Carry Trade: Zinsen kassieren mit Währungen und Anleihen · Methodik: Carry-Backtest: Methodik für Devisen- und Anleihen-Carry
- Gehebelter ETF (Leveraged ETF, Hebel-ETF, LETF)
Fonds, der täglich ein Vielfaches (etwa das Doppelte) der Tagesrendite eines Index liefert. Über längere Zeit weicht seine Rendite stark vom Vielfachen ab, weil die tägliche Anpassung bei Schwankung Wert kostet. Der Backtest von Portfolio Lab bildet solche Fonds mit einem Hebel je Wertpapier nach.
Quelle: Cheng und Madhavan (2009); Avellaneda und Zhang (2010)
Mehr: Hebel im Portfolio: Rendite, Risiko, Kosten und Margin Calls · Methodik: Backtest-Methodik: Daten, Ablauf, Rebalancing und Kosten
- Geld-Brief-Spanne (Spread, Bid-Ask-Spread)
Abstand zwischen dem Kurs, zu dem man verkaufen kann (Geld), und dem, zu dem man kaufen kann (Brief). Bei großen ETFs oft unter 0,1 %, bei engen Märkten und außerhalb der Hauptbörsenzeit deutlich mehr.
Mehr: ETF-Grundlagen: Kosten, Replikation und Ertragsverwendung · Methodik: Backtest-Methodik: Daten, Ablauf, Rebalancing und Kosten
- Geldgewichtete Rendite (MWR, Money-Weighted Return)
Rendite aus Sicht des Anlegers einschließlich Zeitpunkt und Höhe seiner Zahlungen, berechnet als interner Zinsfuß. Wer vor allem nach Kursanstiegen kauft, erzielt weniger als die zeitgewichtete Rendite des Fonds.
Quelle: Dichev (2007)
Mehr: Zeitgewichtete Rendite und geldgewichtete Rendite: Was misst was?
- Geldmarkt
Sehr kurzfristige Anlagen wie Tagesgeld, Termingeld oder kurzlaufende Staatspapiere. In Euro orientiert sich der Zins am €STR. Dient im Backtest als risikofreier Zins.
- Geldmarktfonds
Fonds, der in sehr kurz laufende, sichere Papiere und Tagesgeld investiert. Seine Rendite folgt dem Geldmarktzins; ETFs auf €STR bilden diesen Zins fast genau nach.
- Geolokationsdaten (Standortdaten, Foot Traffic)
Standortdaten von Smartphones, die Apps weitergeben. Sie zeigen Besuche in Geschäften oder Werken und dienen als Echtzeit-Maß für Umsätze; nach der DSGVO sind Standortdaten personenbezogen, solange sie nicht unumkehrbar anonymisiert sind.
Quelle: Froot u. a. (2017); EU-Kommission (2026)
Mehr: Alternative Daten: Stellenanzeigen, Reddit, X, Satelliten, Kartenzahlungen
- Geometrische Attribution (Geometric Attribution, geometrische Überrendite)
Attribution der geometrischen Überrendite (1 + R) / (1 + B) − 1 statt der Differenz R − B. Die Effekte verketten sich über Perioden ohne Korrekturfaktoren und lassen sich zwischen Währungen umrechnen, sind aber weniger anschaulich.
Beispiel: Portfolio 6,35 %, Benchmark 5,60 %: geometrisch 1,0635 / 1,0560 − 1 = 0,71 % statt arithmetisch 0,75 Prozentpunkte.
Quelle: Menchero (2005); Bacon (2019)
Mehr: Multi-Asset-Attribution: Gewichtungsschemata, Top-down und Bottom-up, Währungen und Overlays
- Geometrische Brownsche Bewegung (GBM, Geometric Brownian Motion)
Standardmodell für Kurse in stetiger Zeit: Die logarithmierte Rendite ist normalverteilt mit fester Drift und Volatilität, der Kurs selbst lognormalverteilt. Grundlage des Black-Scholes-Modells und vieler Monte-Carlo-Simulationen; Crashs, dicke Ränder und Phasen hoher Schwankung bildet es nicht ab.
