Glossar: Begriffe mit L
41 Begriffe von Label Switching bis LSTM, kurz erklärt und wo möglich mit Quelle. Alle Begriffe von A bis Z
- Label Switching (Label-Switching, Vertauschen der Zustände)
Eigenheit von Misch- und Hidden-Markov-Modellen: Die Likelihood ändert sich nicht, wenn man die Nummern der Zustände vertauscht. Bei neuen Schätzungen können Zustände deshalb die Plätze tauschen. Üblich ist eine Ordnungsregel, etwa nach steigender Volatilität; für bayessche Mischmodelle zeigt Matthew Stephens, dass sie das Problem im Allgemeinen nicht löst. Portfolio Lab sortiert nach Volatilität, gleicht jede Neuschätzung mit der vorigen ab und meldet Rollentausch und knappe Abstände.
Quelle: Stephens (2000)
Mehr: Regime-Modelle: Hidden Markov, Markov-Switching und Co. · Methodik: Regime-Methodik: wie das Hidden-Markov-Modell rechnet
- Länderklassifizierung (Marktklassifizierung, Market Classification)
Einstufung eines Landes als Industrieland, Schwellenland oder Frontier Market durch einen Indexanbieter, unter anderem nach Größe des Markts und Zugang für ausländische Anleger. Die Anbieter urteilen verschieden: Südkorea ist bei FTSE Russell Industrieland, bei MSCI Schwellenland.
Quelle: FTSE Russell Länderklassifizierung (2026); MSCI Marktklassifizierung (2026)
Mehr: Indexanbieter und Bewertungszeitpunkt: Warum gleiche Indizes verschieden rechnen
- Latenzarbitrage (Latency Arbitrage, Latenz-Arbitrage)
Rennen schneller Händler darum, veraltete Kursangebote zu treffen, bevor sie gelöscht werden. Bei Aktien des FTSE 100 etwa ein Rennen pro Minute und Aktie, typisch 5 bis 10 Mikrosekunden lang, zusammen rund 20 % des Handelsvolumens.
Quelle: Aquilina u. a. (2022); Budish u. a. (2015)
- Laufzeitprämie (TERM, Term Premium)
Mehrrendite lang laufender gegenüber kurz laufenden Anleihen als Ausgleich für Zinsänderungsrisiko. Als Faktor TERM die Differenz zwischen langen Staatsanleihen und Geldmarkt.
Quelle: Fama und French (1993)
Methodik: Faktorregression, Faktor-Allokation und Faktorstatistik: Methodik
- Lazy Portfolio
Einfaches Portfolio aus wenigen Indexfonds mit festen Gewichten, das nur gelegentlich neu ausbalanciert wird, etwa 60/40, das Permanent Portfolio oder das Drei-Fonds-Portfolio.
Mehr: All-Weather-Portfolio: Für jedes Wirtschaftsklima gerüstet?
- Lebenszyklus-Hypothese (Life-Cycle-Hypothese)
These zur Preissetzung von Zertifikaten: Weil Anleger zu Beginn der Laufzeit eher kaufen und gegen Ende eher zurückverkaufen, verlangen Emittenten früh hohe und spät niedrige Aufschläge auf den fairen Wert.
Quelle: Stoimenov und Wilkens (2005); Entrop u. a. (2009)
Mehr: Optionsscheine, Turbos und Zertifikate: Was sie sind und was man draufzahlt
- Lebenszyklusfonds (Target-Date-Fonds, Zielfonds)
Fonds, der seine Aktienquote mit näher rückendem Zieldatum automatisch senkt (Target-Date-Fonds). Die Logik: Mit dem Alter schrumpft das künftige Arbeitseinkommen, das wie eine Anleihe wirkt.
Quelle: Cocco u. a. (2005)
Mehr: Aktienquote nach Alter: Faustregeln, Gleitpfad und was die Theorie sagt
- Lebenszyklusmodell (Life-Cycle-Modell)
Modell für Konsum und Geldanlage über das ganze Leben mit Arbeitseinkommen, Rente und oft Kreditgrenzen. Weil Arbeitseinkommen wie eine sichere Anlage wirkt, sinkt der optimale Aktienanteil darin meist mit dem Alter.
