Portfolio Lab

Glossar: Begriffe mit T

43 Begriffe von t-Wert bis TWAP, kurz erklärt und wo möglich mit Quelle. Alle Begriffe von A bis Z

t-Wert (t-Statistik)

Schätzwert geteilt durch seinen Standardfehler. Liegt er über etwa 2, gilt ein Effekt üblicherweise als statistisch gesichert; bei vielen getesteten Ideen sollte die Hürde deutlich höher liegen, etwa über 3.

Beispiel: Mittlere Monatsrendite 0,5 % bei 4 % Standardabweichung über 120 Monate: t = 0,5 / (4 / √120) = 1,37, also nicht signifikant.

Quelle: Harvey u. a. (2016)

Mehr: Backtest-Overfitting: Wenn die Vergangenheit zu gut aussieht

Tagesgeld (Tagesgeldkonto, Sichteinlage)

Täglich verfügbare, variabel verzinste Einlage bei einer Bank. Bis 100.000 € je Einleger und Bank greift die gesetzliche Einlagensicherung; den Zins kann die Bank jederzeit ändern, oft liegt er nach einer Aktion für Neukunden deutlich niedriger.

Quelle: EinSiG § 8 (2015)

Mehr: Geldmarkt-ETF oder Tagesgeld: Zinsen, Sicherheit und Steuern im Vergleich

Tägliche Hebelanpassung (Daily Reset, Daily Rebalancing, Re-Leveraging, Täglich zurücksetzen)

Gehebelte ETFs und Faktor-Zertifikate stellen ihren Hebel jeden Handelstag wieder her: Nach Gewinnen kaufen sie zu, nach Verlusten verkaufen sie. Das hält den Hebel konstant, macht die Rendite über längere Zeit aber pfadabhängig. So rechnet auch der Hebel je Wertpapier im Backtest von Portfolio Lab, mit Tageskursen täglich.

Beispiel: Index +10 %, dann −10 % (zusammen −1 %): Hebel 2 täglich angepasst −4 %, im Kreditdepot ohne Anpassung −2 %.

Quelle: Cheng und Madhavan (2009); Avellaneda und Zhang (2010)

Mehr: Hebel im Portfolio: Rendite, Risiko, Kosten und Margin Calls · Methodik: Backtest-Methodik: Daten, Ablauf, Rebalancing und Kosten

Tail-Risk-Absicherung (Tail Hedge)

Strategien, die in extremen Abstürzen stark gewinnen, etwa weit aus dem Geld liegende Puts oder Long-Volatilität. In ruhigen Jahren verlieren sie laufend.

Takahashi-Alexander-Modell (TA-Modell, Takahashi-Alexander, Yale-Cashflow-Modell)

Cashflow-Modell für geschlossene Fonds von Dean Takahashi und Seth Alexander (Yale, 2002): Abrufe als fester Anteil der offenen Zusage, Ausschüttungen als mit dem Alter steigender Anteil des NAV mit der Rate max(Y; (t / L)^B), Wachstum G pro Jahr. Deterministisch und mit wenigen Parametern; dient der Planung von Zusagen und Liquidität.

Quelle: Takahashi und Alexander (2002)

Mehr: Takahashi-Alexander-Modell: Cashflows von Private-Markets-Fonds planen

Taktische Asset Allocation (TAA)

Zeitweise Abweichungen von der strategischen Aufteilung nach Signalen wie Trend, Momentum oder Bewertung. Ziel ist meist, tiefe Drawdowns zu vermeiden.

Quelle: Faber (2007)

Mehr: Taktische Allokation: Momentum, Dual Momentum und Trendfolge · Methodik: Taktik-Methodik: wie die elf taktischen Modelle rechnen

Tangentialportfolio

Portfolio auf der Effizienzlinie mit der höchsten Sharpe Ratio. Mischungen aus ihm und der risikofreien Anlage sind allen anderen überlegen.

Mehr: Effizienzlinie: Portfolio-Optimierung nach Markowitz

Target Volatility (Volatilitätsziel, Volatility Targeting)

Regel, die den Aktienanteil so steuert, dass die Schwankung ungefähr einem Zielwert entspricht.

Beispiel: Ziel 10 %, gemessen 20 % → 50 % Aktien.

