Portfolio Lab

Literatur: Autoren mit G

65 Studien, Bücher und Gesetze, jeweils mit Fundstelle, einem Satz zum Inhalt und den Seiten, auf denen sie zitiert werden. Alle Buchstaben

Gabaix u. a. (2003) · A theory of power-law distributions in financial market fluctuations

Gabaix, Xavier; Gopikrishnan, Parameswaran; Plerou, Vasiliki; Stanley, H. Eugene. Nature 423 (6937), S. 267–270. doi:10.1038/nature01624

Potenzgesetze für Kursänderungen, Volumen und Zahl der Geschäfte mit ähnlichen Exponenten über Märkte und Länder; erklärt durch das optimale Handeln großer, ungleich großer Fonds.

Zitiert in: Glossar: Kubisches Gesetz

SPIVA U.S. (2026) · SPIVA U.S. Year-End 2025

Ganti, Anu R.; Di Gioia, Davide; Didio, Nick; Flaherty, Liam. S&P Dow Jones Indices, 3.3.2026; abgerufen am 25.10.2026. Quelle

Vergleich aktiver US-Fonds mit ihren Benchmarks zum Jahresende 2025, darunter Rentenfonds nach Kategorien.

Zitiert in: Aktiv oder passiv bei Anleihen und Rohstoffen: Warum die Regeln anders sind als bei Aktien

Gârleanu und Pedersen (2011) · Margin-based Asset Pricing and Deviations from the Law of One Price

Gârleanu, Nicolae; Pedersen, Lasse Heje. Review of Financial Studies 24 (6), S. 1980–2022. doi:10.1093/rfs/hhr027

Margin-Anforderungen erhöhen die geforderte Rendite; in Finanzierungskrisen entstehen Basen zwischen Wertpapieren mit gleichen Zahlungen, getestet an der CDS-Anleihe-Basis.

Zitiert in: Basis-Trades: positive und negative Basis bei Anleihen, CDS und Futures

Garman und Kohlhagen (1983) · Foreign currency option values

Garman, Mark B.; Kohlhagen, Steven W.. Journal of International Money and Finance 2 (3), S. 231–237. doi:10.1016/S0261-5606(83)80001-1

Black-Scholes für Devisenoptionen mit in- und ausländischem Zins (Garman-Kohlhagen-Modell).

Zitiert in: Optionsbewertung: wie faire Optionspreise entstehen · Optionsrechner: so bewertet Portfolio Lab Optionen · Glossar: Garman-Kohlhagen-Modell

Gaspar u. a. (2006) · Favoritism in Mutual Fund Families? Evidence on Strategic Cross-Fund Subsidization

Gaspar, José-Miguel; Massa, Massimo; Matos, Pedro. The Journal of Finance 61 (1), S. 73–104. doi:10.1111/j.1540-6261.2006.00830.x

Fondsfamilien verschieben Rendite zu Fonds mit hohen Gebühren oder guter Vergangenheit, unter anderem über die Zuteilung von Neuemissionen und gegenläufige Geschäfte zwischen den Fonds.

Zitiert in: Market Making und Anleihenhandel: Spread, Inventar, Axes, RFQ, Cross Trades und Matrix Pricing

Gastineau (2002) · Equity Index Funds Have Lost Their Way

Gastineau, Gary L.. The Journal of Portfolio Management 28 (2), S. 55–64. doi:10.3905/jpm.2002.319832

Der gebündelte Handel bei Indexänderungen macht Indexfonds auf populäre Indizes teurer, als sie sein müssten.

Zitiert in: Smart Indexing: Mehrwert für Indexfonds rund um Corporate Actions und Indexänderungen

Gatev u. a. (2006) · Pairs Trading: Performance of a Relative-Value Arbitrage Rule

Gatev, Evan; Goetzmann, William N.; Rouwenhorst, K. Geert. Review of Financial Studies 19 (3), S. 797–827. doi:10.1093/rfs/hhj020

Testet Pairs-Trading mit der Distanzmethode an US-Aktien 1962–2002: Paare mit dem kleinsten Abstand der normierten Kurse, Handel ab zwei Standardabweichungen.

Zitiert in: Pairs-Trading und statistische Arbitrage: Idee, Methoden, Forschung · Long/Short und statistische Arbitrage: Methodik · Glossar: Pairs-Trading · Glossar: Distanzmethode

Gatheral (2006) · The Volatility Surface: A Practitioner's Guide

Gatheral, Jim. Wiley.

Praxisbuch zur Volatilitätsfläche: Smile und Skew, lokale und stochastische Volatilität, Sprünge.

