Glossar: Begriffe mit D
41 Begriffe von Data Snooping bis Dynamik (Sparplan), kurz erklärt und wo möglich mit Quelle. Alle Begriffe von A bis Z
- Data Snooping
Wiederholtes Auswerten derselben historischen Daten, bis Muster auftauchen. Die gefundenen Effekte sind dann teilweise Zufall und schwächen sich außerhalb der Stichprobe ab.
Quelle: McLean und Pontiff (2016)
Mehr: Backtest-Overfitting: Wenn die Vergangenheit zu gut aussieht
- Deckungsgrad
Vermögen geteilt durch den Barwert der künftigen Zahlungen. Über 100 % ist das Ziel mit sicheren Anlagen erreichbar.
Mehr: Asset-Liability-Management: Vermögen an künftigen Ausgaben ausrichten
- Defensive Aktien (Defensive Werte)
Unternehmen mit stabiler Nachfrage auch in Abschwüngen, etwa Versorger, Basiskonsum oder Gesundheit. Sie haben meist ein niedriges Beta.
- Deflated Sharpe Ratio (DSR)
Sharpe Ratio, korrigiert um die Zahl der ausprobierten Strategien, die Länge der Reihe sowie Schiefe und Wölbung der Renditen. Sie gibt an, wie wahrscheinlich die beobachtete Sharpe Ratio echtes Können statt Glück ist.
Quelle: Bailey und López de Prado (2014)
Mehr: Backtest-Overfitting: Wenn die Vergangenheit zu gut aussieht
- Deleveraging (Hebelabbau, Schuldenabbau, Entschuldung, Liquiditätsspirale)
Abbau von Hebel durch Verkäufe oder Tilgung. Verkaufen viele Gehebelte gleichzeitig, etwa nach Margin Calls, drücken sie die Kurse und lösen weitere Verkäufe aus. So entsteht eine Liquiditätsspirale, wie sie in Finanzkrisen auftritt.
Quelle: Geanakoplos (2010); Brunnermeier und Pedersen (2009)
Mehr: Hebel im Portfolio: Rendite, Risiko, Kosten und Margin Calls
- Delta
Wie stark sich der Optionspreis ändert, wenn der Basiswert um eine Einheit steigt. Ein Call mit Delta 0,5 gewinnt etwa 50 Cent, wenn die Aktie um 1 € steigt.
Mehr: Optionsbewertung: wie faire Optionspreise entstehen · Methodik: Optionsrechner: so bewertet Portfolio Lab Optionen
- Delta-Hedging (Delta-Hedge, Delta Hedging, delta-neutral)
Absicherung einer Optionsposition mit dem Basiswert im Verhältnis des Deltas, sodass kleine Kursbewegungen das Ergebnis kaum ändern. Weil sich das Delta mit dem Kurs ändert (Gamma), muss laufend nachgesteuert werden.
Beispiel: 1.000 Calls mit Delta 0,57 sichert man mit 570 leerverkauften Aktien ab.
Mehr: Leerverkauf, Hedgefonds und Hedging: Arten und Wirkung · Methodik: Optionsrechner: so bewertet Portfolio Lab Optionen
- Depotübertrag (Depotwechsel, Depotübertragung, Gläubigerwechsel)
Umzug von Wertpapieren in ein anderes Depot. Bleibt der Inhaber gleich, schickt die alte Bank die Anschaffungsdaten mit; wechselt der Inhaber, gilt der Übertrag für die Kapitalertragsteuer als Verkauf, außer er wird als unentgeltlich gemeldet; dann informiert die Bank das Finanzamt.
Beispiel: Fehlen die Anschaffungsdaten, gelten 30 % des Verkaufserlöses als Gewinn: Bei 20.000 € Erlös behält die Bank 26,375 % × 6.000 € = 1.582,50 € ein.
Quelle: EStG §§ 43, 43a, 44a (2009); BMF (2025)
- Devisen-Fixing (WM/Reuters-Fixing, FX-Fixing, WM/Refinitiv)
Zu einem festen Zeitpunkt ermittelter Referenzwechselkurs. Große Aktienindizes rechnen mit Kursen um 16 Uhr Londoner Zeit, etwa dem WM/Reuters-Fixing; Fonds, die Devisen zu einer anderen Uhrzeit bewerten, weichen schon dadurch vom Index ab.