Quelle: Cocco u. a. (2005); Bodie u. a. (1992); Benzoni u. a. (2007)
Mehr: Das ganze Vermögen: Gesamtvermögen aus Depot, Haus, Humankapital und Auto
- Ledoit-Wolf-Shrinkage (Shrinkage)
Die geschätzte Kovarianzmatrix wird ein Stück zu einer einfachen Zielmatrix hin geschrumpft, etwa gleicher Korrelation aller Paare. Die Shrinkage-Intensität wird aus den Daten bestimmt; das Ergebnis ist stabiler und gut konditioniert.
Quelle: Ledoit und Wolf (2004); Ledoit und Wolf (2004)
Mehr: Kovarianzschätzung: Warum Optimierer Shrinkage brauchen · Methodik: Optimierungsmethodik: Schätzung, Zielfunktionen, Black-Litterman, Resampling und Walk-forward
- Leerverkauf (Short)
Verkauf eines geliehenen Wertpapiers, um es später günstiger zurückzukaufen. Optimierungen ohne Leerverkaufsverbot liefern oft negative Gewichte; Gewichtsgrenzen verhindern das.
- Leihgebühr (Borrow Fee, Lending Fee, Leihkosten)
Gebühr für das Leihen eines Wertpapiers, das leerverkauft werden soll (Leerverkauf), meist in Prozent p.a. des geliehenen Werts. Bei gut leihbaren Großwerten gering, bei gefragten Titeln teils hoch; Gebühren können steigen und Titel zurückgerufen werden.
Quelle: Engelberg u. a. (2018)
Mehr: Pairs-Trading und statistische Arbitrage: Idee, Methoden, Forschung · Methodik: Long/Short und statistische Arbitrage: Methodik
- Leistungsabfall (Performance Degradation)
Wie stark die im Backtest beste Variante auf nicht genutzten Daten nachlässt: In der CSCV die Regression der Kennzahl der Siegerin außen auf ihre Kennzahl innen über alle Teilungen. Eine flache oder fallende Gerade heißt, dass ein guter Wert innen wenig oder nichts über außen verrät.
Quelle: Bailey u. a. (2016)
Mehr: Probability of Backtest Overfitting: Hält die beste Variante, was der Backtest verspricht?
- Leitzins
Von der Zentralbank festgelegter Zins, zu dem sich Banken Geld leihen oder anlegen können. Im Euroraum ist seit 2024 der Einlagesatz der maßgebliche Leitzins.
- Leveraged Buyout (LBO, fremdfinanzierte Übernahme, Buyout, Secondary Buyout, Public-to-Private)
Übernahme eines Unternehmens, die überwiegend mit Schulden finanziert wird, die danach das übernommene Unternehmen trägt. Laut Kaplan und Strömberg (2009) ist die Übernahme typischerweise zu 60 bis 90 % mit Schulden finanziert. Käufer ist meist ein Buyout-Fonds, der das Unternehmen einige Jahre hält und dann verkauft, etwa an einen strategischen Käufer, einen anderen Fonds oder über die Börse.
Beispiel: Kaufpreis 800 (8 × EBITDA 100), Schulden 480, Eigenkapital 320: Schulden zu EBITDA 4,8.
Quelle: Kaplan und Strömberg (2009); Axelson u. a. (2013)
Mehr: Buyout-Fonds und Management-Buyouts: Wie LBO, MBO und MBI funktionieren
- Liability Management Exercise (LME, Uptier, Uptiering, Drop-down, Creditor-on-Creditor Violence)
Außergerichtliche Restrukturierung, bei der ein Unternehmen mit einem Teil der Gläubiger neue, vorrangige Schulden vereinbart (Uptier) oder Sicherheiten in eine Tochter verschiebt (Drop-down). Die übrigen Gläubiger verlieren faktisch Rang; viele so restrukturierte Firmen melden später doch Insolvenz an.
Quelle: Antill u. a. (2024); Roe und Rotaru (2026)
- Liability-Driven Investing (LDI)
Anlage, die sich an künftigen Zahlungsverpflichtungen ausrichtet, typisch für Pensionsfonds: ein Absicherungsteil aus Anleihen passend zur Duration der Verpflichtungen, dazu ein Renditeteil.