Zitiert in: Optionsbewertung: wie faire Optionspreise entstehen · Glossar: Volatilitäts-Smile

Gatheral und Jacquier (2014) · Arbitrage-free SVI volatility surfaces

Gatheral, Jim; Jacquier, Antoine. Quantitative Finance 14 (1), S. 59–71. doi:10.1080/14697688.2013.819986

SVI-Parametrisierung des Smiles ohne statische Arbitrage: Bedingungen gegen Butterfly- und Kalender-Arbitrage und eine Kalibrierung.

Zitiert in: Optionsbewertung: wie faire Optionspreise entstehen · Optionsrechner: so bewertet Portfolio Lab Optionen · Glossar: SVI-Parametrisierung · Glossar: Butterfly-Arbitrage

Geanakoplos (2010) · The Leverage Cycle

Geanakoplos, John. NBER Macroeconomics Annual 24 (1), S. 1–66. doi:10.1086/648285

Theorie des Hebelzyklus: In guten Zeiten verlangen Kreditgeber wenig Sicherheiten und der Hebel steigt, in der Krise steigen die Margins und erzwingen Verkäufe.

Zitiert in: Hebel im Portfolio: Rendite, Risiko, Kosten und Margin Calls · Glossar: Beleihungswert · Glossar: Deleveraging

Geltner (1993) · Estimating Market Values from Appraised Values without Assuming an Efficient Market

Geltner, David. Journal of Real Estate Research 8 (3), S. 325–345. doi:10.1080/10835547.1993.12090713

Verfahren, um aus geglätteten, auf Gutachten beruhenden Immobilienrenditen die zugrunde liegenden Marktrenditen zurückzurechnen (Entglättung).

Zitiert in: Immobilien als Geldanlage: vermietete Wohnung, REITs, offene Fonds und Private Real Estate · Private Credit und Public Credit im Vergleich: Rendite, Risiken und was die Forschung zeigt · Venture Capital: Finanzierungsrunden, Bewertung, Power Law und was die Forschung über die Rendite weiß · Private Markets messen: J-Kurve, Cashflows, Glättung und Public Proxy · Methodik Private Markets: Fonds auswerten, Cashflows prognostizieren, Zusagen planen · Glossar: Glättung von Renditen

SEC, Bitcoin-ETPs (2024) · Statement on the Approval of Spot Bitcoin Exchange-Traded Products (10. Januar 2024)

Gensler, Gary. U.S. Securities and Exchange Commission; abgerufen am 25.10.2026. Quelle

Die SEC genehmigte Börsenzulassung und Handel mehrerer Spot-Bitcoin-ETPs, beschränkt auf Produkte, die Bitcoin halten, ohne Bitcoin zu billigen; Bitcoin sei vor allem ein spekulativer, volatiler Wert.

Zitiert in: Krypto im institutionellen Portfolio: Zugang, Verwahrung, Regulierung und Risikobudget

EuGH (2026) · Urteil vom 16. April 2026, C-229/24 (Brännelius), ECLI:EU:C:2026:298

Gerichtshof der Europäischen Union. Gerichtshof der Europäischen Union, Vierte Kammer; vorläufige deutsche Fassung, abgerufen am 25.10.2026. Quelle

Eine Information gilt im Sinne von Art. 7 MAR erst als öffentlich bekannt, wenn sie nach Art. 17 MAR veröffentlicht wurde; Mitteilung an einen begrenzten Kreis oder bloße Zugänglichkeit auf Antrag genügen nicht.

Zitiert in: Alternative Daten: Stellenanzeigen, Reddit, X, Satelliten, Kartenzahlungen · Insiderhandel: was verboten ist, was erlaubt ist und was Directors' Dealings verraten · Glossar: Insiderinformation

Gerlach u. a. (2019) · Dissection of Bitcoin's multiscale bubble history from January 2012 to February 2018

Gerlach, J. C.; Demos, Guilherme; Sornette, Didier. Royal Society Open Science 6 (7), S. 180643. doi:10.1098/rsos.180643

Blasen des Bitcoin 2012 bis 2018 mit der LPPLS-Konfidenz, definiert als Anteil qualifizierter Fits über viele Zeitfenster.

Zitiert in: Spekulationsblasen: Was sie sind und wie das LPPLS-Modell sie sucht · Blasen-Indikator (LPPLS): Methodik · Glossar: LPPLS-Konfidenz

Getmansky u. a. (2004) · An econometric model of serial correlation and illiquidity in hedge fund returns

Getmansky, Mila; Lo, Andrew W.; Makarov, Igor. Journal of Financial Economics 74 (3), S. 529–609. doi:10.1016/j.jfineco.2004.04.001

Geglättete Renditen illiquider Anlagen: Modell mit verteilten Verzögerungen, Schätzung der Glättung und eine bereinigte Sharpe Ratio.