Quelle: MSCI Hedged-Methodik (2020); FTSE Russell Berechnungsleitfaden (2026)
Mehr: Indexanbieter und Bewertungszeitpunkt: Warum gleiche Indizes verschieden rechnen
- Devisentermingeschäft (Terminkurs, Devisentermin, FX Forward, Outright-Termingeschäft, Forward-Kurs)
Vertrag, eine Währung an einem späteren Tag zu einem heute festgelegten Kurs, dem Terminkurs, zu tauschen. Nach der gedeckten Zinsparität ist der Terminkurs der Kassakurs, korrigiert um die Zinsdifferenz; Währungsabsicherungen und Carry Trades laufen meist darüber.
Quelle: Hull (2021)
Mehr: Carry Trade: Zinsen kassieren mit Währungen und Anleihen · Methodik: Carry-Backtest: Methodik für Devisen- und Anleihen-Carry
- Diebold-Mariano-Test (DM-Test)
Test, ob zwei Prognosen gleich genau sind. Er setzt die mittlere Differenz ihrer Verluste, etwa der quadrierten Fehler, ins Verhältnis zu deren Standardfehler und erlaubt beliebige Verlustfunktionen sowie autokorrelierte, nicht normalverteilte Fehler.
Quelle: Diebold und Mariano (1995)
Mehr: Prognosemodelle für Renditen: ARIMA, GARCH, LSTM und Machine Learning
- Digitale Option (Binäre Option, Cash-or-nothing)
Option mit fester Auszahlung, wenn der Kurs bei Fälligkeit über (Call) oder unter (Put) dem Strike liegt, sonst nichts. Ihr Preis ist der abgezinste Betrag mal der risikoneutralen Wahrscheinlichkeit, im Geld zu enden.
Methodik: Optionsrechner: so bewertet Portfolio Lab Optionen
- Digitaler Euro (Digital Euro, CBDC, digitales Zentralbankgeld)
Geplantes digitales Zentralbankgeld des Eurosystems für Zahlungen, als Ergänzung zum Bargeld. Die Verordnung ist im Gesetzgebungsverfahren (Stand Oktober 2026); die EZB will für eine mögliche erste Ausgabe 2029 bereit sein, wenn das Gesetz 2026 beschlossen wird.
Quelle: EZB (2025); Europäisches Parlament (2026)
Mehr: Digital Assets: Tokenisierung, Stablecoins, Kryptowertpapiere und digitaler Euro
- Direct Lending (Direktkredit, Unitranche)
Größte Strategie im Private Credit: Ein Fonds vergibt einen Kredit direkt an ein Unternehmen, häufig zur Finanzierung einer Übernahme durch eine Private-Equity-Gesellschaft. Oft als Unitranche, also als ein einziger Kredit statt mehrerer vor- und nachrangiger Tranchen.
Quelle: Block u. a. (2024)
Mehr: Private Credit und Public Credit im Vergleich: Rendite, Risiken und was die Forschung zeigt
- Directors' Dealings (Eigengeschäfte von Führungskräften, Managers' Transactions, Insidergeschäfte von Vorständen)
Eigengeschäfte von Personen mit Führungsaufgaben bei einem Emittenten, etwa Vorständen und Aufsichtsräten, und ihnen eng verbundener Personen in dessen Aktien, Schuldtiteln oder Derivaten. Nach Art. 19 MAR sind sie spätestens drei Geschäftstage nach dem Geschäft zu melden; in Deutschland gilt seit dem 1. Januar 2026 eine Schwelle von 50.000 € im Kalenderjahr.
Quelle: MAR (2014); BaFin, Eigengeschäfte (2025)
Mehr: Insiderhandel: was verboten ist, was erlaubt ist und was Directors' Dealings verraten
- Discount-Zertifikat (Discountzertifikat, Discount Certificate)
Zertifikat, das unter dem Kurs des Basiswerts gekauft wird und am Ende den Kurs zahlt, höchstens aber den Cap. Zerlegt: Basiswert ohne Dividenden minus ein verkaufter Call mit Strike am Cap. Der Rabatt besteht aus Dividenden und Optionsprämie.