Quelle: Glasserman (2003)
Mehr: Gehebelte ETFs und Return Stacking: Funktion, lange Haltedauer, Kosten und Forschung · Methodik: Methodik der freien Finanzrechner: Lohn, Rente, FIRE, Auto, Immobilie und Depot
- Geometrisches Mittel
Durchschnittliche Wachstumsrate mit Zinseszins: die n-te Wurzel aus dem Produkt der Wachstumsfaktoren, minus 1. Es beschreibt, wie schnell ein Vermögen tatsächlich gewachsen ist, und entspricht über ganze Jahre der CAGR.
Beispiel: +50 % und −50 %: √(1,5 × 0,5) − 1 = −13,40 % je Periode.
Mehr: CAGR: die durchschnittliche jährliche Rendite richtig berechnen
- Gewerbesteuer (GewSt, Hebesatz, Gewerbeertragsteuer)
Gemeindesteuer auf den Gewerbeertrag: 3,5 % Steuermesszahl mal dem Hebesatz der Gemeinde. Kapitalgesellschaften sind immer gewerbesteuerpflichtig, auch wenn sie nur Vermögen verwalten. Der Mindesthebesatz steigt ab dem Erhebungszeitraum 2027 von 200 auf 280 %.
Beispiel: Hebesatz 400 %: 3,5 % × 400 % = 14 % des Gewerbeertrags.
Quelle: GewStG (2002)
Mehr: Vermögensverwaltende GmbH: Ab wann lohnt sie sich? Steuern, Kosten und Break-even
- Gewichtete Kapitalkosten (WACC, Kapitalkosten)
Durchschnitt aus Eigenkapitalkosten und Fremdkapitalkosten nach Steuern, gewichtet mit den Anteilen an der Finanzierung. Mit diesem Satz zinst das DCF-Modell die freien Cashflows ab.
Beispiel: 80 % Eigenkapital zu 9,1 % und 20 % Fremdkapital zu 5,0 % bei 28 % Steuern: 0,8 × 9,1 % + 0,2 × 3,6 % = 8,0 %.
Quelle: Damodaran (2012)
Mehr: Fundamentalanalyse: Unternehmen bewerten wie ein Investor
- Gewichtete TER (Depot-TER, durchschnittliche TER, Gesamtkostenquote des Depots)
Laufende Kosten eines Depots aus mehreren Fonds: die TER jedes Fonds mal seinem Anteil am Depot, aufsummiert. Sie zeigt, was die Beimischungen das Gesamtdepot kosten und, im Vergleich zum reinen Kern, wie teuer die Abweichung ist.
Beispiel: 80 % Kern mit 0,20 % und 20 % Satelliten mit 0,50 % TER: 0,8 × 0,20 % + 0,2 × 0,50 % = 0,26 %.
Mehr: Core-Satellite mit breitem Kern und gezielten Satelliten: Kosten, Tracking Error und Regeln
- Gewichtsgrenzen
Ober- und Untergrenzen je Anlage in einer Optimierung. Sie wirken ähnlich wie Shrinkage der Kovarianzmatrix und machen das Ergebnis robuster, auch wenn sie theoretisch „falsch“ sind.
Quelle: Jagannathan und Ma (2003)
- Gewinnrendite (Earnings Yield)
Kehrwert des KGV: Gewinn je Aktie geteilt durch den Kurs. Ein KGV von 25 entspricht 4 % Gewinnrendite; der Vergleich mit Anleiherenditen ist verbreitet, aber unscharf, weil Gewinne real wachsen.
- GIPS (Global Investment Performance Standards, GIPS-Standards)
Global Investment Performance Standards des CFA Institute, Fassung 2020, gültig seit dem 1. Januar 2020: freiwillige Regeln, wie Vermögensverwalter ihre Wertentwicklung berechnen und darstellen, mit Composites, zeitgewichteten Renditen nach Transaktionskosten und mindestens fünf Jahren Historie.
Quelle: CFA Institute (2019); CFA Institute (2019)
Mehr: Portfolio-Reporting: Rendite, Risiko, Attribution und Kosten richtig berichten
- Glättung von Renditen (Smoothing, Entglättung, Unsmoothing, Appraisal Smoothing)
Bewertungen illiquider Anlagen folgen den Marktpreisen verzögert und gedämpft. Dadurch erscheinen Volatilität, Korrelation und Beta zu niedrig, die Sharpe Ratio zu hoch, und die gemeldeten Renditen sind autokorreliert. Eine Entglättung rechnet das grob zurück.