Zitiert in: Leerverkauf, Hedgefonds und Hedging: Arten und Wirkung · Private Credit und Public Credit im Vergleich: Rendite, Risiken und was die Forschung zeigt · Private Markets messen: J-Kurve, Cashflows, Glättung und Public Proxy · Methodik Private Markets: Fonds auswerten, Cashflows prognostizieren, Zusagen planen · Glossar: Glättung von Renditen

Ghayur u. a. (2018) · Constructing Long-Only Multifactor Strategies: Portfolio Blending vs. Signal Blending

Ghayur, Khalid; Heaney, Ronan; Platt, Stephen. Financial Analysts Journal 74 (3), S. 70–85. doi:10.2469/faj.v74.n3.5

Bei gleichen Faktorladungen brachte das Mischen getrennter Faktorportfolios bei niedrigem bis mittlerem Tracking Error meist die höhere Information Ratio, das Verbinden der Signale erst bei hohem Tracking Error.

GIC (2013) · GIC's New Investment Framework

GIC Private Limited. GIC, Singapur; abgerufen am 25.10.2026. Quelle

Seit 1. April 2013 Referenzportfolio aus 65 % globalen Aktien und 35 % globalen Anleihen, darunter ein Policy Portfolio aus sechs Kern-Anlageklassen und ein aktives Portfolio innerhalb von Risikogrenzen.

Zitiert in: Strategische und taktische Asset-Allokation und der Total Portfolio Approach · Glossar: Policy Portfolio

Gilson (1995) · Investing in Distressed Situations: A Market Survey

Gilson, Stuart C.. Financial Analysts Journal 51 (6), S. 8–27. doi:10.2469/faj.v51.n6.1946

Überblick über Anlagen in Krisenunternehmen: Die Risiken sind stark firmenspezifisch; am meisten verdienen, wer Insolvenzrecht versteht und Werte in der Krise erkennt oder schafft.

Zitiert in: Distressed Debt: Strategien, Insolvenzrecht, Erlösquoten und Rendite beim Investieren in Krisen

Gjertson (2016) · Emergency Saving and Household Hardship

Gjertson, Leah. Journal of Family and Economic Issues 37 (1), S. 1–17. doi:10.1007/s10834-014-9434-z

Haushalte in benachteiligten Vierteln, die für Notfälle sparten, erlebten drei Jahre später etwas weniger finanzielle Not, etwa seltener Ernährungsunsicherheit.

GKV-Spitzenverband (2022) · Grundsätzliche Hinweise zum Gesamteinkommen vom 29. September 2022

GKV-Spitzenverband. GKV-Spitzenverband, gültig ab 1.10.2022; über den Verband der Ersatzkassen abgerufen am 26.10.2026. Quelle

Kapitalerträge zählen auch bei Abgeltungsteuer zum Gesamteinkommen, gemindert um den Sparer-Pauschbetrag.

Zitiert in: Kinderdepot oder Elterndepot? Steuern, Schenkung, BAföG und Familienversicherung · Glossar: Familienversicherung

Glasserman u. a. (2015) · Stress scenario selection by empirical likelihood

Glasserman, Paul; Kang, Chulmin; Kang, Wanmo. Quantitative Finance 15 (1), S. 25–41. doi:10.1080/14697688.2014.926019

Methode für Reverse Stresstests: Sie sucht die wahrscheinlichsten Kombinationen von Faktorbewegungen, die zu einem Verlust über einer Schwelle führen, über den bedingten Erwartungswert der Faktoren bei großen Verlusten.

Zitiert in: Szenarioanalyse und Sensitivitätsanalyse: Aktien-, Zins-, Kredit- und Währungsrisiko im Stresstest · Szenarien-Methodik: wie Portfolio Lab Stresstests rechnet · Glossar: Reverse Stresstest

Glasserman und Lin (2023) · Assessing Look-Ahead Bias in Stock Return Predictions Generated By GPT Sentiment Analysis

Glasserman, Paul; Lin, Caden. arXiv 2309.17322. doi:10.48550/arXiv.2309.17322

Schlagzeilen ohne Firmennamen schneiden im Trainingszeitraum des Sprachmodells besser ab; das Vorwissen über bekannte Firmen verzerrt die Lesart, vor allem bei großen Unternehmen.

Zitiert in: Glossar: Sprachmodell

Gleiss Lutz (2026) · Änderungen der Marktmissbrauchsverordnung (MAR) durch den EU Listing Act – Inkrafttreten am 5. Juni 2026

Gleiss Lutz. Gleiss Lutz, Know-how; abgerufen am 25.10.2026. Quelle

Seit dem 5.6.2026 müssen Emittenten bei gestreckten Vorgängen nur noch das Endereignis ad hoc veröffentlichen; Zwischenschritte können weiter Insiderinformationen sein, Insiderverbote und Insiderlisten gelten für sie fort.

