Glossar: Begriffe mit 0-9
7 Begriffe von €STR bis 90/60-Portfolio, kurz erklärt und wo möglich mit Quelle. Alle Begriffe von A bis Z
- €STR (ESTR, €STER)
Euro Short-Term Rate: von der EZB veröffentlichter Zins für unbesicherte Tagesgeldgeschäfte von Banken, seit 2019. Nachfolger von EONIA und der übliche risikofreie Zins für Euro-Anleger.
Mehr: Sharpe Ratio: Rendite pro Einheit Risiko · Methodik: Kennzahlen-Methodik: wie Portfolio Lab Rendite und Risiko misst
- 110-minus-Alter-Regel (100-minus-Alter-Regel)
Faustregel für die Aktienquote: 110 minus Lebensalter in Prozent, mit 40 Jahren also 70 % Aktien. Sie bildet einen Gleitpfad ab, berücksichtigt aber weder Vermögen noch Einkommen noch Risikobereitschaft.
Mehr: Aktienquote nach Alter: Faustregeln, Gleitpfad und was die Theorie sagt · Methodik: Finanzziele-Methodik: wie Portfolio Lab einen Lebensplan simuliert
- 13F-Meldung (Form 13F, 13F, 13F-Filing, 13F filing, 13F-Bericht)
Pflichtmeldung bei der US-Börsenaufsicht SEC für Vermögensverwalter, die über mindestens 100 Mio. US-Dollar in meldepflichtigen Wertpapieren entscheiden. Sie zeigt vierteljährlich die Long-Positionen in US-Aktien, ETFs und bestimmten Optionen und Wandelanleihen, spätestens 45 Tage nach Quartalsende; Leerverkäufe fehlen. Auf Antrag dürfen Positionen zeitweise vertraulich bleiben.
Beispiel: Quartalsende 30. Juni, Meldung spätestens am 14. August, also 45 Tage später.
Quelle: SEC, Form 13F (2026)
Mehr: Investorenlegenden: Anlagestile der bekanntesten Investoren von Graham bis Simons
- 4-Prozent-Regel (Vier-Prozent-Regel)
Faustregel aus US-Studien der 1990er-Jahre: Im ersten Ruhestandsjahr 4 % des Vermögens entnehmen und den Betrag danach mit der Inflation erhöhen; das hätte historisch in den USA meist 30 Jahre gereicht. Für andere Länder und Zeiträume liegt die Grenze oft niedriger.
- 5/10/40-Regel
Streuungsvorgabe für OGAW-Fonds: Eine einzelne Position darf höchstens 10 % ausmachen, und alle Positionen über 5 % zusammen höchstens 40 %. Für Indexfonds gelten erweiterte Grenzen.
Mehr: ETF-Grundlagen: Kosten, Replikation und Ertragsverwendung
- 60/40-Portfolio
Klassische Mischung aus 60 % Aktien und 40 % Anleihen. Sie gilt als Referenz für ausgewogene Portfolios; wie gut sie funktioniert, hängt stark von der Korrelation zwischen Aktien und Anleihen ab.
Mehr: 60/40-Portfolio: Die klassische Mischung aus Aktien und Anleihen
- 90/60-Portfolio (90/60, gehebeltes 60/40)
60/40-Portfolio mit Hebel 1,5: 90 % Aktien und 60 % Anleihen auf 100 % Kapital, meist über Anleihe-Futures. Die Rendite liegt ungefähr bei 1,5 × Rendite des 60/40 − 0,5 × Geldmarktzins.
Beispiel: Aktien +8 %, Anleihen +4 %, Geldmarkt 3 %: 60/40 +6,4 %, 90/60 1,5 × 6,4 − 0,5 × 3 = +8,1 %.
Mehr: Gehebelte ETFs und Return Stacking: Funktion, lange Haltedauer, Kosten und Forschung
Kurz und vereinfacht erklärt; keine Anlage- oder Steuerberatung.