Quelle: Waring (2004)
Mehr: Asset-Liability-Management: Vermögen an künftigen Ausgaben ausrichten
- Limit-Order (Limit Order, limitierte Order)
Order mit Preisgrenze: Kauf höchstens, Verkauf mindestens zum Limit. Sicher im Preis, unsicher in der Ausführung; wartende Limits im Orderbuch stellen anderen Liquidität bereit.
Quelle: Harris (2002)
Mehr: Ordertypen und Ausführung: von der Limit-Order über MOC und VWAP bis zu TAS und BTIC
- Linker (inflationsindexierte Anleihe)
Inflationsgeschützte Anleihe: Nennwert und Zinszahlungen steigen mit dem Preisindex. Ihr Zins ist eine reale Rendite.
- Liquid Real Assets (LRA, liquide Sachwerte)
Börsengehandelte Sachwertanlagen als Inflationsschutz im Portfolio: inflationsgeschützte Anleihen, Rohstoff-Futures, Gold, börsennotierte Infrastruktur, REITs und Rohstoffaktien. Anders als private Real Assets sind sie täglich handelbar, tragen aber teils Aktienrisiko.
Quelle: Neville u. a. (2021)
Mehr: Liquid Real Assets: Inflationsschutz mit liquiden Sachwerten im Portfolio · Methodik: Anlageklassen mit langer Historie: Methodik
- Liquidation Preference (Liquidationspräferenz, Erlösvorzug, Participating Preferred, Non-participating Preferred)
Vorzugsrecht von Investoren bei Verkauf oder Liquidation: Sie erhalten zuerst ihr Kapital (1×) oder ein Vielfaches davon zurück. Non-participating heißt: entweder das Geld zurück oder Wandlung in Stammanteile; participating: Geld zurück und zusätzlich ein Anteil am Rest. Deshalb überzeichnen Post-Money-Bewertungen den Wert der Stammanteile.
Quelle: Gornall und Strebulaev (2020)
- Liquiditätsmanagementinstrument (LMT, Liquidity Management Tool)
Werkzeug, mit dem ein offener Fonds Rücknahmen steuert: Rücknahmebeschränkung, längere Rückgabefrist, Rückgabegebühr, Swing Pricing, Dual Pricing, Verwässerungsschutzgebühr und Sachauskehr, für Ausnahmefälle Aussetzung und Abspaltung illiquider Anlagen. Seit dem 16. April 2026 muss eine Kapitalverwaltungsgesellschaft für jeden offenen Fonds mindestens zwei geeignete Instrumente auswählen.
Quelle: KAGB (2026); ESMA (2026)
Mehr: Liquiditätsrisiko: Marktliquidität messen, Liquiditätsprämien und die Werkzeuge offener Fonds
- Ljung-Box-Test
Test, ob die ersten Autokorrelationen einer Reihe gemeinsam null sind. Ein kleiner p-Wert spricht dafür, dass vergangene Renditen etwas über künftige verraten.
Quelle: Ljung und Box (1978)
Methodik: Asset-Analyse: Methodik von Korrelation bis Kointegration
- Lkw-Maut-Fahrleistungsindex (Lkw-Maut-Index, Maut-Index, Toll Index, Mautindex)
Index der Fahrleistung großer Lkw mit mindestens vier Achsen auf deutschen Autobahnen aus den Daten der Mauterhebung, täglich und monatlich vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht. Weil viel Güterverkehr der Produktion unmittelbar folgt, gilt er als früher Anhaltspunkt für die Industrieproduktion.
Quelle: Askitas und Zimmermann (2013); Destatis, Lkw-Maut-Fahrleistungsindex (2026)
Methodik: Konjunktur-Puls: wie Portfolio Lab Frühindikatoren rechnet
- LMSR (Logarithmic Market Scoring Rule, Logarithmische Marktbewertungsregel, Market Scoring Rule, Hanson Market Maker)
Logarithmic Market Scoring Rule, ein automatischer Market Maker für Prognosemärkte nach den Market Scoring Rules von Hanson. Die Kostenfunktion C(q) = b × ln(Σ e^(q_i / b)) bestimmt Preise, die sich zu 1 addieren; der Betreiber kann bei n Ausgängen höchstens b × ln(n) verlieren.
Beispiel: Mit b = 100 kosten die ersten 50 Ja-Kontrakte 28,09 $ und heben den Preis von 0,50 auf 0,6225.