Zitiert in: Insiderhandel: was verboten ist, was erlaubt ist und was Directors' Dealings verraten · Glossar: Ad-hoc-Mitteilung

Glosten und Milgrom (1985) · Bid, ask and transaction prices in a specialist market with heterogeneously informed traders

Glosten, Lawrence R.; Milgrom, Paul R.. Journal of Financial Economics 14 (1), S. 71–100. doi:10.1016/0304-405X(85)90044-3

Eine Geld-Brief-Spanne entsteht schon deshalb, weil der Market Maker an besser informierte Händler verliert (adverse Selektion), auch ohne Kosten, Risikoscheu oder Gewinn.

Zitiert in: Market Making und Anleihenhandel: Spread, Inventar, Axes, RFQ, Cross Trades und Matrix Pricing · Ordertypen und Ausführung: von der Limit-Order über MOC und VWAP bis zu TAS und BTIC · Glossar: Adverse Selektion

Goetzmann (1993) · Accounting for Taste: Art and the Financial Markets over Three Centuries

Goetzmann, William N.. American Economic Review 83 (5), S. 1370–1376. Quelle

Frühe Langzeitstudie, die Kunstpreise über drei Jahrhunderte mit den Finanzmärkten vergleicht (Angaben über RePEc geprüft, keine Kurzfassung verfügbar).

Zitiert in: Sammlerstücke als Geldanlage: Was Kunst, Wein, Uhren und Oldtimer wirklich bringen

Goetzmann und Jorion (1999) · Re-Emerging Markets

Goetzmann, William N.; Jorion, Philippe. The Journal of Financial and Quantitative Analysis 34 (1), S. 1–32. doi:10.2307/2676244

Märkte, die erst kürzlich investierbar wurden, lassen eine niedrige künftige Rendite, hohe Schwankung und geringe Korrelation erwarten.

Goetzmann und Kumar (2008) · Equity Portfolio Diversification

Goetzmann, William N.; Kumar, Alok. Review of Finance 12 (3), S. 433–463. doi:10.1093/rof/rfn005

US-Privatanleger streuen zu wenig, besonders jüngere und weniger erfahrene; das kostet die meisten von ihnen Rendite.

Goetzmann u. a. (2011) · Art and Money

Goetzmann, William N.; Renneboog, Luc; Spaenjers, Christophe. American Economic Review 101 (3), S. 222–226. doi:10.1257/aer.101.3.222

Über zwei Jahrhunderte beeinflussten Aktienrenditen die Kunstpreise deutlich; Spitzeneinkommen und Kunstpreise hängen langfristig zusammen.

Zitiert in: Sammlerstücke als Geldanlage: Was Kunst, Wein, Uhren und Oldtimer wirklich bringen

Goldman u. a. (1979) · Path Dependent Options: “Buy at the Low, Sell at the High”

Goldman, M. Barry; Sosin, Howard B.; Gatto, Mary Ann. The Journal of Finance 34 (5), S. 1111–1127. doi:10.1111/j.1540-6261.1979.tb00059.x

Geschlossene Bewertung von Lookback-Optionen mit variablem Strike.

Zitiert in: Optionsbewertung: wie faire Optionspreise entstehen · Optionsrechner: so bewertet Portfolio Lab Optionen · Glossar: Lookback-Option

Gompers und Lerner (2001) · The Venture Capital Revolution

Gompers, Paul; Lerner, Josh. Journal of Economic Perspectives 15 (2), S. 145–168. doi:10.1257/jep.15.2.145

Überblick über die Forschung zu Venture Capital: Mechanismen gegen Informations- und Anreizprobleme in jeder Phase der Finanzierung und ihre Fehlentwicklungen.

Zitiert in: Venture Capital: Finanzierungsrunden, Bewertung, Power Law und was die Forschung über die Rendite weiß

Gopikrishnan u. a. (1998) · Inverse cubic law for the distribution of stock price variations

Gopikrishnan, Parameswaran; Meyer, Martin; Amaral, Luís A. Nunes; Stanley, H. Eugene. The European Physical Journal B 3 (2), S. 139–140. doi:10.1007/s100510050292

Alle Geschäfte der 1.000 größten US-Unternehmen 1994 bis 1995: Die Verteilung der Kursänderungen folgt von etwa 2 bis 100 Standardabweichungen einem Potenzgesetz mit α ≈ 3, je nach Methode und Rand zwischen 2,7 und 3,1.

Zitiert in: Glossar: Kubisches Gesetz

Gordon (1959) · Dividends, Earnings, and Stock Prices

Gordon, Myron J.. The Review of Economics and Statistics 41 (2). doi:10.2307/1927792

Prüft, ob Anleger beim Aktienkauf für Dividenden, Gewinne oder beides bezahlen, und bewertet Aktien als Strom wachsender Dividenden. Das ist die Grundlage des Gordon-Wachstumsmodells.