Beispiel: Glättungsgrad θ = 0,6: gemessene Volatilität = wahre Volatilität × √(0,4 / 1,6), also halb so hoch.
Quelle: Getmansky u. a. (2004); Geltner (1993); Couts u. a. (2024)
Mehr: Private Credit und Public Credit im Vergleich: Rendite, Risiken und was die Forschung zeigt
- Gleichgewichteter Index (Equal-Weight-Index)
Index, in dem jede Aktie dasselbe Gewicht hat. Er neigt zu kleineren Unternehmen und erfordert regelmäßiges Umschichten zurück zur Gleichgewichtung.
- Gleichgewichtung (1/N, Equal Weight)
Jede Anlage erhält denselben Anteil (1/N). Die einfache Regel schlägt in Studien außerhalb der Stichprobe viele Optimierungsmodelle, weil sie keine Schätzfehler aufnimmt.
Quelle: DeMiguel u. a. (2009)
Mehr: Risk Parity: gleiche Risikobeiträge statt gleicher Gewichte
- Gleitender Durchschnitt (200-Tage-Linie)
Durchschnittskurs der letzten n Tage oder Monate. Liegt der Kurs darüber, gilt der Trend als intakt, etwa bei der 200-Tage-Linie.
Mehr: Taktische Allokation: Momentum, Dual Momentum und Trendfolge
- Gleitpfad
Planmäßiger Übergang von einem riskanteren zu einem sichereren Portfolio über die Zeit, etwa sinkender Aktienanteil mit zunehmendem Alter.
- Global Macro (Makro-Hedgefonds, Global-Macro-Fonds, Makrostrategie, Macro)
Hedgefonds-Stil, der auf die großen Bewegungen von Zinsen, Währungen, Staatsanleihen, Aktienindizes und Rohstoffen setzt, gestützt auf Einschätzungen zu Konjunktur, Geldpolitik und Politik. Umgesetzt meist mit Futures, Devisentermingeschäften und Hebel; bekanntes Beispiel ist die Wette des Quantum Fund gegen das britische Pfund 1992.
Quelle: Mallaby (2010)
Mehr: Investorenlegenden: Anlagestile der bekanntesten Investoren von Graham bis Simons
- Glück oder Können
Frage, ob gute Fondsergebnisse auf Fähigkeiten oder Zufall beruhen. Simulationen mit zufällig gezogenen Renditen zeigen: Nur wenige US-Aktienfonds erzielen genug Mehrrendite, um ihre Kosten zu decken.
Quelle: Fama und French (2010)
- Gold
Edelmetall ohne laufende Erträge, das als Krisenschutz und Wertaufbewahrung gehalten wird. Sein realer Preis schwankt stark; als Inflationsschutz wirkt es nur über sehr lange Zeiträume.
Quelle: Erb und Harvey (2013); Baur und Lucey (2010)
Mehr: Gold im Portfolio: sicherer Hafen, Inflationsschutz oder nur glänzend?
- Gold mit Lieferanspruch
Börsengehandelte Wertpapiere, die einen Anspruch auf Auslieferung physischen Goldes verbriefen. Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs werden sie wie physisches Gold behandelt: steuerfrei nach einem Jahr Haltedauer.
Mehr: Gold im Portfolio: sicherer Hafen, Inflationsschutz oder nur glänzend? · Methodik: Steuern im Backtest: wie Portfolio Lab Abgeltungsteuer und Vorabpauschale rechnet
- Gordon-Wachstumsmodell (Gordon-Modell, Dividendendiskontierungsmodell, Dividend Discount Model)
Bewertet eine Aktie als ewig und konstant wachsende Dividende: Kurs = Dividende des nächsten Jahres / (Renditeforderung − Wachstum). Es gilt nur, solange das Wachstum dauerhaft unter der Renditeforderung liegt.
Beispiel: Dividende 3 €, Renditeforderung 8 %, Wachstum 5 %: 3 / (0,08 − 0,05) = 100 €.
Quelle: Gordon (1959)
Mehr: Fundamentalanalyse: Unternehmen bewerten wie ein Investor
- Greeks (Griechen, Sensitivitäten)
Sammelbegriff für die Kennzahlen, die angeben, wie ein Optionspreis auf Änderungen von Kurs (Delta, Gamma), Volatilität (Vega), Zeit (Theta) und Zins (Rho) reagiert. Händler steuern mit ihnen das Risiko ganzer Optionsbestände.