Mehr: Taktische Allokation: Momentum, Dual Momentum und Trendfolge · Methodik: Carry-Backtest: Methodik für Devisen- und Anleihen-Carry

Tax-Loss Harvesting (Verlustrealisierung)

Verluste gezielt realisieren, um sie mit Gewinnen zu verrechnen und Steuern zu stunden. Danach wird oft eine ähnliche, aber nicht identische Anlage gekauft, um investiert zu bleiben.

Quelle: Constantinides (1983)

Teileinkünfteverfahren (TEV, Teileinkünfte, § 32d Abs. 2 Nr. 3 EStG)

Besteuerung von Dividenden zu 60 % mit dem persönlichen Einkommensteuersatz, 40 % bleiben steuerfrei. Für Ausschüttungen aus Kapitalgesellschaften auf Antrag statt der Abgeltungsteuer möglich, wenn du zu mindestens 25 % beteiligt bist oder zu mindestens 1 % und beruflich für die Gesellschaft tätig; der Antrag gilt fünf Jahre, der Sparer-Pauschbetrag entfällt.

Beispiel: Günstiger als die Abgeltungsteuer, solange der Grenzsteuersatz mit Soli unter 26,375 % / 0,6 = 43,96 % liegt.

Quelle: EStG (2009); EStG § 3 Nr. 40 (2009)

Mehr: Vermögensverwaltende GmbH: Ab wann lohnt sie sich? Steuern, Kosten und Break-even

Teilfreistellung

Steuerfreier Anteil der Erträge aus Fonds: 30 % bei Aktienfonds, 15 % bei Mischfonds, 60 bzw. 80 % bei Immobilienfonds.

Mehr: Abgeltungsteuer, Teilfreistellung und Sparerpauschbetrag bei ETFs

TER (Gesamtkostenquote)

Total Expense Ratio: laufende Kosten eines Fonds pro Jahr in Prozent des Vermögens. 0,20 % TER kosten bei 10.000 € etwa 20 € im Jahr.

Mehr: ETF-Grundlagen: Kosten, Replikation und Ertragsverwendung

Termin-Inflation 5 Jahre in 5 Jahren (5y5y, Five-Year, Five-Year Forward, 5 J. in 5 J.)

Inflationsrate, die der Markt für die fünf Jahre einpreist, die in fünf Jahren beginnen, gerechnet aus den Breakevens für 5 und 10 Jahre. Weil die nahe Zukunft herausfällt, gilt sie oft als Maß dafür, ob die langfristigen Inflationserwartungen verankert sind.

Beispiel: Breakeven 10 Jahre 2,30 %, 5 Jahre 2,40 %: (1,023¹⁰ / 1,024⁵)^(1/5) − 1 = 2,20 %.

Mehr: Markterwartungen: Was Zinskurve, Inflationsanleihen und Optionen über die Zukunft verraten

Terminabschlag (Terminaufschlag, Forward-Prämie, Forward Premium, Forward Discount, Swapsatz, Forward Points)

Abstand zwischen Termin- und Kassakurs einer Währung. Die höher verzinste Währung notiert per Termin mit Abschlag, die niedriger verzinste mit Aufschlag (Terminaufschlag); die Höhe folgt aus der Zinsdifferenz.

Beispiel: 150 Yen je Dollar, Dollarzins 4,5 %, Yenzins 0,5 %: Terminkurs für ein Jahr 150 × 1,005 / 1,045 = 144,26 Yen, ein Abschlag des Dollar von 3,83 %.

Mehr: Carry Trade: Zinsen kassieren mit Währungen und Anleihen · Methodik: Carry-Backtest: Methodik für Devisen- und Anleihen-Carry

Terminstruktur (Futures-Kurve, Term Structure)

Kurve der Futures-Preise über die Laufzeiten. Steigt sie (Contango), verlieren Käufer beim Rollen; fällt sie (Backwardation), gewinnen sie. Beim VIX kehrt sie sich meist nur in akuten Krisen um.

Mehr: VIX: das Angstbarometer der Börse richtig lesen · Methodik: Volatilitäts-Dashboard: Methodik

Terminzins (Forward-Zins, Forward Rate)

Heute vereinbarter Zins für eine Anlage, die erst in der Zukunft beginnt, abgeleitet aus der Zinsstruktur. Ist die Kurve steil, liegen die Terminzinsen über den heutigen Zinsen.