Zitiert in: Dividendenstrategie und Dividenden-ETFs kritisch betrachtet: Irrelevanz, Steuern, Faktoren · Fundamentalanalyse: Unternehmen bewerten wie ein Investor · Glossar: Gordon-Wachstumsmodell

Gornall und Strebulaev (2020) · Squaring venture capital valuations with reality

Gornall, Will; Strebulaev, Ilya A.. Journal of Financial Economics 135 (1), S. 120–143. doi:10.1016/j.jfineco.2018.04.015

Bewertet 135 US-Unicorns unter Berücksichtigung der Vorzugsrechte neu: Die gemeldeten Post-Money-Bewertungen liegen im Mittel 48 % über dem fairen Wert, Stammaktien sind um 56 % überbewertet.

Zitiert in: Venture Capital: Finanzierungsrunden, Bewertung, Power Law und was die Forschung über die Rendite weiß · Glossar: Liquidation Preference

Gorton und Rouwenhorst (2006) · Facts and Fantasies about Commodity Futures

Gorton, Gary; Rouwenhorst, K. Geert. Financial Analysts Journal 62 (2), S. 47–68. doi:10.2469/faj.v62.n2.4083

Ein gleich gewichteter Index voll besicherter Rohstoff-Futures brachte 1959 bis 2004 ähnliche Rendite und Sharpe Ratio wie US-Aktien, bei negativer Korrelation zu Aktien und Anleihen.

Zitiert in: Aktiv oder passiv bei Anleihen und Rohstoffen: Warum die Regeln anders sind als bei Aktien · Liquid Real Assets: Inflationsschutz mit liquiden Sachwerten im Portfolio

Gorton und Zhang (2023) · Taming Wildcat Stablecoins

Gorton, Gary B.; Zhang, Jeffery Y.. University of Chicago Law Review 90 (3). Quelle

Stablecoins gleichen den privaten Banknoten des 19. Jahrhunderts: Ihre Emittenten sind unregulierte Banken, anfällig für Runs; diskutiert werden Ausgabe nur durch Banken, Deckung eins zu eins mit sicheren Anlagen und öffentliches digitales Geld.

Zitiert in: Digital Assets: Tokenisierung, Stablecoins, Kryptowertpapiere und digitaler Euro · Glossar: Stablecoin

Goyal und Wahal (2008) · The Selection and Termination of Investment Management Firms by Plan Sponsors

Goyal, Amit; Wahal, Sunil. The Journal of Finance 63 (4), S. 1805–1847. doi:10.1111/j.1540-6261.2008.01375.x

3.400 Pensionspläne 1994 bis 2003: Manager werden nach hohen Überrenditen eingestellt, die danach ausbleiben; gekündigte Manager hätten so gut abgeschnitten wie ihre Nachfolger.

Zitiert in: RFP und Mandatsvergabe: Wie institutionelle Anleger Asset Manager auswählen

Grable und Lytton (1999) · Financial risk tolerance revisited: the development of a risk assessment instrument

Grable, John; Lytton, Ruth H.. Financial Services Review 8 (3). doi:10.1016/S1057-0810(99)00041-4

Entwickelt einen Fragebogen mit 13 Fragen zur finanziellen Risikotoleranz und beschreibt, wie wenige verlässliche Messverfahren es bis dahin gab.

von Bothmer und Meister (2003) · Predicting critical crashes? A new restriction for the free variables

Graf von Bothmer, Hans-Christian; Meister, Christian. Physica A: Statistical Mechanics and its Applications 320, S. 539–547. doi:10.1016/S0378-4371(02)01535-2

Zusätzliche Bedingung an die Parameter des Modells, damit die Hazard-Rate des Crashs nicht negativ wird (Dämpfung).

Zitiert in: Blasen-Indikator (LPPLS): Methodik

Graham (2003) · The Intelligent Investor

Graham, Benjamin. HarperBusiness Essentials, überarbeitete Ausgabe mit Kommentaren von Jason Zweig (Erstausgabe 1949).

Grahams Ratgeber für Privatanleger: defensives und unternehmerisches Anlegen, Mr. Market und die Sicherheitsmarge (Margin of Safety) als Kern der Kapitalanlage.

Zitiert in: Investorenlegenden: Anlagestile der bekanntesten Investoren von Graham bis Simons · Fundamentalanalyse: Unternehmen bewerten wie ein Investor · Glossar: Sicherheitsmarge · Glossar: Value Investing

Graham und Dodd (2008) · Security Analysis

Graham, Benjamin; Dodd, David L.. McGraw-Hill, 6. Auflage (Erstausgabe 1934).

Grundlagenwerk der Wertpapieranalyse: Der innere Wert eines Wertpapiers lässt sich aus Vermögen, Ertragskraft und Ausschüttungen schätzen, der Kurs kann lange davon abweichen.