Beispiel: Aktie 100 €, Cap 90 €, Briefkurs 84 €: Discount 16 %, Maximalrendite 90 / 84 − 1 = 7,14 %.
Quelle: Wilkens u. a. (2003); Baule u. a. (2008)
Mehr: Optionsscheine, Turbos und Zertifikate: Was sie sind und was man draufzahlt · Methodik: Optionsrechner: so bewertet Portfolio Lab Optionen
- Discounted-Cashflow-Modell (DCF, DCF-Modell, DCF-Methode)
Bewertungsverfahren, das die erwarteten freien Cashflows eines Unternehmens mit den Kapitalkosten (WACC) auf heute abzinst und einen Endwert für die Zeit nach der Detailplanung addiert. Zieht man die Nettofinanzschulden ab, bleibt der Wert des Eigenkapitals.
Quelle: Damodaran (2012)
Mehr: Fundamentalanalyse: Unternehmen bewerten wie ein Investor
- Diskrete Skaleninvarianz (Discrete Scale Invariance, DSI)
Ein Muster sieht gleich aus, wenn man den Maßstab um bestimmte Faktoren λ, λ², … streckt, aber nicht bei beliebigen Faktoren. Physikalische Grundlage der log-periodischen Schwingungen vor einem kritischen Punkt wie einem Crash.
Quelle: Feigenbaum und Freund (1996); Johansen, Sornette und Ledoit (1999)
Mehr: Spekulationsblasen: Was sie sind und wie das LPPLS-Modell sie sucht
- Dispositionseffekt
Neigung, Gewinner zu früh zu verkaufen und Verlierer zu lange zu halten, um sich einen Verlust nicht eingestehen zu müssen. Steuerlich und renditemäßig meist ungünstig.
- Distanzmethode (Distance Method, Distanzansatz, SSD-Methode)
Auswahl von Paaren nach Gatev, Goetzmann und Rouwenhorst: Kurse werden auf 1 normiert, und jedem Wert wird der Partner mit der kleinsten Summe der quadrierten Abstände zugeordnet. Gehandelt wird, wenn der Abstand zwei Standardabweichungen der Formationsperiode übersteigt.
Quelle: Gatev u. a. (2006)
Mehr: Pairs-Trading und statistische Arbitrage: Idee, Methoden, Forschung · Methodik: Long/Short und statistische Arbitrage: Methodik
- Distributed Ledger (DLT, Blockchain, verteiltes Register)
Verteiltes Register, das viele Rechner gemeinsam führen und über ein Konsensverfahren abgleichen. Die bekannteste Bauart ist die Blockchain, bei der Transaktionen in verketteten Blöcken stehen. Öffentliche Netze (permissionless) stehen allen offen, private (permissioned) nur zugelassenen Teilnehmern.
Mehr: Digital Assets: Tokenisierung, Stablecoins, Kryptowertpapiere und digitaler Euro
- Diversifikation
Streuung über Anlagen, die nicht im Gleichschritt laufen. Senkt die Schwankung des Portfolios unter den Durchschnitt der einzelnen Schwankungen.
Mehr: Korrelation und Diversifikation: warum Mischen das Risiko senkt
- Diversifikation über die Zeit (Lifecycle Investing, Zeitdiversifikation, Time Diversification)
Vorschlag von Ayres und Nalebuff: Wer jung ist, hat wenig Kapital, aber viel künftiges Einkommen. Mit Hebel in jungen Jahren und weniger Aktien im Alter verteilt sich das Aktienrisiko gleichmäßiger über das Erwerbsleben als mit einer festen Quote auf ein anfangs kleines Depot.
Quelle: Ayres und Nalebuff (2008); Ayres und Nalebuff (2010)
Mehr: Hebel im Portfolio: Rendite, Risiko, Kosten und Margin Calls
- Diversifikationsquotient (Diversification Ratio)
Gewichtete Summe der Einzelvolatilitäten geteilt durch die Volatilität des Portfolios. 1 heißt: keine Streuwirkung; je höher, desto mehr Schwankung gleicht sich gegenseitig aus.