Themen-ETF (Thematischer ETF, Thematic ETF, Megatrend-ETF)

ETF auf einen engen Index zu einem Trend wie künstlicher Intelligenz, Robotik, Wasserstoff oder Cybersicherheit. Oft teurer und konzentrierter als breite Indexfonds und häufig nach starken Kursanstiegen der enthaltenen Aktien aufgelegt.

Quelle: Ben-David u. a. (2023)

Mehr: Themen-ETFs und Hype: Was Studien, Kosten und Überschneidungen zeigen

Thesaurierend

Ein Fonds, der Erträge wieder anlegt statt sie auszuschütten. In Deutschland jährlich mit der Vorabpauschale besteuert.

Mehr: ETF-Grundlagen: Kosten, Replikation und Ertragsverwendung

Theta (Zeitwertverfall)

Wertverlust einer Option, wenn ein Tag vergeht und sonst nichts geschieht (Zeitwertverfall). Gekaufte Optionen haben meist negatives Theta; der Verfall beschleunigt sich gegen Ende der Laufzeit, besonders am Geld.

Beispiel: Call mit Kurs und Strike 100, einem Jahr, 5 % Zins und 20 % Volatilität (Preis 10,45): Theta −0,0176 je Kalendertag, knapp 0,17 % des Werts.

Mehr: Optionsbewertung: wie faire Optionspreise entstehen · Methodik: Optionsrechner: so bewertet Portfolio Lab Optionen

Tiefgang (Draught, Draft, Tiefgang AIS)

Abstand vom Kiel bis zur Wasserlinie. Je mehr Ladung, desto tiefer liegt ein Schiff im Wasser. Deshalb schätzt man aus dem Tiefgang, ob es beladen ist. Im AIS gibt die Besatzung den Tiefgang von Hand ein, oft verspätet; Fehler sind verbreitet.

Quelle: IMO (2015); Cerdeiro u. a. (2020)

Mehr: Schiffsdaten und Satellitenbilder: Was sie über Rohstoffe verraten · Methodik: Schiffe an Engpässen (Beta): Methodik

Time-Series-Momentum (Absolutes Momentum, TSMOM)

Eine Anlage wird gekauft, wenn ihre eigene Rendite der letzten Monate positiv war, und verkauft oder gemieden, wenn sie negativ war. Grundlage von Trendfolgestrategien.

Quelle: Moskowitz u. a. (2012); Hurst u. a. (2017)

Mehr: Trendfolge: dem eigenen Trend jeder Anlage folgen

TIPP (Time Invariant Portfolio Protection)

Time Invariant Portfolio Protection: Variante der CPPI, bei der der Floor ein fester Anteil des bisher höchsten Portfoliowerts ist. Er steigt mit jedem neuen Hoch und sinkt nie, so werden auch Gewinne teilweise gesichert.

Quelle: Estep und Kritzman (1988)

Mehr: CPPI: Wertsicherung mit Polster, Floor und Multiplikator · Methodik: CPPI-Backtest: Methodik

Tippee (Tippempfänger, Tipp-Empfänger)

Person, die von einem Insider einen Tipp bekommt und damit handelt. Nach der MAR handelt sie verboten, wenn sie weiß oder wissen müsste, dass es eine Insiderinformation ist; der Tippgeber verstößt gegen das Verbot der unrechtmäßigen Offenlegung oder der Empfehlung.

Quelle: MAR (2014)

Mehr: Insiderhandel: was verboten ist, was erlaubt ist und was Directors' Dealings verraten

TIPS (Treasury Inflation-Protected Securities, inflationsgeschützte Treasuries)

Treasury Inflation-Protected Securities: inflationsgeschützte US-Staatsanleihen, deren Nennwert mit dem Verbraucherpreisindex steigt. Ihre Rendite ist eine reale Rendite; der Abstand zu normalen Treasuries ergibt die Breakeven-Inflation, verzerrt unter anderem durch die geringere Liquidität der TIPS.

Quelle: D'Amico u. a. (2018); Gürkaynak u. a. (2010)

Mehr: Markterwartungen: Was Zinskurve, Inflationsanleihen und Optionen über die Zukunft verraten

Tokenisierung (Tokenization, tokenisierte Wertpapiere, Real World Assets)

Digitale Abbildung eines Vermögenswerts (Anleihe, Fondsanteil, Einlage) als Token auf einer programmierbaren Plattform. Nachrichtenübermittlung, Abgleich und Abwicklung lassen sich so in einem Schritt zusammenfassen. Der Token ändert das Register, nicht das Risiko des Basiswerts.