Zitiert in: Investorenlegenden: Anlagestile der bekanntesten Investoren von Graham bis Simons · Fundamentalanalyse: Unternehmen bewerten wie ein Investor · Glossar: Value Investing

Gredil u. a. (2023) · Benchmarking private equity: The direct alpha method

Gredil, Oleg R.; Griffiths, Barry; Stucke, Rüdiger. Journal of Corporate Finance 81, S. 102360. doi:10.1016/j.jcorpfin.2023.102360

Schlägt Direct Alpha vor: die jährliche Überrendite eines Fonds gegenüber einem Index aus den mit dem Index aufgezinsten Zahlungen; vergleicht sie mit den verbreiteten PME-Verfahren.

Zitiert in: Private Markets messen: J-Kurve, Cashflows, Glättung und Public Proxy · Takahashi-Alexander-Modell: Cashflows von Private-Markets-Fonds planen · Methodik Private Markets: Fonds auswerten, Cashflows prognostizieren, Zusagen planen · Glossar: Public Market Equivalent

Greenblatt (2005) · The Little Book That Beats the Market

Greenblatt, Joel. Wiley.

Die „Magic Formula“: Aktien nach hoher Gewinnrendite und hoher Kapitalrendite in eine Rangfolge bringen und die besten kaufen.

Zitiert in: Investorenlegenden: Anlagestile der bekanntesten Investoren von Graham bis Simons · Glossar: Magic Formula

Greenwood, Shleifer und You (2019) · Bubbles for Fama

Greenwood, Robin; Shleifer, Andrei; You, Yang. Journal of Financial Economics 131 (1), S. 20–43. doi:10.1016/j.jfineco.2018.09.002

Starke Kursanstiege von Branchen sagen im Mittel keine niedrigen Folgerenditen voraus, erhöhen aber deutlich die Wahrscheinlichkeit eines Crashs.

Zitiert in: MSCI World vs. ACWI vs. FTSE All-World: Aufbau, Konzentration und Kombinationen · Themen-ETFs und Hype: Was Studien, Kosten und Überschneidungen zeigen · Spekulationsblasen: Was sie sind und wie das LPPLS-Modell sie sucht

Greenwood und Sammon (2022) · The Disappearing Index Effect

Greenwood, Robin; Sammon, Marco. NBER Working Paper 30748 (Fassung der späteren Veröffentlichung im Journal of Finance). doi:10.3386/w30748

Den Rückgang des S&P-500-Effekts erklären vor allem Aufstiege aus dem S&P MidCap 400 und eine größere Fähigkeit des Marktes, die Nachfrage am Stichtag zu bedienen.

Zitiert in: Index-Effekt: Was bei Aufnahmen in einen Index und Streichungen mit den Kursen passiert

Greenwood und Sammon (2025) · The Disappearing Index Effect

Greenwood, Robin; Sammon, Marco. The Journal of Finance 80 (2), S. 657–698. doi:10.1111/jofi.13410

Die Überrendite bei Aufnahmen in den S&P 500 ist von 7,4 % in den 1990er-Jahren auf unter 1 % im letzten Jahrzehnt gefallen, obwohl immer mehr Geld an den Index gebunden ist.

Zitiert in: Index-Effekt: Was bei Aufnahmen in einen Index und Streichungen mit den Kursen passiert · Smart Indexing: Mehrwert für Indexfonds rund um Corporate Actions und Indexänderungen · Glossar: Index-Effekt

Gregnanin u. a. (2024) · Signature-based portfolio allocation: a network approach

Gregnanin, Marco; Zhang, Yanyi; De Smedt, Johannes; Gnecco, Giorgio; Parton, Maurizio. Applied Network Science 9, S. Artikel 54. doi:10.1007/s41109-024-00651-1

Ersetzt in der Portfolio-Optimierung die Korrelationsmatrix durch eine Ähnlichkeitsmatrix aus Pfad-Signaturen; auf dem S&P 500 ergab das in den Tests der Autoren höhere kumulierte Log-Renditen und Sharpe Ratios als der Netzwerkansatz mit Pearson-Korrelationen.

Zitiert in: Jenseits von Markowitz: Schätzfehler, Rauschen und echte Diversifikation · Glossar: Pfad-Signatur

Gregory (2020) · The xVA Challenge: Counterparty Risk, Funding, Collateral, Capital and Initial Margin

Gregory, Jon. Wiley.

Standardwerk zu Kontrahentenrisiko, Exposure, Besicherung, zentralem Clearing und den Bewertungsanpassungen CVA, DVA, FVA, ColVA, KVA und MVA.