Quelle: Choueifaty und Coignard (2008)
Mehr: Risk Parity: gleiche Risikobeiträge statt gleicher Gewichte
- Dividendenäquivalent (Section 871(m), Dividend Equivalent)
Zahlung aus einem Derivat, die sich auf die Dividende einer US-Aktie bezieht und nach Section 871(m) wie eine Dividende der US-Quellensteuer unterliegen kann. Ein qualifizierter Index gilt dagegen als eigenes Wertpapier. Daher kommt der steuerliche Vorteil von Swap-ETFs auf breite US-Indizes.
Quelle: US-Regeln zu Section 871(m) (2015); Mellor (2022)
Mehr: Index-Replikation: vollständige Replikation, optimiertes Sampling und Swap
- Dividendenrendite (Dividend Yield)
Ausschüttungen der letzten zwölf Monate geteilt durch den Kurs. Sie ist nur ein Teil der Gesamtrendite; Aktienrückkäufe ersetzen seit den 1980er-Jahren zunehmend Dividenden.
- Dollar-Faktor (Dollar Factor, DOL, Währungskorb)
Mittlere Überrendite eines gleich gewichteten Korbs aller Fremdwährungen gegen den US-Dollar; er beschreibt die gemeinsame Bewegung der Währungen gegen den Dollar. Daneben steht der Steigungsfaktor HML-FX (Hoch- minus Niedrigzinswährungen), der laut Lustig u. a. (2011) den größten Teil der Renditeunterschiede erklärt.
Quelle: Lustig u. a. (2011)
Mehr: Carry Trade: Zinsen kassieren mit Währungen und Anleihen · Methodik: Carry-Backtest: Methodik für Devisen- und Anleihen-Carry
- Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)
Vertrag zwischen zwei Staaten, der regelt, wer Erträge besteuern darf. Für Dividenden begrenzt er meist die Quellensteuer, häufig auf 15 %, die dann auf die deutsche Steuer angerechnet werden kann.
- Downside Capture Ratio
Anteil der Verluste einer Benchmark, den ein Portfolio in deren negativen Perioden mitmacht. Unter 100 heißt: weniger verloren als der Index. Ein gutes Verhältnis zur Upside Capture ist wichtiger als jeder Wert für sich.
Quelle: Bacon (2008)
Mehr: Beta und Alpha: wie stark ein Fonds mit dem Markt geht
- Downside Deviation
Schwankung nur nach unten: die Wurzel aus dem Durchschnitt der quadrierten Unterschreitungen einer Mindestrendite. Grundlage der Sortino Ratio.
- DPI (Distributed to Paid-in, Distributions to Paid-in Capital, Realisierungsquote)
Distributed to Paid-in: Ausschüttungen geteilt durch eingezahltes Kapital. Zeigt, wie viel ein Fonds schon in bar zurückgegeben hat, und hängt anders als der TVPI nicht an Bewertungen. Vorzeitige Ausschüttungen aus einer NAV-Finanzierung können ihn aber vorziehen.
Beispiel: Eingezahlt 95, ausgeschüttet 35: DPI = 35 / 95 = 0,37.
Quelle: ILPA (2024)
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- Drawdown
Rückgang vom bisherigen Höchststand bis zum aktuellen Wert, in Prozent. Der tiefste Wert im Zeitraum ist der Maximum Drawdown.
- Drawdown-Dauer (Erholungszeit, Recovery)
Zeit vom Höchststand bis zur Rückkehr auf diesen Stand. Für Anleger oft belastender als die Tiefe: Nach 2000 brauchten breite Aktienindizes in Euro viele Jahre, um ihre alten Höchststände wieder zu erreichen.
- Dry Powder (trockenes Pulver, nicht abgerufenes Kapital)
Zugesagtes, aber noch nicht abgerufenes Kapital von Private-Markets-Fonds (für einen Fonds oder den ganzen Markt). Viel Dry Powder heißt viel Geld, das investiert werden muss; laut Kaplan und Strömberg (2009) gehen hohe Mittelzuflüsse in Private Equity mit niedrigeren späteren Renditen einher.