Quelle: Hanson (2003)
Mehr: Prognosemärkte als Wetten auf Ereignisse: was sie können und was nicht
- Loan-to-Own (Fulcrum Security, Debt-for-Equity-Swap, Kontrollstrategie)
Strategie, bei der ein Investor gezielt Kredite oder Anleihen eines Krisenunternehmens kauft, um sie bei der Restrukturierung in Eigenkapital zu tauschen und die Kontrolle zu übernehmen. Meist ist das die Klasse, bei der der Unternehmenswert endet (Fulcrum Security).
- Lock-in (Wertsicherung) (Lock-in, Gewinnsicherung)
Nachziehen des Floors in Stufen: Ist das Portfolio seit dem letzten Nachziehen um eine Stufe gestiegen, etwa 10 %, steigt der Floor auf einen festen Anteil des aktuellen Werts. Dazwischen bleibt er stehen.
Mehr: CPPI: Wertsicherung mit Polster, Floor und Multiplikator · Methodik: CPPI-Backtest: Methodik
- Lockzins (Neukundenzins, Aktionszins, Bestandskundenzins)
Erhöhter Zins, den eine Bank nur Neukunden und nur für einige Monate garantiert. Für den Vergleich zählt der Zins über das ganze Jahr: Aktionszins und anschließender Bestandszins, gewichtet mit ihrer Dauer.
Beispiel: 2,75 % für vier Monate und danach 1,25 % ergeben im Jahr 1,75 %.
Mehr: Geldmarkt-ETF oder Tagesgeld: Zinsen, Sicherheit und Steuern im Vergleich
- Log-periodische Schwingung (Log-Periodizität, Log-periodic oscillations, Log-Frequenz, log-periodisch)
Schwankung, die nicht in der Zeit periodisch ist, sondern im Logarithmus der Restzeit bis zum kritischen Zeitpunkt. Die Abstände zwischen den Hochs schrumpfen um einen festen Faktor, die Wellen werden also immer schneller; die Log-Frequenz ω bestimmt diesen Faktor.
Quelle: Sornette, Johansen und Bouchaud (1996)
Mehr: Spekulationsblasen: Was sie sind und wie das LPPLS-Modell sie sucht · Methodik: Blasen-Indikator (LPPLS): Methodik
- Logit des Rangs (Logit des relativen Rangs, λ (CSCV))
Maß der CSCV für den Rang der innen besten Variante außen: relativer Rang ω = Rang / (N + 1) bei N Varianten, Logit λ = ln(ω / (1 − ω)). λ ist null genau im Median, positiv darüber und negativ darunter; der Anteil der Teilungen mit λ ≤ 0 ist die PBO.
Beispiel: Rang 2 von 4: ω = 2 / 5 = 0,4, λ = ln(0,4 / 0,6) = −0,41.
Quelle: Bailey u. a. (2016)
Mehr: Probability of Backtest Overfitting: Hält die beste Variante, was der Backtest verspricht?
- Lognormalverteilung
Verteilung einer Größe, deren Logarithmus normalverteilt ist. Sie passt zu Kursen und Vermögen, die nicht unter null fallen können und mit Zinseszins wachsen; viele Monte-Carlo-Modelle nehmen sie für das Endvermögen an.
- Long-Volatilität
Positionen, die von steigender Volatilität profitieren, etwa gekaufte Optionen oder VIX-Futures. Wegen der Varianzrisikoprämie verlieren sie im Durchschnitt, helfen aber in Krisen.
- Long/Short-Strategie (Long-Short, Long/Short Equity, Long-Short-Portfolio)
Strategie mit gekauften (long) und leerverkauften (short) Positionen zugleich. Sie verdient an der Differenz zwischen beiden Seiten, etwa zwischen Gewinnern und Verlierern einer Rangliste oder den Legs eines Paares; je nach Gewichtung bleibt ein Teil Marktrisiko übrig.
Quelle: Jegadeesh und Titman (1993)
Mehr: Pairs-Trading und statistische Arbitrage: Idee, Methoden, Forschung · Methodik: Long/Short und statistische Arbitrage: Methodik
- Look-ahead-Bias (Vorausschaufehler)
Ein Backtest verwendet Informationen, die zum jeweiligen Zeitpunkt noch nicht bekannt waren, etwa Monatsdaten, die erst Wochen später veröffentlicht wurden. Signale müssen deshalb verzögert werden.