Zitiert in: Basket Swaps, Total Return Swaps oder Futures: Markt-Exposure effizient aufbauen · Kontrahenten- und Emittentenrisiko: CVA, ETCs, Zertifikate und Swaps · Glossar: Kontrahentenrisiko · Glossar: Expected Exposure

Griffin und Shams (2020) · Is Bitcoin Really Untethered?

Griffin, John M.; Shams, Amin. The Journal of Finance 75 (4), S. 1913–1964. doi:10.1111/jofi.12903

Käufe mit dem Stablecoin Tether folgten im Boom 2017 auf Kursrückgänge, gingen auf einen einzigen Akteur zurück und hoben den Bitcoin-Kurs deutlich. Das spricht eher für ungedecktes digitales Geld als für Nachfrage von Anlegern.

Zitiert in: Digital Assets: Tokenisierung, Stablecoins, Kryptowertpapiere und digitaler Euro · Krypto im institutionellen Portfolio: Zugang, Verwahrung, Regulierung und Risikobudget

Grinold (1989) · The fundamental law of active management

Grinold, Richard C.. The Journal of Portfolio Management 15 (3), S. 30–37. doi:10.3905/jpm.1989.409211

Fundamentalgesetz des aktiven Managements: Information Ratio ≈ Treffsicherheit × Wurzel der Zahl unabhängiger Entscheidungen.

Zitiert in: Sharpe Ratio: Rendite pro Einheit Risiko · Alternative Daten: Stellenanzeigen, Reddit, X, Satelliten, Kartenzahlungen · Stock Picking: Warum Einzelaktien so schwer zu treffen sind · Strategische und taktische Asset-Allokation und der Total Portfolio Approach · Tracking Error und Information Ratio: Abweichung vom Index · Glossar: Fundamentalgesetz des aktiven Managements

Gross (1998) · Bill Gross on Investing

Gross, William H.. Wiley.

Der Mitgründer von PIMCO über aktives Anleihemanagement mit Blick auf die Gesamtrendite (Total Return) aus Zinsen und Kursgewinnen.

Zitiert in: Investorenlegenden: Anlagestile der bekanntesten Investoren von Graham bis Simons

Grossman LLP (2026) · Spring 2026 Auction Season: Examining Recent Changes in Buyer's Premiums

Grossman LLP. Grossman LLP (Kanzlei für Kunstrecht), 14.5.2026; abgerufen am 25.10.2026. Quelle

Aufgelder großer internationaler Auktionshäuser im Frühjahr 2026: 27 bis 29 % des Zuschlags in der untersten Preisstufe, 22 % in der mittleren und 15 % oberhalb von 8 Mio. US-Dollar.

Zitiert in: Sammlerstücke als Geldanlage: Was Kunst, Wein, Uhren und Oldtimer wirklich bringen · Glossar: Aufgeld (Buyer's Premium)

Grossman und Stiglitz (1980) · On the Impossibility of Informationally Efficient Markets

Grossman, Sanford J.; Stiglitz, Joseph E.. The American Economic Review 70 (3), S. 393–408. Quelle

Wenn Information etwas kostet, können Preise sie nicht vollständig enthalten; im Gleichgewicht sind Märkte gerade so ineffizient, dass sich Informationsbeschaffung lohnt.

Grossman und Zhou (1993) · Optimal Investment Strategies for Controlling Drawdowns

Grossman, Sanford J.; Zhou, Zhongquan. Mathematical Finance 3 (3), S. 241–276. doi:10.1111/j.1467-9965.1993.tb00044.x

Optimale Anlagestrategie, wenn ein Drawdown eine feste Grenze nicht überschreiten darf.

Zitiert in: Maximum Drawdown: der größte Verlust vom Höchststand

Grullon und Michaely (2002) · Dividends, Share Repurchases, and the Substitution Hypothesis

Grullon, Gustavo; Michaely, Roni. The Journal of Finance 57 (4), S. 1649–1684. doi:10.1111/1540-6261.00474

US-Unternehmen haben Dividenden schrittweise durch Aktienrückkäufe ersetzt; Rückkäufe sind die bevorzugte Form geworden, mit Ausschüttungen zu beginnen.

Zitiert in: Dividendenstrategie und Dividenden-ETFs kritisch betrachtet: Irrelevanz, Steuern, Faktoren · Glossar: Aktienrückkauf

Grundy und Martin (2001) · Understanding the Nature of the Risks and the Source of the Rewards to Momentum Investing

Grundy, Bruce D.; Martin, J. Spencer. The Review of Financial Studies 14 (1), S. 29–78. doi:10.1093/rfs/14.1.29

Gewinner kaufen und Verlierer verkaufen erzeugt zeitlich schwankende Faktorladungen, je nachdem, wie die Faktoren in der Rangperiode liefen; um diese Ladungen bereinigt sind die Momentum-Gewinne seit 1926 bemerkenswert stabil.