Quelle: Hull (2021)
Mehr: Optionsbewertung: wie faire Optionspreise entstehen · Methodik: Optionsrechner: so bewertet Portfolio Lab Optionen
- Greenium (Green Premium, grüne Prämie)
Renditeabschlag grüner Anleihen gegenüber vergleichbaren herkömmlichen Anleihen desselben Emittenten: Anleger nehmen für das grüne Etikett eine etwas niedrigere Rendite hin. Steigt er, gewinnen grüne Anleihen an Kurs.
Quelle: Pástor u. a. (2022)
Mehr: ESG-ETFs: SFDR, Ratings, Rendite und die Grenzen nachhaltiger Fonds
- Greenwashing
Ein Produkt wird nachhaltiger dargestellt, als es ist, etwa durch Namen, Werbung oder Einstufung, denen die tatsächlichen Anlageregeln nicht entsprechen.
Mehr: ESG-ETFs: SFDR, Ratings, Rendite und die Grenzen nachhaltiger Fonds
- Gross-Return-Index (Bruttoindex, Gross Total Return)
Indexvariante, die Dividenden ohne Abzug einer pauschalen Quellensteuer wieder anlegt; bei MSCI so, wie sie Privatanlegern im Sitzland des Unternehmens zufließen, ohne Steuergutschriften. Er liegt über dem Net-Return-Index und ist für Fonds der strengere Maßstab.
Quelle: MSCI Berechnungsmethodik (2025)
Mehr: Indexanbieter und Bewertungszeitpunkt: Warum gleiche Indizes verschieden rechnen
- Größenprämie (Small-Cap-Prämie, Size-Prämie)
Mehrrendite kleiner Unternehmen gegenüber großen. Nach ihrer Entdeckung um 1980 schwächte sie sich deutlich ab und hängt stark davon ab, wie man Qualität berücksichtigt.
Quelle: Banz (1981)
- Grossman-Stiglitz-Paradox
Wären Märkte vollkommen effizient, lohnte sich das Sammeln von Informationen nicht. Dann würde es niemand tun, und die Märkte könnten nicht effizient sein. Märkte sind daher höchstens annähernd effizient.
Mehr: Effizienzmarkthypothese: Warum es so schwer ist, den Markt zu schlagen
- Grunderwerbsteuer (GrESt, Grunderwerbsteuer Bundesländer)
Steuer auf den Kauf eines Grundstücks oder einer Wohnung, bezogen auf den Kaufpreis. Das Bundesgesetz sieht 3,5 % vor; die Länder setzen eigene Sätze fest, 2026 von 3,5 % in Bayern bis 6,5 % etwa in Nordrhein-Westfalen. Schenkungen, Erbschaften und Übertragungen an Ehegatten oder Kinder sind ausgenommen.
Beispiel: Wohnung für 400.000 € in Nordrhein-Westfalen: 6,5 % × 400.000 € = 26.000 €.
Quelle: GrEStG (1997); Bremisches Gesetzblatt (2025); Finanzverwaltung NRW (2026)
- Grundfreibetrag (Existenzminimum, Grundfreibetrag 2026, § 32a EStG)
Teil des zu versteuernden Einkommens, auf den keine Einkommensteuer anfällt; 2026 sind das 12.348 €. Für Kapitalerträge wirkt er über die Günstigerprüfung: Ein Kind ohne andere Einkünfte kann deshalb weit mehr steuerfrei haben als den Sparer-Pauschbetrag.
Beispiel: 12.348 € + 1.000 € Sparer-Pauschbetrag + 36 € Sonderausgaben-Pauschbetrag = 13.384 € Kapitalerträge ohne Einkommensteuer.
Quelle: EStG § 32a (2009)
Mehr: Kinderdepot oder Elterndepot? Steuern, Schenkung, BAföG und Familienversicherung
- Günstigerprüfung
Auf Antrag in der Steuererklärung werden Kapitalerträge mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert, wenn dieser unter 25 % liegt. Das Finanzamt prüft dann selbst, welche Variante günstiger ist.
Quelle: EStG (2009)
Mehr: Abgeltungsteuer, Teilfreistellung und Sparerpauschbetrag bei ETFs
Kurz und vereinfacht erklärt; keine Anlage- oder Steuerberatung.