Quelle: BIZ (2025)

Mehr: Digital Assets: Tokenisierung, Stablecoins, Kryptowertpapiere und digitaler Euro

Total Portfolio Approach (TPA)

Ansatz großer Staats- und Pensionsfonds: ein Gesamtportfolio, gemessen an einem einfachen Referenzportfolio, statt fester Zielgewichte und Benchmarks je Anlageklasse. Jede Anlage konkurriert nach ihrem Beitrag zum Ganzen um Kapital.

Quelle: CAIA Association (2024); Filbeck und Bok (2025); Urwin (2025)

Mehr: Strategische und taktische Asset-Allokation und der Total Portfolio Approach

Total Return

Rendite einschließlich wieder angelegter Dividenden und Zinsen. Die faire Grundlage für jeden Renditevergleich.

Mehr: CAGR: die durchschnittliche jährliche Rendite richtig berechnen

Total Return Swap

Vertrag, bei dem eine Seite die Gesamtrendite eines Index liefert und dafür einen anderen Ertrag erhält. Swap-ETFs bilden so ihren Index ab, statt die Aktien selbst zu halten.

Mehr: ETF-Grundlagen: Kosten, Replikation und Ertragsverwendung

Tracking Difference

Renditeunterschied zwischen ETF und Index über einen Zeitraum, meist leicht negativ wegen der Kosten.

Mehr: Tracking Error und Information Ratio: Abweichung vom Index

Tracking Error

Standardabweichung des Renditeunterschieds zwischen Fonds und Benchmark: wie gleichmäßig ein Fonds seinem Index folgt.

Mehr: Tracking Error und Information Ratio: Abweichung vom Index

Trade at Settlement (TAS, TMAC, Trade Marker at Close)

Geschäftsart an Terminbörsen: Ein Future wird während der Sitzung zu einem vereinbarten Abstand von einigen Ticks zum späteren Abrechnungspreis gehandelt. Die CME bietet TAS etwa für Energie- und Treasury-Futures an; für E-mini-Indexfutures heißt die Variante TMAC.

Quelle: CME Group, TAS (2026); CME Group, TMAC (2023)

Mehr: Ordertypen und Ausführung: von der Limit-Order über MOC und VWAP bis zu TAS und BTIC

Traders-VRP (Trader VRP)

VX30 minus realisierte Volatilität des S&P 500 über 5 Handelstage, geglättet mit einem gewichteten 5-Tage-Durchschnitt. Negativ heißt: Der Markt schwankt gerade stärker, als die Futures einpreisen.

Methodik: Volatilitäts-Dashboard: Methodik

Trägerportfolio (Substitute Basket, Ersatzkorb)

Wertpapierkorb, den ein Swap-ETF mit Unfunded Swap tatsächlich hält. Seine Rendite tauscht der Fonds über den Swap gegen die Indexrendite; der Korb kann ganz anders zusammengesetzt sein als der Index.

Quelle: Ramaswamy (2011)

Mehr: Index-Replikation: vollständige Replikation, optimiertes Sampling und Swap

Trailing Return (Rückblicksrendite)

Rendite der letzten 1, 3, 5 oder 10 Jahre bis zu einem Stichtag. Sie wechselt jeden Monat, weil vorn ein Monat hinzukommt und hinten einer wegfällt.

Methodik: Kennzahlen-Methodik: wie Portfolio Lab Rendite und Risiko misst

Transaktionsdaten (Kartendaten, Kreditkartendaten, Kartenpanel)

Anonymisierte Kartenzahlungen oder E-Mail-Belege eines Panels von Kunden, aus denen sich Umsätze von Händlern vor den Quartalszahlen hochrechnen lassen. Die Hochrechnung hängt davon ab, wie gut und wie gleichbleibend das Panel die Kunden abbildet.

Quelle: Chetty u. a. (2024)

Mehr: Alternative Daten: Stellenanzeigen, Reddit, X, Satelliten, Kartenzahlungen

Transaktionskosten

Kosten eines Kaufs oder Verkaufs: Ordergebühr, Geld-Brief-Spanne und Market Impact. Bei häufigem Umschichten können sie die Rendite stärker drücken als die laufenden Kosten.