Zitiert in: Momentum-Crashes: warum Momentum selten, aber heftig einbricht und was Volatilitätssteuerung und Crowding-Maße zeigen

Gu u. a. (2020) · Empirical Asset Pricing via Machine Learning

Gu, Shihao; Kelly, Bryan; Xiu, Dacheng. The Review of Financial Studies 33 (5), S. 2223–2273. doi:10.1093/rfs/hhaa009

Vergleich von Machine-Learning-Verfahren für Risikoprämien einzelner Aktien; Bäume und neuronale Netze schneiden am besten ab, vor allem durch nichtlineare Wechselwirkungen.

Zitiert in: Prognosemodelle für Renditen: ARIMA, GARCH, LSTM und Machine Learning

NZ Super Fund (2023) · Reference Portfolio (Webseite, Aufteilung Stand September 2023)

Guardians of New Zealand Superannuation. Guardians of New Zealand Superannuation; abgerufen am 25.10.2026. Quelle

Gedachtes, passives Referenzportfolio des neuseeländischen Staatsfonds aus 80 % Wachstumsanlagen und 20 % Anleihen; Maßstab für den Mehrwert nach allen Kosten und Hürde für aktive Anlagen.

Zitiert in: Strategische und taktische Asset-Allokation und der Total Portfolio Approach · Glossar: Referenzportfolio

Guidolin und Timmermann (2007) · Asset allocation under multivariate regime switching

Guidolin, Massimo; Timmermann, Allan. Journal of Economic Dynamics and Control 31 (11), S. 3503–3544. doi:10.1016/j.jedc.2006.12.004

Vier Regime für Aktien und Anleihen (Crash, langsames Wachstum, Bulle, Erholung); die optimalen Gewichte hängen stark vom Zustand und vom Anlagehorizont ab.

Zitiert in: Regime-Modelle: Hidden Markov, Markov-Switching und Co.

Guiso u. a. (2018) · Time varying risk aversion

Guiso, Luigi; Sapienza, Paola; Zingales, Luigi. Journal of Financial Economics 128 (3), S. 403–421. doi:10.1016/j.jfineco.2018.02.007

Bei Kunden einer italienischen Bank stieg die Risikoaversion nach der Finanzkrise 2008 deutlich; im Experiment senkte schon ein Horrorfilm das Sicherheitsäquivalent um 27 %.

Guo u. a. (2011) · Do Buyouts (Still) Create Value?

Guo, Shourun; Hotchkiss, Edith S.; Song, Weihong. The Journal of Finance 66 (2), S. 479–517. doi:10.1111/j.1540-6261.2010.01640.x

Public-to-Private-Buyouts von 1990 bis 2006: vorsichtiger bewertet und weniger gehebelt als in den 1980er-Jahren; Renditen stammen ähnlich stark aus Branchenmultiples, Steuervorteilen des Hebels und operativen Verbesserungen.

Zitiert in: Buyout-Fonds und Management-Buyouts: Wie LBO, MBO und MBI funktionieren

Gürkaynak u. a. (2010) · The TIPS Yield Curve and Inflation Compensation

Gürkaynak, Refet S.; Sack, Brian; Wright, Jonathan H.. American Economic Journal: Macroeconomics 2 (1), S. 70–92. doi:10.1257/mac.2.1.70

Schätzt täglich eine Zinskurve der inflationsgeschützten US-Staatsanleihen und daraus die Inflationskompensation; sie ist kein reines Maß der Inflationserwartung, sondern durch eine Inflationsrisikoprämie und eine Liquiditätsprämie verzerrt.

Zitiert in: Markterwartungen: Was Zinskurve, Inflationsanleihen und Optionen über die Zukunft verraten · Makro-Dashboard und Regime-Analyse: Methodik · Glossar: TIPS

Gutiérrez u. a. (2020) · Are Online Job Postings Informative to Investors?

Gutiérrez, Elizabeth; Lourie, Ben; Nekrasov, Alexander; Shevlin, Terry. Management Science 66 (7), S. 3133–3141. doi:10.1287/mnsc.2019.3450

Mehr Online-Stellenanzeigen gehen mit besserer künftiger Geschäftsentwicklung einher, vor allem bei Stellen für Wachstum statt Ersatz; Anleger reagieren positiv darauf.

Zitiert in: Alternative Daten: Stellenanzeigen, Reddit, X, Satelliten, Kartenzahlungen

Guyton und Klinger (2006) · Decision Rules and Maximum Initial Withdrawal Rates

Guyton, Jonathan T.; Klinger, William J.. Journal of Financial Planning. Quelle

Entnahmeregeln mit Leitplanken (Kürzung oder Erhöhung um 10 %, wenn die aktuelle Entnahmerate mehr als 20 % von der anfänglichen abweicht) erlauben höhere Anfangsentnahmen.

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