Mehr: Backtest-Overfitting: Wenn die Vergangenheit zu gut aussieht · Methodik: Backtest-Methodik: Daten, Ablauf, Rebalancing und Kosten
- Look-through
Durchrechnen der Fonds bis auf ihre Einzelpositionen, um Länder, Sektoren, Einzeltitel und Risiken des ganzen Portfolios zu sehen.
- Lookback-Option (Rückblick-Option)
Option, deren Auszahlung vom höchsten oder tiefsten Kurs während der Laufzeit abhängt, etwa Endkurs minus Tiefstkurs. Sie liefert rückblickend den besten Kurs und ist entsprechend teuer.
Quelle: Goldman u. a. (1979); Conze und Viswanathan (1991)
Mehr: Optionsbewertung: wie faire Optionspreise entstehen · Methodik: Optionsrechner: so bewertet Portfolio Lab Optionen
- Lotterie-Aktie (MAX-Effekt, Lottery Stocks)
Aktie mit kleiner Chance auf einen sehr hohen Gewinn, oft klein, billig und stark schwankend. Anleger zahlen für diese Chance zu viel: Aktien mit den höchsten Tagesgewinnen im Vormonat (MAX-Effekt) brachten danach niedrigere Renditen.
Quelle: Bali u. a. (2011)
Mehr: Stock Picking: Warum Einzelaktien so schwer zu treffen sind
- Low-Volatility-Anomalie (Niedrig-Volatilitäts-Effekt, Low Vol)
Schwankungsarme Aktien brachten historisch ähnliche oder höhere Renditen als schwankungsreiche, im Widerspruch zum Grundsatz „mehr Risiko, mehr Rendite“.
Quelle: Baker u. a. (2011); Ang u. a. (2006)
- Lower Partial Moment (LPM)
Durchschnitt der Abweichungen unter einer Schwelle, hoch einer Ordnung n. Ordnung 0 ist die Verlustwahrscheinlichkeit, Ordnung 1 der erwartete Fehlbetrag, Ordnung 2 die Semivarianz.
Quelle: Bacon (2008)
- LPPLS-Konfidenz (DS LPPLS Confidence, DS-LPPLS-Konfidenz, LPPLS Confidence Indicator, Blasen-Konfidenz, Blasenindikator)
Anteil der Zeitfenster, die am selben Tag enden und deren LPPLS-Fit plausible Blasen-Parameter hat, getrennt für positive und negative Blasen. Portfolio Lab rechnet sie aus 26 Fenstern von 125 bis 750 Tageskursen.
Quelle: Zhang u. a. (2016); Gerlach u. a. (2019)
Mehr: Spekulationsblasen: Was sie sind und wie das LPPLS-Modell sie sucht · Methodik: Blasen-Indikator (LPPLS): Methodik
- LPPLS-Modell (LPPL-Modell, LPPL, Log-Periodic Power Law, Log-Periodic Power Law Singularity, JLS-Modell, Johansen-Ledoit-Sornette-Modell, Sornette-Modell)
Modell von Didier Sornette und Koautoren für den Kursverlauf in einer Spekulationsblase (Log-Periodic Power Law Singularity): Der logarithmierte Kurs wächst schneller als exponentiell auf einen kritischen Zeitpunkt tc zu, überlagert von Schwingungen, die sich immer weiter beschleunigen.
Quelle: Johansen, Ledoit und Sornette (2000); Filimonov und Sornette (2013); Sornette (2017)
Mehr: Spekulationsblasen: Was sie sind und wie das LPPLS-Modell sie sucht · Methodik: Blasen-Indikator (LPPLS): Methodik
- LSTM (Long Short-Term Memory, LSTM-Netz, rekurrentes neuronales Netz)
Long Short-Term Memory: rekurrentes neuronales Netz mit Gedächtniszellen und Gates, die steuern, was behalten und was vergessen wird. Es eignet sich für Folgen wie Kursreihen; in einer bekannten Studie zu Aktien des S&P 500 schwand der Vorsprung ab 2010.
Quelle: Hochreiter und Schmidhuber (1997); Fischer und Krauss (2018)
Mehr: Prognosemodelle für Renditen: ARIMA, GARCH, LSTM und Machine Learning
Kurz und vereinfacht erklärt; keine Anlage- oder Steuerberatung.