Quelle: Kaplan und Strömberg (2009)
Mehr: Private Markets messen: J-Kurve, Cashflows, Glättung und Public Proxy
- Dual Momentum
Regel nach Gary Antonacci: Die Anlage mit der besten 12-Monats-Rendite wird gehalten, aber nur, wenn sie auch den Geldmarkt geschlagen hat, sonst Anleihen oder Geldmarkt.
Mehr: Taktische Allokation: Momentum, Dual Momentum und Trendfolge
- Due-Diligence-Fragebogen (DDQ, Due Diligence Questionnaire, ILPA DDQ, AIMA DDQ)
Standardisierter Fragenkatalog (Due Diligence Questionnaire, DDQ), mit dem Investoren einen Manager prüfen: Organisation, Eigentümer, Prozesse, Risikomanagement, Bewertung, Compliance, Dienstleister, Kosten. Verbreitete Vorlagen sind der ILPA DDQ für Private Markets und der Muster-Fragebogen der AIMA.
Quelle: ILPA DDQ (2021); AIMA (2025)
Mehr: RFP und Mandatsvergabe: Wie institutionelle Anleger Asset Manager auswählen
- Dummy-Variable (Indikatorvariable)
Erklärende Variable einer Regression, die nur 0 oder 1 annimmt, etwa 1 für Perioden im Winterhalbjahr. Ihr Koeffizient misst den mittleren Unterschied zwischen beiden Gruppen; sein t-Test entspricht dem Zwei-Stichproben-t-Test mit gepoolter Varianz.
Beispiel: r = μ + α × S: Mit S = 1 im Winter ist α die Mehrrendite des Winters gegenüber dem Sommer.
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- Duration
Wie stark der Kurs einer Anleihe auf Zinsänderungen reagiert. Modifizierte Duration 8 heißt: etwa −8 % bei einem Prozentpunkt Zinsanstieg.
Beispiel: Eine 10-jährige Anleihe mit 3 % Kupon bei 3 % Rendite hat eine modifizierte Duration von 8,53.
- Durationsneutral (Duration-neutral, Steepener, Flattener, Kurvenposition)
Position aus gekauften und verkauften Anleihen verschiedener Laufzeit mit gleicher Duration auf beiden Seiten. Eine Parallelverschiebung der Zinskurve hebt sich dann ungefähr auf, es zählt die Steilheit: long kurz und short lang heißt Steepener, umgekehrt Flattener.
Beispiel: Je Seite 5 Jahre Duration: zweijährige Par-Anleihe zu 3 % mit halbjährlichem Kupon, Duration 1,93 → Gewicht 259 %, zehnjährige zu 4 % mit Duration 8,18 → 61 %.
Mehr: Carry Trade: Zinsen kassieren mit Währungen und Anleihen · Methodik: Carry-Backtest: Methodik für Devisen- und Anleihen-Carry
- Durchschnittskosteneffekt (Cost-Average-Effekt)
Mit einem festen Sparbetrag kauft man bei niedrigen Kursen mehr Anteile, bei hohen weniger. Er senkt den Durchschnittspreis je Anteil gegenüber dem Durchschnittskurs, ist aber kein Renditevorteil gegenüber einer Einmalanlage.
- Dynamik (Sparplan) (Dynamisierung, Sparplan-Dynamik, dynamischer Sparplan)
Jährliche Erhöhung der Sparrate um einen festen Satz, etwa um mit dem Gehalt mitzuwachsen. Mit Dynamik d beträgt die Monatsrate im Jahr k (gezählt ab 0) R × (1 + d)^k; über lange Laufzeiten steigt die Summe der Einzahlungen dadurch deutlich.
Beispiel: 150 € im Monat mit 3 % Dynamik: im elften Jahr 150 € × 1,03¹⁰ = 201,59 € im Monat.
Mehr: Zinseszins: Wie Erträge auf Erträge ein Vermögen wachsen lassen · Methodik: Methodik der freien Finanzrechner: Lohn, Rente, FIRE, Auto, Immobilie und Depot
Kurz und vereinfacht erklärt; keine Anlage- oder Steuerberatung.