Methodik: Backtest-Methodik: Daten, Ablauf, Rebalancing und Kosten

Transferkoeffizient (Transfer Coefficient, TC)

Maß dafür, wie stark die tatsächlichen aktiven Gewichte eines Portfolios den Prognosen folgen, als Korrelation meist zwischen 0 und 1. Er erweitert das Fundamentalgesetz: Information Ratio ≈ Transferkoeffizient × Informationskoeffizient × Wurzel der Breite. Beschränkungen wie Leerverkaufsverbote senken ihn.

Beispiel: Bei einem IC von 0,04, 240 Wetten im Jahr und einem Transferkoeffizienten von 0,5 sinkt die Information Ratio von 0,62 auf 0,31.

Quelle: Clarke u. a. (2002)

Mehr: Alternative Daten: Stellenanzeigen, Reddit, X, Satelliten, Kartenzahlungen

Transition Management (Transition Manager, Portfolioübergang, Managerwechsel)

Planmäßige Umschichtung eines Portfolios vom alten auf den neuen Manager oder in eine neue Allokation. Ziel ist, Handelskosten, Marktbewegungen während des Übergangs und operative Fehler klein zu halten; gemessen wird der Erfolg meist am Implementation Shortfall gegenüber dem Wert zu Beginn.

Mehr: RFP und Mandatsvergabe: Wie institutionelle Anleger Asset Manager auswählen

Trefferquote (Hit Rate)

Anteil der Perioden mit positiver Rendite oder mit Rendite über der Benchmark. Allein sagt sie wenig: Viele kleine Gewinne und wenige große Verluste ergeben eine hohe Trefferquote bei schlechtem Ergebnis.

Beispiel: 7 von 12 Monaten über dem Index: Trefferquote 58,3 %.

Mehr: Risikokennzahlen jenseits der Sharpe Ratio: Treynor, Calmar, Omega, Ulcer Index und mehr

Treynor Ratio

Überrendite geteilt durch das Beta statt durch die Volatilität. Passt für Bausteine eines breit gestreuten Portfolios.

Mehr: Beta und Alpha: wie stark ein Fonds mit dem Markt geht

Turbo-Zertifikat (Knock-out-Zertifikat, Open-End-Turbo, Knock-out-Optionsschein)

Hebelprodukt mit Knock-out-Barriere, beim Branchenverband Knock-out-Optionsschein. Ein Long-Turbo ist etwa (Kurs − Basispreis) × Bezugsverhältnis wert, ein Short-Turbo umgekehrt. Berührt der Kurs die Barriere, verfällt er. Open-End-Turbos haben keine Laufzeit; den Kredit zahlst du über die tägliche Anpassung des Basispreises.

Beispiel: Index 20.000, Basispreis 18.000, Bezugsverhältnis 0,01: Preis 20 €, Hebel 10; bei 5 % Finanzierungszins steigt der Basispreis um 2,50 Punkte je Kalendertag.

Quelle: Entrop u. a. (2009)

Mehr: Optionsscheine, Turbos und Zertifikate: Was sie sind und was man draufzahlt

TVPI (Total Value to Paid-in, RVPI, Residual Value to Paid-in, MOIC, Multiple, Money Multiple)

Total Value to Paid-in: (Ausschüttungen + NAV) / eingezahltes Kapital, also DPI plus RVPI (Residual Value to Paid-in, Restwert durch eingezahltes Kapital). Ein Multiple ohne Zeitbezug; für einzelne Beteiligungen spricht man meist vom MOIC (Multiple on Invested Capital).

Beispiel: Eingezahlt 95, ausgeschüttet 35, NAV 92: TVPI = 0,37 + 0,97 = 1,34.

Mehr: Private Markets messen: J-Kurve, Cashflows, Glättung und Public Proxy

TWAP (zeitgewichteter Durchschnittspreis, TWAP-Algorithmus)

Time Weighted Average Price: Durchschnittspreis über gleich lange Zeitintervalle. Ein TWAP-Algorithmus kauft oder verkauft in gleichen Abständen gleich große Teile, unabhängig vom Volumen.

Beispiel: Preise 50, 51 und 52 € in drei Stunden: TWAP 51,00 €; bei Volumen von 30.000, 10.000 und 10.000 Aktien liegt der VWAP bei 50,60 €.

Quelle: Johnson (2010)

Mehr: Ordertypen und Ausführung: von der Limit-Order über MOC und VWAP bis zu TAS und BTIC

Kurz und vereinfacht erklärt; keine Anlage- oder Steuerberatung.